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Stochastische Musik
Stochastische Musik ist eine Bezeichnung für musikalische Kompositionsverfahren, bei denen stochastische Prozesse benutzt werden (vergleiche Aleatorik).
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Grundidee
Stochastische Musik bezeichnet musikalische Kompositionsverfahren, bei denen stochastische Prozesse verwendet werden. Stochastisch bedeutet, dass Zufall und Wahrscheinlichkeit eine Rolle spielen. Der Begriff geht auf den Komponisten und Architekten Iannis Xenakis (1922–2001) zurück und steht in Beziehung zur Aleatorik, also zu Musik, in der Zufallsverfahren eingesetzt werden.
Kompositionsverfahren bei Xenakis
Bei Xenakis basiert der Kompositionsvorgang oft auf visuellen Formen. Aus solchen Formen leitet er Formeln und Kombinationswege ab. Diese werden dann zum Beispiel mithilfe einer Rechenmaschine in Notenzeichen und Musik umgewandelt.
Wichtige Mittel sind Zufallsprozesse, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Spieltheorie. Wahrscheinlichkeitsrechnung beschreibt, wie wahrscheinlich bestimmte Ereignisse sind; Spieltheorie untersucht Entscheidungen und mögliche Strategien in Situationen mit mehreren Möglichkeiten oder Beteiligten.
Klangbilder und Klanggestaltung
Die entstehenden Klangbilder verändern sich häufig und werden von Xenakis selbst mit Wolken und Galaxien verglichen. Solche Klangbilder bezeichnet er als „Stochastische Musik“.
Xenakis übertrug die Idee dynamisch stochastischer Kompositionen auch auf die Ebene der Klanggestaltung. Dafür nutzte er technische Hilfsmittel, unter anderem das von ihm entwickelte GENDYN-System. Mit Verfahren wie der Granularsynthese können Klangwolken automatisch erzeugt werden. Granularsynthese ist ein Verfahren, bei dem Klänge aus sehr kleinen Klangteilchen zusammengesetzt werden. In diesem Zusammenhang sind die Klangwolken sowohl auf der gröbsten als auch auf der feinsten Strukturebene stochastisch organisiert.