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Robin Beck
Robin Beck (* 7. November 1954 in Brooklyn, New York City) ist eine US-amerikanische Rock-Sängerin, deren Musik fast ausschließlich dem AOR-Bereich …
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Profil und musikalische Einordnung
Robin Beck (* 7. November 1954 in Brooklyn, New York City) ist eine US-amerikanische Rock-Sängerin. Ihre Musik wird fast ausschließlich dem AOR-Bereich zugeordnet, also melodischem, radiotauglichem Rock. Sie ist mit James Christian, dem Leadsänger der Band House of Lords, verheiratet.
Anfänge als Sängerin
Beck zog in jungen Jahren nach Daytona Beach in Florida und wurde dort vom lokalen Musiker Alex London entdeckt, der sie an Johnny Conklin vermittelte. Sie sang in verschiedenen regionalen Bands und schulte ihre Stimme an Standards des Great American Songbook.
Nach einem Auftritt in einem Club in Detroit erhielt sie ihren ersten Plattenvertrag. Die Single Still in Love blieb erfolglos. 1979 erschien bei Mercury Records ihr erstes Album Sweet Talk im damals populären Disco-Stil; der Titelsong war ein erster Achtungserfolg. Als Backgroundsänger wurden unter anderem Luther Vandross und Irene Cara eingesetzt.
Anschließend arbeitete Beck häufig als Backgroundsängerin, etwa bei Produktionen von Humble Pie, Melissa Manchester und Leo Sayer; auch David Bowie und Chaka Khan engagierten sie. Besonders hob sie ihre Mitarbeit auf Patti Austins Album Love Is Gonna Getcha (1990) hervor.
Durchbruch mit First Time
1988 sang Beck First Time zunächst für einen Coca-Cola-Werbespot. Wegen der großen Popularität wurde der Titel am 14. Oktober 1988 als Single veröffentlicht und erreichte Platz 1 in Deutschland, Österreich, der Schweiz und im Vereinigten Königreich. Die Single blieb in Deutschland 23 Wochen in den Charts und erhielt Platin, in der Schweiz 21 Wochen und Gold sowie im Vereinigten Königreich 14 Wochen und Silber.
1989 folgte das weltweit veröffentlichte zweite Album Trouble or Nothin’, produziert von Desmond Child und Gavin Spencer. Es erreichte Platz 18 in Deutschland und Platz 16 in der Schweiz. Save Up All Your Tears wurde in Deutschland Platz 10 und in der Schweiz Platz 5; Tears in the Rain erreichte Platz 22 in Deutschland und Platz 21 in der Schweiz. In den USA und im Vereinigten Königreich hatten diese späteren Singles keinen Erfolg; Beck blieb in den USA unbekannt und galt in Großbritannien als One-Hit-Wonder.
Mehrere Lieder des Albums wurden auch von anderen Künstlerinnen und Künstlern aufgenommen. Save Up All Your Tears war zuvor von Bonnie Tyler eingespielt worden und wurde später von Cher veröffentlicht. Tears in the Rain wurde später in Deutschland und der Schweiz in einer Version von Jennifer Rush ein Hit. Als Gründe für die vielen Überschneidungen nennt der Artikel die erfolgreichen Songwriter Desmond Child und Diane Warren, die mehrere der beteiligten Interpreten mit Liedern belieferten.
Weitere Karriere, Comeback und spätere Veröffentlichungen
An den Erfolg von First Time konnte Beck nicht dauerhaft anknüpfen. Das dritte Album Human Instinct erschien 1992; daraus erreichte In My Heart to Stay Platz 55 der deutschen Singlecharts. 1994 folgte Can’t Get Off. Die Single Close to You, deren deutschsprachige Werbefassung zuvor bei McDonald’s verwendet worden war, kam in Deutschland auf Platz 79.
Nach einer ruhigeren Phase veröffentlichte Beck unter anderem 2004 Wonderland, 2005 Do You Miss Me und 2007 Livin’ on a Dream. 2009 erschien Trouble or Nothin’ – 20th Anniversary Edition als vollständige Neuproduktion: mit neu eingespielten Originalsongs, neuen Vocals und neuer Musik sowie vier neuen Kompositionen. The Great Escape (Februar 2011) enthält 11 Songs, darunter Duette mit Joe Lynn Turner und James Christian; Christian produzierte das Album. Weitere Alben sind Underneath (2013), Love is Coming (2017) und Living Proof (2026).
Ein kleineres Chart-Comeback gelang durch Neuaufnahmen von First Time: Unique feat. Robin Beck erreichte 2003 Platz 61 in der Schweiz. Sunblock feat. Robin Beck kam 2006 im Vereinigten Königreich auf Platz 9 und war außerdem in Finnland in den Top 10.
Für First Time sind Verkäufe von 500.000 Einheiten in Deutschland (Platin), 200.000 in Frankreich (Silber), 25.000 in der Schweiz (Gold) und 250.000 im Vereinigten Königreich (Silber) angegeben. Insgesamt werden 2× Silber, Gold und Platin aufgeführt. Beck erhielt außerdem 1990 einen RSH-Gold-Preis.