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Subordinatianismus

Subordinatianismus. theologische Überlegung, nach der Jesus Christus zwar göttlichen Wesens, aber Gott, dem Vater untergeordnet ist. Artikel · Diskussion.

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung und zentrale Aussage
  2. 2. Verhältnis zum Konzil von Nicäa
  3. 3. Weiterwirkung in der Reformationszeit

Bedeutung und zentrale Aussage

Subordinatianismus bezeichnet eine Lehre frühchristlicher Theologen, nach der Jesus Christus zwar mit Gott, dem Vater, gleichen Wesens (griechisch homousios) ist, ihm aber untergeordnet bleibt. Vertreten wurde diese Ansicht besonders von Origenes und dessen Schüler Dionysius von Alexandria. Bis zum Ende des 4. Jahrhunderts äußerte sich die Mehrzahl der Stimmen in der Kirche zugunsten der Lehre des Origenes.

Verhältnis zum Konzil von Nicäa

Das Erste Nicänische Konzil bestimmte 325 im Bekenntnis von Nicäa, dass Gott der Vater und Gott der Sohn wesensgleich und gleichrangig sind. Abweichende Aussagen, etwa der Arianismus, wurden mit dem Anathema belegt. Trotzdem genoss die subordinatianische Lehre des Origenes in den ersten Jahrhunderten hohes Ansehen und prägte um die Mitte des 4. Jahrhunderts zeitweise die theologischen Debatten, besonders im Osten des Römischen Reiches.

Weiterwirkung in der Reformationszeit

In der Reformationszeit vertraten vor allem Matteo Gribaldi und Giovanni Valentino Gentile einen subordinatorischen Tritheismus. Diese Richtung legte den Grundstein für die Entwicklung des Unitarismus.

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