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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Swag

Swag, von englisch to swagger (‚prahlen', ‚stolzieren', eigentlich aber ‚umhergehen', ‚schlendern'), steht in der Jugendsprache für eine beneidenswerte, lässig- …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung in der Jugendsprache
  2. 2. Bekanntwerden im deutschsprachigen Raum
  3. 3. Herkunft und frühere Bedeutungen
  4. 4. Umstrittene Deutung und Backronyme

Bedeutung in der Jugendsprache

Swag ist ein Ausdruck aus der Jugendsprache. Er kommt von englisch „to swagger“ und bezeichnet eine beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung oder eine charismatisch-positive Ausstrahlung. Der Begriff wird oft auch ironisch verwendet. 2011 wurde „Swag“ zum Jugendwort des Jahres gewählt.

Bekanntwerden im deutschsprachigen Raum

Im deutschsprachigen Raum wurde der Anglizismus Ende 2010 vor allem durch den österreichischen Rapper Money Boy bekannt. Er coverte den Song „Turn My Swag On“ des US-amerikanischen Musikers Soulja Boy unter dem Titel „Dreh den Swag auf“. Das Video erreichte zwischen Oktober 2010 und Dezember 2011 in 14 Monaten etwa 14 Millionen Klicks auf YouTube; bis September 2014 kamen laut Artikel „nur“ noch weitere 6 Millionen Klicks hinzu.

Herkunft und frühere Bedeutungen

Das Wort „swag“ gab es im Englischen schon lange vor seiner Verwendung in der Jugendsprache. Es kam im 13. oder 14. Jahrhundert aus dem Skandinavischen „svagga“ oder dem Altnordischen „sveggja“ ins Englische und bedeutete etwa „unstet wanken“ oder „taumeln“. Verwandt sind englische Wörter wie „sway“ und „swing“. Um 1580 wurde „swag“ auch für eine „große, polternde Person“ verwendet, 1794 kam die Bedeutung „Girlande“ hinzu und 1839 die Bedeutung „Beute, Diebesgut“. Eng verwandt ist das Verb „swagger“, das um 1580 belegt ist, auch bei Shakespeare auftaucht und „aufsässig/unverschämt herumstolzieren“ oder „prahlen“ bedeutet.

Umstrittene Deutung und Backronyme

Eine verbreitete Annahme, wahrscheinlich eine Urban Legend, behauptet, „SWAG“ sei in den 1960er Jahren in der Schwulen-Szene von Los Angeles ein Codewort für „Secretly We Are Gay“ gewesen, auf Deutsch etwa „Insgeheim sind wir schwul“. Der Wahrheitsgehalt dieser Annahme ist jedoch sehr umstritten. Wahrscheinlicher ist laut Artikel, dass diese Erklärung ein pejoratives Backronym ist. Ein Backronym ist eine nachträgliche Deutung eines Wortes als Abkürzung. Als nicht ursprüngliche Deutungen nennt der Artikel unter anderem „Souvenirs, wearables, and gifts“, „Stuff we all get“, „Stuff we ain’t got“, „Scientific wild arsed guess“, „Stolen without a gun“, „Sold without a guarantee“, „Sexy with a bit of gangster“ und „She Wants A Gentleman“.

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