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Konstitutionelle Monarchie in Frankreich (1791–1792)
Das Königreich Frankreich als eine konstitutionelle Monarchie bestand von 1791 bis 1792 während der Französischen Revolution.
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Staatsform und Bedeutung
Das Königreich Frankreich bestand während der Französischen Revolution vom 3. September 1791 bis zum 21. September 1792 als konstitutionelle Monarchie. In dieser Staatsform war die Herrschaft des Königs durch eine Verfassung begrenzt. Grundlage war die Französische Verfassung von 1791, welche die bisherige absolute Monarchie in eine konstitutionelle Monarchie umwandelte.
Hauptstadt und politisches Zentrum war Paris, Amtssprache war Französisch. König Ludwig XVI. war zugleich Staatsoberhaupt und Regierungschef. Die Währung war der Assignat. Der Wahlspruch lautete „La nation, la loi, le roi“ („Die Nation, das Gesetz, der König“).
Einführung der Verfassung
Die Verfassunggebende Nationalversammlung, auch Konstituante genannt, erarbeitete die Verfassung vom 3. September 1791. Ludwig XVI. legte einen Eid auf sie ab. Als sichtbares Zeichen der neuen Ordnung führte er nun den Titel „König der Franzosen“ statt der bisherigen, auf das Land bezogenen Königstitulatur. Damit sollte seine Stellung innerhalb der verfassungsmäßigen Ordnung und seine Beziehung zur Nation ausgedrückt werden.
Krieg und politische Zuspitzung
Am 20. April 1792 beantragte Ludwig XVI. in der Nationalversammlung, dem „König von Böhmen und Ungarn“ den Krieg zu erklären. Die Abgeordneten nahmen die Kriegserklärung mit überwältigender Mehrheit an; nur sieben stimmten dagegen. Der folgende Erste Koalitionskrieg verlief für Frankreich zunächst ernüchternd. Preußen erklärte Frankreich sofort ebenfalls den Krieg.
Französische Offiziere und Mannschaften leisteten den österreichischen und preußischen Truppen nur wenig Widerstand. Deshalb entstand rasch der Verdacht des Verrats. In den Pariser Sektionen begann eine Mobilisierung, durch die sich die Lage in der Hauptstadt weiter zuspitzte.
Zusätzlich wurde in Paris das Manifest des Herzogs von Braunschweig bekannt. Der Herzog war Oberbefehlshaber der preußischen und österreichischen Truppen. Das Manifest zielte darauf, die königliche Familie zu befreien und Ludwig XVI. wieder in seine angestammten Rechte einzusetzen.
Sturz der Monarchie und Republik
Das Königtum endete faktisch am 10. August 1792. Nach dem Sturm auf die Tuilerien stellten sich Ludwig XVI. und seine Familie unter den Schutz der Gesetzgebenden Nationalversammlung. Am 13. August wurden sie verhaftet und im Temple eingekerkert.
Der neu gewählte Nationalkonvent, französisch „convention nationale“, rief am 21. September 1792 die Erste Französische Republik aus. Damit war die konstitutionelle Monarchie auch offiziell beendet. Ludwig XVI. wurde am 21. Januar 1793 hingerichtet.