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Die schwarze Mühle (Roman)
1971 erschien Krabat von Otfried Preußler, welches gerne mit Jurij Brězans Werk verglichen wird. 1976 schrieb Jurij Brězan den Roman Krabat oder Die …
Inhalt3 Abschnitte
Werk und zentrale Idee
Die schwarze Mühle, auf Obersorbisch Čorny młyn, ist ein 1968 erschienenes Jugendbuch des sorbischen Schriftstellers Jurij Brězan. Der Roman bearbeitet die sorbische Volkssage vom guten Zauberer Krabat, deutet sie jedoch neu: Krabat erscheint vor allem als Sucher des Wissens.
Brězan verband die Geschichte mit der Idee, dass Wissen Macht verleiht und Macht zur Freiheit führen kann. Dies fasste er in dem Satz zusammen: „Wissen ist Macht und Macht macht frei.“ Das Streben nach Wissen ist damit der zentrale Antrieb der Hauptfigur und steht in engem Zusammenhang mit ihrem Versuch, sich aus der Herrschaft des Müllers zu befreien.
Das Buch erschien 1968 im Verlag Neues Leben Berlin. 1971 erschien Otfried Preußlers ebenfalls auf der Krabat-Sage beruhender Roman Krabat, der häufig mit Brězans Werk verglichen wird. Brězan griff den Stoff später erneut auf: 1976 schrieb er Krabat oder Die Verwandlung der Welt und 1993 Krabat oder Die Bewahrung der Welt. Beide Werke beziehen sich ebenfalls auf die Sage und wurden auch als Bühnenwerke umgesetzt.
Handlung und Befreiung aus dem Bann
Der Waisenjunge Krabat hört von einer Truhe mit sieben Schlössern, die von einem Wolf bewacht wird. In der Truhe soll sich Wissen befinden. Auf der Suche danach irrt Krabat durch den Wald und begegnet einem Müller. Dieser bietet ihm an, sein Lehrjunge zu werden. Zunächst lehnt Krabat ab. Als der Müller jedoch erklärt, dass er die Truhe mit den sieben Schlössern und die dazugehörigen Schlüssel besitzt, nimmt Krabat das Angebot an.
Der Müller verspricht, in jedem Lehrjahr ein Schloss zu öffnen und Krabat dafür ein Buch des Wissens zu überreichen. Krabat erklärt sich bereit, sieben Jahre lang Müllerbursche zu sein, wenn er dadurch Wissen erlangt.
Der Müller bringt ihn zur Schwarzen Mühle. Dort leben zwölf Müllerburschen. Krabat soll einen von ihnen auswählen, der gehen muss, damit für ihn Platz ist. Krabat trifft seine Wahl; der ausgewählte Müllerbursche wird daraufhin in einen Keiler verwandelt.
Allmählich erkennt Krabat, dass die Mühle in Wirklichkeit eine Schule für Magie ist und dass er zum Schüler eines Zauberers geworden ist. Während seiner Lehre erfährt er, dass der Müller mehrere Gesellen in Schweine verwandelt oder getötet hat. Krabat freundet sich mit Markus an. Ihre Freundschaft wird so eng, dass sie sich als Brüder betrachten. Gemeinsam suchen sie nach einer Möglichkeit, dem Bann des Müllers zu entkommen.
Sie entdecken, dass Mütter zur Mühle kommen müssen, um ihre Söhne freizubitten. Der Müller verwandelt dann jedoch alle Burschen in Raben. Die Mütter müssen ihre Söhne in dieser Gestalt erkennen. Krabat gelingt es als Rabe, zu Markus’ Mutter zu gelangen und ihr von der Mühle und der bevorstehenden Probe zu berichten. Beide vereinbaren ein Erkennungszeichen.
Die Mutter kommt zur Mühle und bittet den Müller um die Freilassung von Krabat und Markus. Der Meister verwandelt alle Burschen in Raben. Markus’ Mutter erkennt Krabat und Markus am vereinbarten Zeichen. Daraufhin lässt der Meister beide frei, schwört ihnen jedoch Rache.
Verfilmung
1975 wurde Jurij Brězans Buch für das DDR-Fernsehen verfilmt. Regie führte Celino Bleiweiß. Klaus Brasch spielte Krabat, Leon Niemczyk den Müller und Wolfgang Penz Markus.