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Viola Amherd

Von 2018 bis 2025 war sie Bundesrätin und stand dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) vor. Im Jahr 2024 war sie …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ausbildung und Beruf
  3. 3. Politischer Weg
  4. 4. Bundesrätin und Bundespräsidentin
  5. 5. Kritik an der Kommunikationssicherheit

Überblick

Viola Patricia Amherd (* 7. Juni 1962 in Brig-Glis, Kanton Wallis) ist eine Schweizer Politikerin der Partei Die Mitte, die früher CVP hiess. Sie war von 2018 bis 2025 Mitglied des Bundesrates, der Schweizer Landesregierung. Ab dem 1. Januar 2019 leitete sie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) und war damit die erste Frau an der Spitze des Schweizer Verteidigungsministeriums. Im Jahr 2024 amtierte sie als Bundespräsidentin der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

Ausbildung und Beruf

Amherd besuchte von 1969 bis 1978 die Primar- und Sekundarschule in Brig-Glis. Anschliessend ging sie bis 1982 an das Kollegium in Brig und legte dort die Maturität Typus B ab. Von 1982 bis 1987 studierte sie Jurisprudenz an der Universität Freiburg. 1987 erwarb sie das Lizentiat beider Rechte.

Von 1988 bis 1990 absolvierte sie in Brig-Glis ein Praktikum für die Tätigkeit als Anwältin und Notarin. Sie erhielt 1990 das Notarsdiplom des Kantons Wallis und 1991 das Anwaltsdiplom sowie das Anwaltspatent. Von 1991 bis 2018 arbeitete sie selbständig als Advokatin und Notarin in Brig-Glis. Zusätzlich war sie von 1994 bis 2006 nebenamtliche Richterin der Eidgenössischen Personalrekurskommission.

Bis kurz nach ihrer Wahl in den Bundesrat gehörte Amherd mehreren Verwaltungsräten an, unter anderem bei der BLS AG und der Migros Wallis. Sie ist ledig und wohnt in Bern sowie in Brig-Glis.

Politischer Weg

Amherds politische Laufbahn begann auf kommunaler Ebene. Von 1993 bis 1996 gehörte sie dem Stadtrat von Brig-Glis an, also der Exekutive der Gemeinde. Von 1997 bis 2000 war sie Vizepräsidentin und von 2000 bis 2012 Präsidentin von Brig-Glis.

2005 rückte sie für Jean-Michel Cina in den Nationalrat nach. Dort arbeitete sie in der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen und in der Kommission für Rechtsfragen mit. Ausserdem war sie Mitglied des Büros des Nationalrats und ab 2011 Vizepräsidentin der CVP-Bundeshausfraktion. Bei der CVP Oberwallis gehörte sie dem Präsidium an.

Amherd gilt als gesellschaftsliberal. Als Beispiel nennt der Artikel ihren Einsatz für die Fristenlösung im Wallis. Zugleich erhielt sie als Vertreterin der Interessen der Bergkantone Unterstützung von konservativer Seite.

Bundesrätin und Bundespräsidentin

Am 24. Oktober 2018 kündigte Amherd ihre Kandidatur für die Nachfolge von Bundesrätin Doris Leuthard an. Die CVP-Fraktion nominierte sie am 16. November zusammen mit Heidi Z’graggen. Am 5. Dezember 2018 wählte die Bundesversammlung Amherd im ersten Wahlgang mit 148 Stimmen in den Bundesrat; gleichzeitig wurde Karin Keller-Sutter von der FDP gewählt.

Im Vorfeld der Wahl berichtete der Walliser Bote über ein zivilrechtliches Verfahren wegen eines Mietzinsstreits, in das Amherd verwickelt war. Die beteiligten Parteien einigten sich 2020 aussergerichtlich.

Der Bundesrat teilte am 10. Dezember 2018 mit, dass Amherd ab dem 1. Januar 2019 das VBS leiten werde. Bei den Bundesratswahlen vom 13. Dezember 2023 wurde die damalige Vizepräsidentin turnusgemäss zur Bundespräsidentin für 2024 gewählt.

Amherds persönliche Beraterin war bis Ende 2024 Brigitte Hauser-Süess. Sie ist die Schwägerin von Nicolas Perrin, den der Bundesrat 2019 auf Vorschlag Amherds zum Verwaltungsratspräsidenten des Rüstungskonzerns RUAG MRO Holding ernannte.

Am 15. Januar 2025 gab Amherd bekannt, dass sie den Bundesrat Ende März 2025 verlassen werde. Martin Pfister wurde bei der Bundesratswahl im März 2025 zu ihrem Nachfolger gewählt.

Kritik an der Kommunikationssicherheit

Zwölf Monate nach ihrem Amtsantritt als Verteidigungsministerin erklärte Amherd in einem Interview, dass sie fast nur mit ihrem iPhone telefoniere und ihr abhörsicheres Krypto-Handy noch nie verwendet habe. Dafür wurde sie kritisiert.

Als Hintergrund nennt der Artikel die seit der globalen Überwachungs- und Spionageaffäre von 2013 bekannte Gefahr, dass ausländische Geheimdienste auch Minister und Regierungen befreundeter westlicher Staaten automatisiert und gezielt abhören. Im Zuge dieser Affäre war ebenfalls bekannt geworden, dass der US-Auslandsgeheimdienst NSA die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel abgehört hatte.

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