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Doktor der Naturwissenschaften
Der Grad wird nach erfolgreicher Promotion in den naturwissenschaftlichen Fächern Biologie, Chemie, Pharmazie, Physik, Psychologie, Mathematik, Informatik …
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Akademischer Grad und Verleihung
Der Doktor der Naturwissenschaften ist ein akademischer Grad. In Deutschland und Österreich lautet die übliche Bezeichnung Dr. rer. nat. (doctor rerum naturalium); außerdem kommt Dr. phil. nat. (doctor philosophiae naturalis) vor. In der Schweiz werden Dr. sc. nat. (doctor scientiarum naturalium) oder Dr. phil. nat. verwendet. Die englische Schreibweise RNDr wird nachgestellt.
In Deutschland verleihen ausschließlich Universitäten und Technische Hochschulen mit Promotionsrecht den Grad. Er kann nach einer Promotion in Biologie, Chemie, Pharmazie, Physik, Psychologie, Mathematik, Informatik, Geographie oder Geologie vergeben werden. Welche Leistungen genau verlangt werden, bestimmen die Prüfungsordnungen der jeweiligen Hochschule oder Fakultät.
Ablauf und unterschiedliche Grade
Eine Promotion beruht typischerweise auf einer drei- bis siebenjährigen Forschungstätigkeit. Danach werden eine Dissertation und eine mündliche Prüfung abgelegt. Die Dissertation ist meist eine Monographie, also eine zusammenhängende wissenschaftliche Schrift über die Forschung und ihre Ergebnisse. An einigen Universitäten ist auch eine kumulative Dissertation möglich: Sie enthält Einleitung und Diskussion sowie thematisch zusammenhängende Fachartikel, die ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen haben und bereits meist englischsprachig veröffentlicht wurden.
In der mündlichen Prüfung verteidigt der Doktorand die Dissertation in einem Promotionskolloquium vor einem Promotionskomitee. Je nach Promotionsordnung und Werdegang kann stattdessen ein Rigorosum stattfinden.
Fakultäten können für verschiedene Kriterien unterschiedliche Doktorgrade vergeben. Die Informatikfakultäten des Karlsruher Instituts für Technologie und der Ruhr-Universität Bochum vergeben sowohl Dr. rer. nat. als auch Dr.-Ing.; ersterer wird typischerweise für theoretische, letzterer für praktische Informatik verliehen. An der Universität Frankfurt am Main wird in Physik Dr. phil. nat. vergeben, in den übrigen genannten MINT-Fächern dagegen Dr. rer. nat. An der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau erhalten Physik- und Mathematik-Promotionen bei fachdidaktischen Leistungen Dr. phil. nat., andernfalls Dr. rer. nat.
In Österreich vergeben nur öffentliche staatliche Universitäten diesen Abschluss an naturwissenschaftlichen Fakultäten; private Hochschulen vergeben ihn nicht. Daneben gibt es dort Dr. nat. techn. Doktor der Bodenkultur der Universität für Bodenkultur Wien sowie die Grade Bakk. rer. nat. und Mag. rer. nat.