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Krabat (1977)

Der Film basiert auf dem Roman Krabat von Otfried Preußler und der alten sorbischen Volkssage vom guten Zauberer Krabat. ... Es handelte sich um die erste …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Krabats Zeit in der Zaubermühle
  3. 3. Herstellung, Veröffentlichung und deutsche Stimmen
  4. 4. Kritische Einschätzung

Überblick

„Krabat“ ist ein 1977 erschienener Flachfiguren-Animationsfilm von Karel Zeman. Der tschechische Originaltitel lautet „Čarodějův učeň“. Der Film entstand in der ČSSR und der BR Deutschland, ist 80 Minuten lang, seine Originalsprache ist Tschechisch und er ist ab FSK 6 freigegeben.

Er beruht auf Otfried Preußlers Roman „Krabat“ und auf der alten sorbischen Volkssage vom guten Zauberer Krabat. Im Mittelpunkt steht ein junger Landstreicher, der in einer Zaubermühle Magie lernt, sich aber gegen deren grausamen Meister wehrt. Eine zentrale Aussage ist, dass Liebe stärker als schwarzer Zauber sein kann.

Krabats Zeit in der Zaubermühle

Krabat zieht durch die Lausitz und sucht im Winter mit zwei Bettlern Schutz in einer Scheune. Ein Rabe führt ihn zur Mühle am schwarzen Wasser und verspricht ihm ein besseres Leben. Dort wird Krabat Lehrjunge des Meisters. Es gibt elf weitere Lehrlinge; der älteste heißt Tonda. Krabat muss hart arbeiten und kann nach einem Fluchtversuch nicht entkommen, sondern gelangt wieder zur Mühle.

Nach seiner Probezeit wird er Schüler des Meisters. Aus dem Zauberbuch Koraktor lernen die Lehrlinge Zaubersprüche und Verwandlungen, besonders in Raben. Sie nutzen ihre Magie auch, um Menschen um Geld zu betrügen, das sie dem Meister abgeben müssen. Zu Ostern begegnet Krabat einer Kantorka, einer „Vorsängerin“, und verliebt sich in sie. Der Meister verhindert jedoch, dass Krabat sich von ihm löst.

Zu Weihnachten muss Tonda, nachdem er ausgelernt hat, in einem Zauberduell gegen den Meister antreten: Es könne nur einen Meister geben. Der Meister gewinnt durch einen Trick, Tonda stirbt. Das Mühlrad steht still, bis es wieder zwölf Lehrlinge gibt; der Bettler Witko kommt als neuer jüngster Lehrling. Krabat und Witko werden Freunde.

Krabat erkennt außerdem, dass Juro nur so tut, als sei er dumm. Beide schleichen nachts als Mäuse in die schwarze Kammer und lesen heimlich im Koraktor, um dem Meister überlegen zu werden. Als Weihnachten erneut ein ältester Lehrling im Duell gegen den Meister verliert und stirbt, widersetzt sich Krabat offen. Er liest im Koraktor, dass Liebe stärker als jeder Zauber sei, versteht dies zunächst aber nicht.

Der Meister schickt Krabat zum Heer des Kaisers gegen die Türken. Dort verwundet Krabat einen anderen Zauberer schwer, der sich als Juro herausstellt. Der Meister hatte beide gegeneinander aufgebracht, damit sie sich töten. Krabat kann den Meister nicht besiegen. Juro ruft jedoch die Kantorka. Sie soll mit verbundenen Augen ihren Geliebten unter den Lehrlingen erkennen. Als ihr dies gelingt, stirbt der Meister, die Mühle brennt ab und der Zauber endet.

Herstellung, Veröffentlichung und deutsche Stimmen

Produziert wurde der Film 1977 von Krátký-Film und Studio Gottwaldov. Karel Zeman führte Regie und schrieb das Drehbuch. Die Musik komponierte Frantíšek Belfin. Beteiligt waren außerdem Südfunk Stuttgart, Bavaria Film GmbH und Československý Filmexport.

Der Film wurde unter anderem ins Japanische, Französische, Finnische und Ungarische übersetzt. Die ARD zeigte ihn in der BRD am 24. März 1978. In der DDR kam er am 7. September 1979 als „Krabat – Der Lehrling des Zauberers“ ins Kino. Im April 2000 erschien er auf Video, im Januar 2011 auf DVD.

In der ostdeutschen Synchronisation sprach Joachim Siebenschuh Krabat und Horst Kempe den Meister. In der westdeutschen Synchronisation sprach Christian Brückner Krabat, Friedrich Schütter den Meister und Irina Wanka die Kantorka.

Kritische Einschätzung

Josef Schnelle bezeichnete die Handlung 1979 im „film-dienst“ als kompliziert angelegt und hielt die düstere Darstellung für kleinere Kinder für ungeeignet. Er bewertete die Umsetzung stellenweise als „virtuos“, besonders die Verwandlungsszenen. Außerdem hob er hervor, dass der Film keine „hektische Action-Dramaturgie“ nutze. Die abstrakte Moral am Schluss sei, dass Liebe dem schwarzen Zauber überlegen ist.

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