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Stefan Lötters

Er ist seit 2010 zudem aktiv im VDI Fachbereich Biodiversität, GVO-Monitoring und Risikomanagement. Erstbeschreibungen von Stefan Lötters. Bearbeiten.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Person und Forschungsgebiet
  2. 2. Ausbildung und akademische Laufbahn
  3. 3. Berufliche Tätigkeiten und Fachrollen
  4. 4. Erstbeschriebene Arten
  5. 5. Benennung zu seinen Ehren

Person und Forschungsgebiet

Stefan Lötters (* 3. November 1969 in Menden) ist ein deutscher Biogeograph und Herpetologe. Ein Biogeograph untersucht die räumliche Verbreitung von Lebewesen; ein Herpetologe beschäftigt sich wissenschaftlich mit Amphibien und Reptilien. Seine Forschungsschwerpunkte sind Ökologie, Evolution und Systematik. Systematik bedeutet hier die wissenschaftliche Einordnung und Benennung von Arten.

Lötters arbeitet vor allem zu neotropischen Harlekinfröschen der Gattung Atelopus sowie zu Pfeilgiftfröschen der Familien Aromobatidae und Dendrobatidae. In den letzten Jahren forscht er außerdem zum Amphibienpilz Batrachochytrium salamandrivorans. Dieser Pilz bedroht unter anderem den Feuersalamander in seinem Fortbestand.

Ausbildung und akademische Laufbahn

Nach dem Abitur im Jahr 1990 begann Lötters 1991 ein Studium an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Er studierte Agrarzoologie, Biologie, Geographie, Limnologie und Bodenkunde und schloss 1997 mit dem Diplom ab.

Ab April 1997 absolvierte er in Bonn ein Doktoratsstudium. Im August 2000 wurde er mit der Dissertation „Distribution and Diversity of Extant Amphibians, Reptiles, and Mammals in the Departamento Santa Cruz, Bolivia, with GIS“ zum Doktor der Naturwissenschaften promoviert. Seit 2007 ist er im Fach Biogeographie an der Universität Trier als Dozent tätig und leitet dort eine Forschungsgruppe. Im Jahr 2011 habilitierte er sich; seit 2017 ist er außerplanmäßiger Professor für Biogeographie.

Berufliche Tätigkeiten und Fachrollen

Von 2000 bis 2001 leitete Lötters im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Kampagne für die Biowissenschaften in einer Wissenschafts-PR-Agentur. Von 2001 bis 2007 war er an der Universität Mainz Koordinator im Forschungsprojekt „Messung und Monitoring des Wandels der amphibischen Vielfalt in Ostafrika“ im Rahmen des Programms BIOTA East Africa. Außerdem war er Mitorganisator der Ausstellung „Roots - Wurzeln der Menschheit“, die 2005 im Rheinischen Landesmuseum in Bonn stattfand.

Von 2005 bis 2007 war er Postdoc am Institut für Biodiversität und Ökosystemdynamik der Universiteit van Amsterdam. Seit 2001 ist er Redakteur der Zeitschrift SALAMANDRA, seit 2011 zusätzlich bei PLoS ONE. Seit 2007 gehört er der Amphibian Specialist Group der Weltnaturschutzunion IUCN an, seit 2019 der „Atelopus Survival Initiative“. Seit 2010 ist er außerdem im VDI-Fachbereich Biodiversität, GVO-Monitoring und Risikomanagement aktiv.

Erstbeschriebene Arten

Lötters war an zahlreichen Erstbeschreibungen beteiligt. Eine Erstbeschreibung ist die wissenschaftliche Erstbenennung und Beschreibung einer Art. Besonders häufig betreffen diese Arbeiten Amphibien, darunter mehrere Arten der Gattung Atelopus.

Zu den im Artikel genannten Erstbeschreibungen gehören unter anderem Atelopus chocoensis Lötters, 1992; Ameerega rubriventris (Lötters, Debold, Henle, Glaw & Kneller, 1997); Pristimantis llojsintuta (Köhler & Lötters, 1999); Atelopus siranus Lötters & Henzl, 2000; Rhinella stanlaii (Lötters & Köhler, 2000); Atelopus reticulatus Lötters, Haas, Schick & Böhme, 2002; Atelopus dimorphus Lötters, 2003; Hyperolius dintelmanni Lötters & Schmitz, 2004; Atelopus epikeisthos Lötters, Schulte & Duellman, 2005; Atelopus onorei Coloma, Lötters, Duellman & Miranda-Leiva, 2007; Atelopus petersi Coloma, Lötters, Duellman & Miranda-Leiva, 2007; Atelopus oxapampae Lehr, Lötters & Mikael, 2008; Ameerega boehmei Lötters, Schmitz, Reichle, Rödder & Quennet, 2009; Amietia moyerorum Channing, Dehling, Lötters & Ernst, 2016; sowie Rhinella kuka Köhler, Vences, Padial, Plewnia & Lötters, 2023.

Der Artikel nennt außerdem weitere Arten, an deren Beschreibung er beteiligt war, etwa Andinobates claudiae, Dendropsophus delarivai, Dendropsophus joannae, Oreobates ibischi, Hyloxalus patitae, die Finsch-Agame (Agama finchi), Leptopelis crystallinoron, Ameerega yungicola, Leptopelis mackayi, Phrynobatrachus kakamikro und Hyperolius veithi.

Benennung zu seinen Ehren

Im Jahr 2011 wurde Lötters durch einen Dedikationsnamen geehrt. Ein Dedikationsname ist ein wissenschaftlicher Name, der einer Person gewidmet ist. Ignacio De la Riva, Santiago Castroviejo-Fisher, Juan Carlos Chaparro, Renaud Boistel und Jose M. Padial benannten das Artepitheton der Krötenart Atelopus loettersi aus Peru nach ihm.

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