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Religionswissenschaftlicher Medien- und Informationsdienst

Der Religionswissenschaftliche Medien- und Informationsdienst e. V. (Abkürzung REMID) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Marburg, der es sich zum …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Aufgabe und Bedeutung
  2. 2. Entstehung und Selbstverständnis
  3. 3. Angebote und Projekte
  4. 4. Themen der Veröffentlichungen

Aufgabe und Bedeutung

Der Religionswissenschaftliche Medien- und Informationsdienst e. V. (REMID) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Marburg. Er erarbeitet, sammelt und veröffentlicht Statistiken und Informationen zu Religion. Im Mittelpunkt steht die zahlenmäßige Erfassung der Religionszugehörigkeiten in Deutschland.

REMID möchte außerdem religionswissenschaftliche Kenntnisse vermitteln und damit Toleranz, Religionsfreiheit sowie ein friedliches Zusammenleben verschiedener Religionen in einer pluralistischen Gesellschaft fördern. Laut Satzung strebt der Verein einen Standpunkt an, der von religiösen Anschauungen und Überzeugungen unabhängig ist.

Entstehung und Selbstverständnis

REMID wurde im März 1989 von sieben Mitgliedern gegründet. Nach eigener Aussage will der Verein wissenschaftlich gewonnene Informationen öffentlich zugänglich machen. Menschen sollen dadurch die Vielfalt religiöser Überzeugungen wahrnehmen und angemessen mit ihr umgehen können. Dieses Ziel schließt nach dem Selbstverständnis des Vereins auch eine gesellschaftliche Positionierung ein.

Angebote und Projekte

Der Verein vertreibt Informationsmaterialien und Dokumentationen und veröffentlicht eine eigene Schriftenreihe. Darüber hinaus organisiert oder unterstützt er öffentliche Veranstaltungen und Projekte zu Religion.

2003 gründete REMID gemeinsam mit den Integrationsbeauftragten der Bundesregierung das Netzwerk Migration und Religion. Öffentlich gefördert wurden unter anderem die „Lernwerkstatt Weltreligionen“, die bis 2007 bestehende Informationsplattform Religion, eine Tagung zu Religionen in der Schule im Jahr 2006 und die Ausstellung „Gesichter des Islam“ von 2008.

In Marburg unterhält REMID ein Archiv mit Dokumentationsstelle. Dort ist sogenannte „graue Literatur“ zugänglich, also Veröffentlichungen religiöser Gruppen, die nicht über den üblichen Buchhandel oder Verlag vertrieben werden. Gemeinsam mit der Religionskundlichen Sammlung Marburg veranstaltet der Verein seit 2006 die Vortragsreihe „Religion am Mittwoch“. Seit 2011 betreibt REMID außerdem ein Blog mit regelmäßigen Artikeln und Interviews mit Wissenschaftlern.

Themen der Veröffentlichungen

Die aufgeführten Publikationen behandeln unterschiedliche Religionen und gesellschaftliche Fragen. Dazu gehören afrikanische Religionen und ihre Anerkennung in Deutschland, das Krishnabewusstsein beziehungsweise die Hare-Krishna-Bewegung, die Entstehung und Sozialgeschichte des Christentums sowie die religiöse Vielfalt im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Weitere Werke befassen sich mit Religion, Migration und Integration, dem Verhältnis von Religionen und Recht, dem kritischen wissenschaftlichen Umgang mit Religionen sowie Festen und Feiertagen religiöser Gemeinschaften in Deutschland. Die genannten Veröffentlichungen erschienen zwischen 1995 und 2011; mehrere davon wurden im Auftrag von REMID herausgegeben.

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