Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Maßstabsebene
Maßstabsebene bezeichnet eine Festlegung für die Betrachtung eines Ausschnittes der Erdoberfläche nach einer relativen Raumgröße. Begriffe wie „lokal“ …
Inhalt3 Abschnitte
Bedeutung und Zweck
Eine Maßstabsebene legt fest, in welcher relativen Raumgröße ein Ausschnitt der Erdoberfläche betrachtet wird. Bezeichnungen wie „lokal“, „zonal“ oder „global“ erleichtern räumliche Vergleiche und die Kommunikation in verschiedenen Bereichen der Geographie, besonders in der politischen Geographie und in der Ökologie.
Die Abgrenzungen sind meist unscharf und hängen davon ab, welche Ebenen miteinander verglichen werden. Eine Einordnung nach Flächengrößen ist daher vor allem sinnvoll, wenn mehrere Maßstabsebenen nebeneinandergestellt werden.
Häufige Maßstabsebenen
Häufig verwendete Begriffe lassen sich folgendermaßen gliedern:
- global: die gesamte Erde betreffend
- geozonal: Räume, die gürtelförmig zwischen den Polen um die Erde angeordnet sind
- regional: auf großräumige Bereiche der Erdoberfläche bezogen
- national: innerhalb der Grenzen bestimmter Staaten
- lokal: auf kleinräumige Bereiche der Erdoberfläche bezogen
Flächengrößen und europäische Regionen
Für die absoluten Flächengrößen der Maßstabsebenen gibt es keine festen Regeln. Eine lokale Ebene kann je nach Autor und Kontext nur wenige Quadratmeter oder mehrere hundert Quadratkilometer umfassen.
Für europäische Regionen schlägt Werner Bätzing von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg drei Ebenen vor:
- Mikroregion: größer als Gemeinden, aber meist kleiner als österreichische oder deutsche Bundesländer
- Mesoregion: ungefähr so groß wie diese Bundesländer bis hin zu kleinen europäischen Staaten
- Makroregion: große Teilräume Europas, beispielsweise eine Gliederung Europas in zehn Teilräume
Bätzing fordert allgemein, die jeweils verwendeten Begriffe klar zu definieren.