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National September 11 Memorial and Museum

Die vom Architekten Michael Arad entworfene Gedenkstätte auf dem Gelände des zerstörten World Trade Centers erinnert an die 2977 Todesopfer der Terroranschläge …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung und Bestandteile
  2. 2. Gedenkstätte und Museum
  3. 3. The Sphere und Ergänzungen
  4. 4. Entwurf, Bau und Trägerschaft
  5. 5. Weitere Gedenkstätten

Bedeutung und Bestandteile

Das National September 11 Memorial and Museum ist die zentrale Gedenkstätte mit Museum am neuen World Trade Center in New York City. Es erinnert an die 2977 Todesopfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 sowie an die sechs Opfer des Bombenanschlags auf das World Trade Center von 1993. Damit sind insgesamt 2983 Namen an der Gedenkstätte verzeichnet.

Der Hauptentwurf stammt von Michael Arad; Peter Walker gestaltete als Landschaftsarchitekt die Grünflächen, Max Bond wirkte als Landschaftsplaner mit. Die Bauzeit wird mit 2006–2014 angegeben. Das unterirdische Museum besitzt 40.000 Bilder, 14.000 Artefakte, 3.500 Audio-Aufnahmen und mehr als 500 Stunden aufgezeichnetes Videomaterial.

Gedenkstätte und Museum

Die nur zu Fuß zugängliche Anlage besteht aus drei Ebenen: Plaza Level, Memorial Hall Level und Bedrock Level. Auf dem ebenerdigen Plaza Level liegt der Memorial Park. Baumgruppen, Lichtungen, Gesträuch und Moosbeete bilden einen Stadtgarten für 5000 Menschen, der als symbolische Bekräftigung des Lebens gedacht ist.

Kern der Anlage ist Michael Arads Mahnmal Reflecting Absence („Spiegelung des Nichtvorhandenseins“). Zwei große rechteckige Hohlräume markieren die Fundamente der zerstörten Zwillingstürme. Besucher blicken auf die jeweils neun Meter tiefer gelegenen Wasserbassins in ihrer Mitte, welche die herabfallenden Wasserkaskaden auffangen. In die äußeren, hüfthohen Steinwände der Pools sind die 2983 Namen eingraviert; ein Namensverzeichnis dient Angehörigen zur Orientierung. Vom Becken trennt die Besucher nur ein Wasservorhang.

Zwei 200 Meter lange, abfallende Rampen führen zur Memorial Hall. Dort verbinden Grotten, Gänge und Tunnel zwei wassergefüllte Bassins. Rückzugsräume ermöglichen Reflexion und Rast. Außerdem werden geborgene Gegenstände aus dem Schutt des World Trade Centers gezeigt, was insbesondere den Familien der Hinterbliebenen wichtig war. In einem Mausoleum werden nicht identifizierte sterbliche Überreste aufgebahrt; für Familien gibt es Räume für Andacht und Trauer.

Vom Memorial Center führt der Weg 23 Meter unter die Oberfläche zum Bedrock, dem Urgestein am früheren Fundament der Zwillingstürme. Dabei passiert man die Flutmauer der Twin Towers, die als letzter verbliebener Rest der Wolkenkratzer bezeichnet wird.

The Sphere und Ergänzungen

Auf der anderen Seite der Liberty Street liegt der Liberty Park als Teil des 9/11 Memorial. Dort wurde im September 2017 die nahezu unrestaurierte Große Kugelkaryatide N.Y. von Fritz Koenig aufgestellt. Die in den USA meist The Sphere genannte Skulptur stand von 1971 bis zum 11. September 2001 zwischen den Zwillingstürmen. Die mehr als 20 Tonnen schwere und fast acht Meter hohe Bronzeskulptur, die als weltgrößte Bronzeskulptur der Neuzeit bezeichnet wird, wurde beschädigt, aber weitgehend intakt aus den Trümmern geborgen. Als einziges erhaltenes Kunstwerk wandelte sie sich vom Kunstwerk zu einem symbolischen Mahnmal des 9/11-Gedenkens.

Von 2002 bis 2017 stand sie vorläufig im Battery Park. Nach Initiativen von Hinterbliebenen veranlasste die Port Authority of New York and New Jersey ihre Rückkehr in die Nähe des ursprünglichen Standorts; im August 2017 wurde sie im Liberty Park neu eingeweiht. Direkt daneben wurde am 4. Juli 2022 die von Santiago Calatrava entworfene St. Nicholas Greek Orthodox Church and National Shrine eingeweiht. Das wiedererrichtete Gotteshaus mit nationalem Schrein kostete 85 Millionen Dollar.

Entwurf, Bau und Trägerschaft

Das Grundkonzept folgt dem Rahmenplan Daniel Libeskinds für die Neugestaltung des World-Trade-Center-Geländes. Die Lower Manhattan Development Corporation schrieb im Frühjahr 2003 einen internationalen Wettbewerb aus. 5201 Einzelteilnehmer oder Teams reichten Entwürfe ein. Am 19. November 2003 bestimmte eine 13-köpfige Jury acht Finalisten; am 6. Januar 2004 gewann Michael Arads Entwurf Reflecting Absence.

Die Bauvorbereitung begann am 13. März 2006 um 8:00 Uhr Ortszeit. Angehörige und andere Interessierte protestierten damals gegen Teile der Planung; die Stiftung betonte zugleich die Einbeziehung von Angehörigen. Im Mai 2006 wurde eine Kostensteigerung auf insgesamt über eine Milliarde US-Dollar bekannt. 2010 waren der Stahlrahmen der beiden Becken fertig, die ersten Bäume wurden gepflanzt und die Wasseranlage im nördlichen Pool getestet. Am 11. September 2011 konnten Hinterbliebene und Angehörige das Mahnmal erstmals unter Ausschluss der Öffentlichkeit besichtigen; am 12. September wurde es öffentlich zugänglich. Das Museum wurde am 15. Mai 2014 unter Anwesenheit von Präsident Barack Obama eingeweiht und ab 21. Mai täglich für die Öffentlichkeit geöffnet. Der Liberty Park eröffnete am 29. Juni 2016.

Auftraggeber des Baus waren die World Trade Center Memorial Foundation und die Port Authority of New York and New Jersey. Die National September 11 Memorial & Museum at the World Trade Center, bis 2007 World Trade Center Memorial Foundation, ist eine Non-Profit-Organisation. Sie sammelte bis Mai 2006 Spenden für das Memorial und setzte den Aufruf danach bis zur Klärung der weiteren Bauaktivitäten aus.

Weitere Gedenkstätten

Weitere Gedenkstätten in den USA sind unter anderem das Flight 93 National Memorial bei Shanksville in Pennsylvania, das Pentagon Memorial in Arlington, das am 11. September 2008 eingeweiht wurde, das Staten Island September 11 Memorial und die jährlich am 11. September stattfindende Lichtinstallation Tribute in Light in New York. Genannt werden außerdem Erinnerungsorte in Boston, Phoenix, Bayonne, East Meadow, Valhalla, im Liberty State Park und in Yardley.

Außerhalb der USA nennt der Artikel die 9/11 Living Memorial Plaza in Jerusalem als erste Gedenkstätte außerhalb der Vereinigten Staaten; sie wurde am 12. November 2009 eingeweiht. In Berlin erinnert ein Granitstein im Innenhof der US-Botschaft an die elf getöteten deutschen Opfer und alle übrigen Getöteten. In Oberviechtach besteht das 9-11 WTC Memorial aus dem „Artefakt # H-0031a“ und zwei Gedenktürmen; es wurde am 8. Oktober 2011 eingeweiht.

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