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Léa Salamé

Léa Salamé, geboren als Hala Léa Salamé (* 27. Oktober 1979 in Beirut), ist eine libanesisch-französische Hörfunk- und Fernsehjournalistin.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Person und Ausbildung
  2. 2. Journalistische Laufbahn
  3. 3. Talkshows und aktuelle Aufgaben
  4. 4. Familie und politische Nähe

Person und Ausbildung

Léa Salamé, geboren als Hala Léa Salamé am 27. Oktober 1979 in Beirut, ist eine libanesisch-französische Hörfunk- und Fernsehjournalistin. Sie verließ den Libanon im Alter von fünf Jahren und wuchs in Paris auf. Sie studierte Jura am Institut d’études politiques de Paris (Sciences Po) und verbrachte ein Jahr an der New York University. Während dieses Aufenthalts wurde sie 2001 bei den Terroranschlägen auf das World Trade Center verletzt. 2002 schloss sie ihr Studium an Sciences Po in der Fachrichtung Journalistik ab.

Journalistische Laufbahn

Salamés journalistische Karriere begann 2004 mit politischer Berichterstattung beim öffentlich-rechtlichen Spartensender La Chaîne parlementaire. Ab 2007 moderierte sie verschiedene regelmäßige Sendungen des Nachrichtensenders France 24, darunter Paris direct.

Ab 2014 wirkte sie mehrere Jahre bei France 2 als „Chronistin“ in der spätabendlichen Talkshow On n’est pas couché von Laurent Ruquier mit. Chronisten unterstützen dort den meist freundlich auftretenden Hauptmoderator mit teils amüsanten, teils sehr kritischen Fragen an die Gäste und beschleunigen das Gespräch durch gelegentliche Einwürfe.

Von 2014 bis 2023 führte Salamé auf France Inter, dem Hauptprogramm des öffentlich-rechtlichen französischen Hörfunks, werktags um 7 Uhr 50 ein politisches Interview. Sie gilt besonders wegen ihrer Arbeit in Nachrichten, politischen Talkshows und Wahlberichterstattung als eine der bekanntesten Moderatorinnen und Journalistinnen Frankreichs, moderiert gelegentlich aber auch Unterhaltungsgalas.

Talkshows und aktuelle Aufgaben

Nachdem Laurent Ruquier France 2 verlassen hatte, moderierte Salamé 2021 ein Jahr lang samstags gemeinsam mit ihm die Talkshow On est en direct. Seit 2022 präsentiert sie auf France 2 die wöchentliche Samstagabend-Talkshow Quelle époque!. Die abendfüllende Sendung verbindet kulturelle, humoristische und politische Themen und wird einige Tage später auch über den internationalen frankophonen Fernsehsender TV5 Monde verbreitet. Neben Künstlern, Sportlern und anderen bekannten Persönlichkeiten ist in jeder Sendung ein hochrangiger französischer Politiker zu Gast, der in einem ausführlichen und lebhaft geführten Interview Rede und Antwort steht.

Salamés Gesprächsführung bewegt sich zwischen freundlich werbender Präsentation und angriffslustigem Nachfragen. Bekannt wurde etwa ihr Interview mit dem französischen Staatspräsidenten François Hollande in Dialogues citoyens im April 2016. Als Hollande eine Bemerkung zur Migrationspolitik machte, entgegnete sie: „C’est une plaisanterie ?“ („Ist das ein Scherz?“). Hollandes Umfeld empfand die Frage als beleidigend.

Im Juni 2025 wurde bekannt, dass Salamé ab September 2025 die Hauptnachrichtensendung 20 heures von France 2 präsentieren sollte. Damit wurde sie zur Nachfolgerin von Anne-Sophie Lapix. Im August 2026 wurde bekannt, dass sie diese Aufgabe vorübergehend aufgeben werde, nachdem ihr Partner Raphaël Glucksmann seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2027 angekündigt hatte.

Familie und politische Nähe

Léa Salamé ist die Tochter des libanesischen Politikwissenschaftlers, Kulturpolitikers und früheren libanesischen Ministers Ghassan Salamé. Sie gehört der Melkitischen Griechisch-katholischen Kirche an.

Seit 2015 lebt sie mit dem Journalisten und Politiker Raphaël Glucksmann zusammen. Das Paar hat einen 2017 geborenen Sohn. Während Glucksmanns Wahlkampfs um einen Sitz als Abgeordneter im Europäischen Parlament im Jahr 2019 unterbrach Salamé ihre Tätigkeit als politische Interviewerin auf France Inter.

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