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Klaas Gerling

Klaas Gerling (* 3. Januar 1981 in Köln) ist ein deutscher House-DJ und Musikproduzent, der durch die Produktion des 2008 erschienenen Remix des Liedes …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Profil und Bedeutung
  2. 2. Karriere und musikalische Entwicklung
  3. 3. Chartplatzierungen und Auszeichnung
  4. 4. Ausgewählte eigene Singles
  5. 5. Remixe und wiederkehrende Zusammenarbeit

Profil und Bedeutung

Klaas Gerling (* 3. Januar 1981 in Köln) ist ein deutscher House-DJ und Musikproduzent. Bekannt wurde er besonders durch seinen 2008 erschienenen Remix von „Infinity“ von Guru Josh. Seine Arbeit umfasst eigene Singles, gemeinsame Produktionen und Remixe für andere Künstler. Im Verlauf seiner Karriere entwickelte er seinen Stil vom House über Electro-House und Big-Room bis zu einem kommerzielleren, vom Future House geprägten Sound.

Gerling spielte zunächst Schlagzeug in verschiedenen lokalen Bands. 2006 produzierte er mit Micha Moor seine erste Single „Slip & Slide“. Mit „Get Twisted“ und „Confession“ erreichten zwei Veröffentlichungen die Top 5 der Deutschen Dance Charts. Auch als Remixer wurde er früh aktiv, unter anderem für die No Angels, Michael Mind Project, Global Deejays und DJ Antoine.

Karriere und musikalische Entwicklung

2007 erreichte Gerlings dritte Single „The Way“ Platz 2 der Deutschen Dance Charts. Sein Remix von Micha Moors „Space“ stand mehrere Wochen auf Platz 1. Der entscheidende internationale Erfolg folgte 2008 mit „Infinity“ von Guru Josh. Der Remix erreichte in Deutschland Platz 4 der Single-Charts und in Belgien, Frankreich und Polen jeweils Platz 1. Gerling erhielt als Produzent der Single mehrere Gold- und Silberauszeichnungen in Deutschland, Großbritannien, Dänemark und Norwegen. Das offizielle Musikvideo kam innerhalb von sechs Monaten auf 38 Millionen Views und zählte damit zu den Top 45 der bestbewerteten sowie zu den Top 3 der beliebtesten Videos auf YouTube.

Nach „Infinity“ platzierte sich „Make You Feel“ mehrere Wochen in den Top 10 der Deutschen Dance Charts. Außerdem fertigte Gerling einen Remix von „I Like to Move It“ an, der im Herbst 2008 bei Defected Records veröffentlicht wurde. Mit „What Is Love“ von Haddaway gelang ihm erstmals der Einstieg in die offiziellen Single-Charts Deutschlands und Österreichs. Das Instrumental seines „Infinity“-Remixes verwendete er 2010 erneut für „How Does It Feel“; dieses Stück veröffentlichte er jedoch nicht selbst, sondern gab es an das Michael Mind Project weiter. Kurz danach erschien „Freak“ mit dem DJ-Duo Bodybangers und der Sängerin Victoria Kern und wurde in mehreren Ländern erfolgreich.

2013 arbeitete Gerling mit Kim Petras zusammen. Daraus entstanden „Heartbeat“ und „Flight To Paris“. Nach Erfolgen mit eigenen Stücken wie „Do What You Do“ und „Hurt Will End“ sowie mit Remixen, darunter „Only One“ und „Ready or Not“, wechselte er vom House zum Big-Room. Mit „Party Like We’re Animals“ gelang dieser Einstieg erfolgreich.

2014 gründete er mit dem Schweizer DJ Mazza das Projekt Klaas & Mazza. Die Debütsingle „Ready“ wurde besonders durch die Unterstützung des niederländischen DJ-Duos Showtek bekannt. „Here We Go“ war noch erfolgreicher und machte das Duo auch außerhalb Deutschlands bekannt. Der Track wurde von Hardwell und Blasterjaxx gespielt und außerdem als Mash-up mit „Find Tomorrow (Ocarina)“ von Dimitri Vegas & Like Mike verwendet.

2015 veröffentlichte Gerling unter anderem die Solosingle „Calavera“, deren Drop dem Melbourne-Bounce-Genre zugeordnet wird, sowie „I Don’t Care“ mit einem Future-House-Beat. 2017 wurde sein Stil kommerzieller und stärker vom Future House geprägt. „Close To You“ erreichte auf Spotify rund 24 Millionen Aufrufe; „Love Your Life“ und „Big Words“ folgten in einem ähnlichen Stil.

2018 erschien zehn Jahre nach seinem ersten „Infinity“-Remix ein weiterer Edit zu einer von Sean Finn neu abgemischten Version. Dieser erreichte Platz 10 der deutschen iTunes-Charts und kam bis 2021 auf elf Millionen Spotify-Streams. Anfang 2019 erreichte Gerling mit dem gemeinsam mit Londonbeat entstandenen Remake „I’ve Been Thinking About You“ Platz 1 der US-amerikanischen Billboard Dance Club Songs und die Spitze der Deutschen DJ-Charts (DDP). Gleichzeitig erschien „Ok Without You“, das 2021 bereits 35 Millionen YouTube-Views und 48 Millionen Spotify-Streams erreicht hatte. 2019 arbeitete Gerling außerdem mit MATTN an einem Remake von Robert Miles’ „Children“ aus dem Jahr 1995; dieses kam auf über 25 Millionen Streams.

Chartplatzierungen und Auszeichnung

Die im Artikel aufgeführten Chartdaten nennen folgende Platzierungen:

  • „What Is Love 2K9“ (Klaas meets Haddaway) erreichte in Deutschland Platz 60 und in Österreich Platz 37. In Deutschland war der Titel sechs Wochen, in Österreich drei Wochen platziert.
  • „Freak“ (Klaas & Bodybangers) erreichte in Deutschland Platz 78 und in Österreich Platz 32. Die Platzierung dauerte in Deutschland drei Wochen und in Österreich 22 Wochen.
  • „Do What You Do“ (feat. Carlprit) erreichte in Österreich Platz 65 und war dort eine Woche platziert.

Bei den Auszeichnungen und Nominierungen ist für 2023 eine Nominierung bei den Pop Awards verzeichnet. In der Kategorie „Song des Jahres“ war „First Girl on the Moon“ nominiert.

Ausgewählte eigene Singles

Die ausgewählte Diskografie umfasst Singles von 2006 bis 2025. Zu den frühen Veröffentlichungen gehören 2006 „Whipe Your Ass“, „Get Twisted“ und „Confession“, 2007 „The Way“ sowie 2008 „Sexy Girl“, „How Does It Feel“, „Feel the Love“ und „Make You Feel“. 2009 folgten unter anderem „What Is Love 2K9 (meets Haddaway)“, „Our Own Way“ und „Better Days“. 2010 erschienen „How Does It Feel“, „Downtown“, „It’s My Day“ und „Freak“ mit Bodybangers.

In den Jahren 2011 bis 2013 veröffentlichte Gerling unter anderem „I’m Free“, „I Like“ mit Bodybangers, „Changes“, „Do What You Do“ mit Carlprit, „We Are Free“, „Flight to Paris“ und „Heartbeat“ mit Kim Petras, „Hurt Will End“ sowie „Night to Remember“. Die Zusammenarbeit mit Mazza prägte ab 2014 mehrere Veröffentlichungen, darunter „Here We Go“, „Ready“, „Go For It“, „Why“ und „Flash“ mit Mike Candys und Mazza.

Von 2016 bis 2019 finden sich unter anderem „Far Away“ mit Jelle van Dael, „Feel“ mit Steve Noble, „Close to You“, „Love Your Life“, „Big Words“, „Ok Without You“, „I’ve Been Thinking About You“ mit Londonbeat und „Children“ mit MATTN und Roland Clark. 2020 und 2021 erschienen zahlreiche weitere Singles, darunter „Wonderful Days“ mit Tony Ronald, „The Logical Song“ mit MATTN, „Running“ mit Harris & Ford, „Daylight“ mit Jona Selle, „Heroes“ mit Emmie Lee und „Cambodia“ mit Semitoo. Für 2022 bis 2025 nennt die Auswahl unter anderem „First Girl on the Moon“, „Atlantis“, „Into The Groove“, „Wildfire“, „Weekend“, „Paradise“, „Adagio For Strings“, „Such a Shame“, „Crockett’s Theme“ und „Better Off Alone“.

Remixe und wiederkehrende Zusammenarbeit

Gerling veröffentlichte zahlreiche Remixe und Mix-Versionen. 2007 remixte er unter anderem „This Time“ von DJ Antoine, „Everybody’s Free“ von Global Deejays feat. Rozalla und „Set the Sun“ von Attack Attack!. 2008 folgten „Infinity 2008“ von Guru Josh Project, „Sleeping Satellite“ von Junior Caldera, „Where’s Your Head At“ von Jean Elan und „Memory“ von Fragma.

Weitere wichtige Remixe erschienen 2009 und 2010, darunter „Keep Me Hanging On“ von Danny-S, mehrere Titel von Greg Cerrone, „I Like to Move It“ von Reel 2 Real, „River Flows in You“ von Jasper Forks und „House’llelujah“ von Stromae. 2011 bearbeitete Gerling unter anderem Titel von Michael Mind, Jessy Matador, Lou Bega, Remady feat. Manu-L, Alesha Dixon und Gala. 2013 folgten Remixe für „Ready or Not“ von R.I.O., „To the People“ von DJ Antoine und „Only One“ von Rene Rodrigezz & Dipl.Inch.

Auch in den folgenden Jahren arbeitete Gerling regelmäßig mit Mazza, Sean Finn, MATTN und weiteren Künstlern. Beispiele sind „Ocarina“ von Dimitri Vegas & Like Mike feat. Wolfpack als Klaas-&-Mazza-Remix (2015), „Infinity 2018“ von Sean Finn X Guru Josh, „Do Not Cry“ von Magnus (2019), „Komodo (Save a Soul)“ von Mauro Picotto, „It’s Raining Men“ von The Weather Girls und „The Chase“ von Dimitri Vegas & Like Mike X Quintino als Klaas-&-MATTN-Remix (2020). 2021 und 2022 erschienen weitere Bearbeitungen, etwa von „Smalltown Boy“, „One Path“, „Love Parade“, „One Last Dance“, „I Feel Love“, „Lethal“ und „Age of 27“.

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