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Rohstoffvorkommen
Rohstoffvorkommen heißen im Bergbau, in der Geologie und Geografie die bekannten Vorkommen mineralischer und sonstiger Rohstoffe.
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Begriff und Bauwürdigkeit
Rohstoffvorkommen sind im Bergbau, in der Geologie und in der Geografie bekannte Vorkommen mineralischer und anderer Rohstoffe. Im Bergrecht heißen sie Bodenschätze.
Anders als eine Lagerstätte sind Vorkommen nicht bauwürdig: Ihre Förderung erreicht die Bauwürdigkeitsgrenze nicht, also die Grenze, ab der ein Abbau möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Abgebaut wird daher ausschließlich aus Lagerstätten. Die Einteilung kann sich jedoch ändern, wenn sich Bewertungskriterien der Bauwürdigkeit verändern. Ein Vorkommen kann dann zur Lagerstätte werden; umgekehrt kann eine Lagerstätte unter die Bauwürdigkeitsgrenze fallen.
Ein Beispiel ist Südafrika: Durch den steigenden Goldpreis wurden auch sehr tief liegende Goldvorkommen abbauwürdig, weil einige Goldminen dadurch wirtschaftlich betrieben werden konnten.
Formen von Rohstoffvorkommen
Rohstoffe können in unterschiedlichen Formen vorkommen. Beispiele sind Erz- und Halbmetall-Vorkommen, Erdgasfelder, Kohleflöze, Salzstöcke und Massenrohstoffe.
Ressourcen und Reserven
In der allgemeinen Geografie und Wirtschaftsgeografie kann Rohstoffvorkommen auch die Gesamtheit aller Rohstoffe eines Landes meinen. Dazu können neben mineralischen Rohstoffen beispielsweise Fisch und Holz gehören.
Reserven sind Ressourcen, die nachgewiesen sowie derzeit technisch und wirtschaftlich nutzbar sind. Ein größerer Teil der Ressourcen ist zwar nachgewiesen, kann gegenwärtig aber technisch und wirtschaftlich nicht gewonnen werden. Seine Nutzung wäre unökonomisch, also wirtschaftlich nicht sinnvoll, und unterbleibt vorläufig.
Weltweite Verteilung und wirtschaftliche Bedeutung
Schätzungen zum Wert der Rohstoffvorkommen in Billionen US-Dollar nennen Russland mit 40,7, Iran mit 35,3, Venezuela mit 34,9, Saudi-Arabien mit 33,0, die Vereinigten Staaten mit 28,5, Kanada mit 20,0, Irak mit 18,0, die Vereinigten Arabischen Emirate mit 16,4, China mit 13,2 und Kuwait mit 11,8. Wertmäßig liegen die größten Rohstoffvorkommen damit in Russland; Venezuela besitzt die größten Erdöl-Vorkommen.
Bei den nachgewiesenen Erdöl-Reserven werden Venezuela mit 300 Mrd. Barrel, Saudi-Arabien mit 266 Mrd. Barrel, Iran mit 157 Mrd. Barrel, die Vereinigten Arabischen Emirate mit 99 Mrd. Barrel, Kuwait mit 96 Mrd. Barrel, Russland mit 87 Mrd. Barrel und die Vereinigten Staaten mit 35 Mrd. Barrel genannt. Die USA fördern weitgehend durch Fracking.
China ist Hauptproduzent von seltenen Erden. Kanada wird als größter Produzent von Nickel, Zink, Uran, Kadmium und Schwefel genannt. Rohstoffreich sind überwiegend Entwicklungs- und Schwellenländer; unter den Industriestaaten verfügen laut Artikel lediglich Kanada und die USA über umfangreiche Rohstoffvorkommen.