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Universität Belgrad
Die Universität umfasst 31 Fakultäten und acht wissenschaftliche Forschungsinstitute. Die Fakultäten, oder auch akademischen Abteilungen, sind in fünf Gruppen …
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Überblick und Aufbau
Die Universität Belgrad (serbisch: Универзитет у Београду/Univerzitet u Beogradu) ist die älteste und wichtigste Universität Serbiens. Sie ist staatlich getragen und befindet sich in Belgrad, Serbien. Als Rektorin wird Ivanka Popović genannt. Für 2018 werden rund 95.000 Studierende angegeben; im Fließtext ist von über 89.000 Studierenden sowie 4.200 wissenschaftlichen Angestellten die Rede. Damit gilt sie als größte Universität Südosteuropas.
Die Universität besteht aus 31 Fakultäten und acht wissenschaftlichen Forschungsinstituten. Ihre Fakultäten werden nach akademischen Merkmalen fünf Gruppen zugeordnet: biotechnische Wissenschaften, Sozialwissenschaften, Medizin, Naturwissenschaften und Mathematik sowie technische Wissenschaften. Sie gehört den Netzwerken AARC und BAUNAS an.
Entstehung und Entwicklung bis 1945
Die Vorläufer reichen in das Jahr 1808 zurück. Während des Ersten Serbischen Aufstands gründete der serbische Aufklärer Dositej Obradović die Hohe Schule. Nach der Niederschlagung des Aufstands wurde sie 1813 geschlossen.
1863 entstand die Hohe Schule erneut, nun mit den drei Fakultäten Technik, Recht und Philosophie. Am 27. Februar 1905 wurde sie offiziell in eine Universität umgewandelt. In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg wuchs und expandierte die Universität stark; weiteres Wachstum wird besonders für die Zeit nach der Gründung des zweiten Jugoslawiens genannt.
Entwicklung im sozialistischen Jugoslawien und in den 1990er Jahren
In den 1960er und 1970er Jahren entwickelte sich die Universität zu einer regional und international beachteten Bildungseinrichtung; zahlreiche Studierende aus anderen Ländern wurden dort ausgebildet. Im sozialistischen Jugoslawien wurde sie weiter ausgebaut, zugleich aber staatlicher und ideologischer Einflussnahme ausgesetzt.
Seit den 1980er Jahren soll die Qualität der Studienprogramme infolge politischer Instabilität gesunken sein. Ab 1990 führten die Jugoslawienkriege laut Artikel zu zunehmendem Geldmangel und einem massiven Qualitätsrückgang. Für diesen Abschnitt weist der Artikel ausdrücklich auf fehlende Belege hin, unter anderem für Aussagen über Einflussnahme und Qualität.
Während der Regierung Milošević wird externer politischer Druck sowie ein Mangel an akademischer und administrativer Autonomie beschrieben. Ab der Mitte der 1990er Jahre wurde die Universität zu einem sichtbaren Zentrum der politischen Opposition. Studierende und Professoren organisierten große Proteste gegen die Regierung. Ende 1996 und Anfang 1997 entstanden Pläne gegen die Milošević-Regierung; 1998 wurde die studentische Protestbewegung Otpor gegründet. Ihr wird ein großer Beitrag zum Sturz der Regierung im Jahr 2000 zugeschrieben.
Neuere Entwicklung und Bibliothek
Nach dem Sturz Milošević am 5. Oktober 2000 wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Einrichtungen und der Lehrqualität eingeleitet. Es folgten Reformen des Hochschulwesens. Die Universität arbeitete an einer verbesserten internen Struktur; die Qualität stieg wieder, doch besteht weiterhin ein Investitionsstau. Sie ist außerdem Gründungsmitglied von bloxberg, einer internationalen Blockchain für die Wissenschaft.
Die Universitätsbibliothek Belgrad ist die einzige Carnegie-Bibliothek in Zentral- und Osteuropa. Zum Umfeld der Universität gehört außerdem ein Japanischer Garten im Botanischen Garten der Universität Belgrad.
Fachbereiche
Das Fächerangebot umfasst unter anderem Architektur, Bauingenieurwesen, Bergbau und Geologie, Biologie, Chemie, Elektrotechnik, Forstwirtschaft, Geographie, Informationssysteme, Landwirtschaft, Maschinenwesen, Mathematik, Medizin, Pharmazie, Physik, physikalische Chemie, Technologie und Metallurgie sowie Transport und Verkehr.
Daneben gibt es Fakultäten für Bildung und Pflege, Lehrerfortbildung, Philologie, Philosophie, Politikwissenschaften, Rechtswissenschaften, Sicherheit, Wirtschaftswissenschaften, Sport und Sportunterricht, Veterinärmedizin, Stomatologie und Orthodoxe Theologie. Weitere genannte Einheiten sind die Fakultät für Technische Wissenschaften in der Stadt Bor.