Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Novalis (Band)
Novalis war eine deutsche Rockband aus den 1970er Jahren. Zu ihren bekanntesten Werken zählen die Titel Sommerabend und Wer Schmetterlinge lachen hört.
Inhalt4 Abschnitte
Überblick
Novalis war eine deutsche Rockband aus Hamburg. Sie wurde 1971 zunächst unter dem Namen Mosaik gegründet, 1973 in Novalis umbenannt und 1985 aufgelöst. Musikalisch wird sie dem Progressive Rock und Krautrock zugeordnet. Zu ihren bekanntesten Titeln gehören „Sommerabend“ und „Wer Schmetterlinge lachen hört“.
Zu den prägenden Mitgliedern gehörten Lutz Rahn an der Orgel und Hartwig Biereichel am Schlagzeug. In der letzten Besetzung sang Ernst Herzner; Hinrich Schneider spielte Bass, Detlef Job Gitarre.
Entwicklung und musikalische Ausrichtung
Sänger Jürgen Wenzel und Bassist Heino Schünzel suchten 1971 per Anzeige im Hamburger Abendblatt Mitspieler. Daraufhin kamen Lutz Rahn und Hartwig Biereichel hinzu. Der befreundete Musiker Carlo Karges schlug den Namen Novalis vor. Nach dem Debütalbum von 1973 stieß Gitarrist Detlef Job zur Band, während Wenzel die Gruppe verließ. Schünzel und Job übernahmen zunächst den Gesang. Karges wirkte beim zweiten Album als Gitarrist, Keyboarder und Komponist mit, verließ Novalis aber 1975. 1976 wurde der österreichische Sänger Fred Mühlböck Mitglied.
Das erste Album enthielt noch englische Texte. Auf Vorschlag des Produzenten Achim Reichel wechselte Novalis 1975 zu deutschen Texten. Die Band nutzte eigene Lyrik, vertonte aber auch Gedichte ihres Namensgebers Novalis, darunter „Wunderschätze“ und „Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren …“.
Erfolge und Konzeptalbum
Mit den Alben „Sommerabend“, „Brandung“ und „Vielleicht bist du ein Clown?“ erzielte Novalis die größten Erfolge und erlangte internationale Bedeutung. Wichtig war dabei die eindringliche Stimme von Fred Mühlböck. Lutz Rahn veröffentlichte 1978 außerdem das Soloalbum „Solo-Trip“.
1979 erschien „Flossenengel“, ein Konzeptalbum zum Thema Walfang. Ein Konzeptalbum ist ein Album, dessen Stücke inhaltlich durch ein gemeinsames Thema verbunden sind. Mit „Flossenengel“ unterstützte Novalis den World Wildlife Fund. Der Text schildert den Fang eines Wales, seine Einlieferung in einen Zoo, die Reue des Fängers und schließlich die Befreiung des Tieres.
Auflösung und Veröffentlichungen
Anfang der 1980er Jahre suchte die Band nach einer neuen Richtung, weil ihr typischer Stil überholt zu sein schien. Nach mehreren Umbesetzungen löste sich Novalis allmählich auf. 1985 verabschiedete sich die Gruppe mit dem Album „Nach uns die Flut“; auf der Tournee dieses Jahres spielte Gitarrist Günther Brackmann als Gastmusiker mit. 1993 veröffentlichten Rahn und Biereichel einen Sampler mit älteren Live-Aufnahmen.
Die Studio- und Live-Diskografie umfasst unter anderem „Banished Bridge“ (1973), „Novalis“ (1975), „Sommerabend“ (1976), „Konzerte“ (Live, 1977), „Brandung“ (1977), „Vielleicht bist du ein Clown?“ (1978), „Flossenengel“ (1979), „Visionen“ (1980), „Augenblicke“ (1981), „Neumond“ (1982), „Sterntaucher“ (1983), „Bumerang“ (1984), „Nach uns die Flut“ (1985), „Novalis lebt!“ (Live, 1993), „Letztes Konzert 1984“ (Live, 2009) und das Box-Set „Schmetterlinge“ (2017).