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Wirtschaftsblatt
Das Wirtschaftsblatt (Eigenschreibweise: WirtschaftsBlatt) war eine überregionale österreichische Tageszeitung mit Schwerpunkt Wirtschaft.
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Überblick und Ende
Das Wirtschaftsblatt (Eigenschreibweise: WirtschaftsBlatt) war eine überregionale österreichische Tageszeitung mit Schwerpunkt Wirtschaft. Es erschien erstmals im Oktober 1995 und wurde börsentäglich, also von Montag bis Freitag, veröffentlicht. Inhaltlich konzentrierte sich die Zeitung auf Wirtschaft und Wirtschaftspolitik, Unternehmen und Märkte, Börse sowie Geldanlage. Nach eigenen Angaben war sie Österreichs einzige Special-Interest-Zeitung dieser Art.
Rund 50 Fachjournalisten sowie 30 weitere in der Produktion tätige Mitarbeiter gestalteten die Zeitung. Jens Tschebull war bei der Erstausgabe Herausgeber. Die Styria Media Group kündigte am 16. August 2016 an, dass die Zeitung wegen nicht ausreichend durch den Markt refinanzierbarer Kosten eingestellt werde. Zwar seien Verluste durch Restrukturierungen und Einsparungen deutlich reduziert und die Qualität erhalten worden, doch reichte dies nicht aus. Die letzte Print-Ausgabe erschien am 2. September 2016; das Onlineportal Wirtschaftsblatt.at wurde am 28. Oktober 2016 eingestellt.
Themen und regelmäßige Inhalte
Unter „Unternehmen & Märkte“ berichtete das Wirtschaftsblatt tagesaktuell über Ereignisse in österreichischen Top-Unternehmen und in der Wirtschaftspolitik und ergänzte sie mit Hintergrundinformationen. Die Rubrik „Bundesländer“ stellte täglich Aktivitäten von Wirtschaftstreibenden in den Regionen in den Mittelpunkt.
Weitere wichtige Bereiche waren „Osteuropa“ mit täglich mehreren Seiten zu wirtschaftspolitischen und unternehmerischen Ereignissen in Ost- und Zentraleuropa sowie „Finanzen & Börse“ mit Analysen zu Aktien, Rohstoffen und Märkten. „Ivy League“ enthielt Analysen zur Weltwirtschaft von internationalen Top-Ökonomen. Hinzu kamen internationale Berichterstattung, Rechts- und Steuertipps, Kommentare und Meinungen sowie jeden Freitag neue Bücher über Karriere und Immobilien.
Beilagen, Leitung und Eigentum
Die 2010 neu gestaltete und erweiterte Freitagsausgabe enthielt seit September 2010 die Beilage „Investor“; bis Juni 2010 hieß diese „Kompakt“. Seit April 2007 erschien außerdem acht Mal jährlich das Hochglanz-Supplement „Wirtschaftsblatt deluxe“ zu Luxus- und Lifestyle-Themen.
Chefredakteure waren Peter Muzik (1995–2007; Gründungsmitglied und ab 2004 auch Herausgeber), Wolfgang Unterhuber (2004–2012; Gründungsmitglied und ab 2004 geschäftsführender Chefredakteur, parallel zu Muzik), Esther Mitterstieler (2012–2013) sowie ab 2014 Eva Komarek und Gerhard Hofer.
Zu Beginn hielten Styria Multimedia AG und der schwedische Medienkonzern Bonnier jeweils 50 % am Wirtschaftsblatt und an wirtschaftsblatt.at. Im Mai 2006 übernahm Styria sämtliche Bonnier-Anteile und wurde zu 100 % Eigentümer der Wirtschaftsblatt Medien GmbH. Das Portal wurde von dieser Gesellschaft betrieben, von Styria Digital One GmbH bewirtschaftet und technisch betreut und gehörte ebenfalls allein der Styria Media Group. Das Wirtschaftsblatt war Genossenschafter der Austria Presse Agentur.
Auflage, Reichweite und Onlineportal
Nach den Kopfdaten betrug die verkaufte Auflage laut Österreichischer Auflagenkontrolle (ÖAK) im 1. Halbjahr 2014 20.537 Exemplare, in der Freitagsausgabe 25.808 Exemplare. Im Abschnitt zur Reichweite wird für 2009 ebenfalls eine Verkaufsauflage von 20.537 Exemplaren genannt. Laut Arbeitsgemeinschaft Media-Analysen MA 13/14 – Tageszeitungen Total lasen etwa 66.000 Menschen das Wirtschaftsblatt, die Freitagsausgabe etwa 80.000. Dies entsprach österreichweit rund 0,9 % Reichweite beziehungsweise 1,1 % am Freitag.
Das neu gestaltete Onlineangebot wirtschaftsblatt.at wurde am 25. Jänner 2007 mit einer integrierten Redaktion neu gestartet und orientierte sich an der Blattlinie der Zeitung. Nach der Österreichischen Webanalyse (ÖWA) vom Dezember 2014 erreichte es rund 546.000 Unique Clients, 1,4 Millionen Visits und über 3,51 Millionen Seitenabrufe. Die durchschnittliche Verweildauer betrug 4:43 Minuten.