Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Joseph Ki-Zerbo

Joseph Ki-Zerbo (* 21. Juni 1922 in Toma, Obervolta, heute Burkina Faso; † 4. Dezember 2006 in Ouagadougou) war ein Historiker und Politiker aus dem …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Leben und Bedeutung
  2. 2. Politisches Wirken und Positionen
  3. 3. Wichtige Werke

Leben und Bedeutung

Joseph Ki-Zerbo (* 21. Juni 1922 in Toma, Obervolta, heute Burkina Faso; † 4. Dezember 2006 in Ouagadougou) war ein Historiker und Politiker aus Burkina Faso. Er gilt als einer der wichtigsten schwarzafrikanischen Historiker, zusammen mit Adu Boahen aus Ghana und K. F. Ade Ayaji aus Nigeria.

Ki-Zerbo studierte in Frankreich an der Pariser Sorbonne und am Institut d’études politiques de Paris Geschichte und Politik. Danach wurde er Professor für Geschichte in Orléans und Paris. 1957 kehrte er nach Afrika zurück und wurde politisch aktiv. Von 1972 bis 1978 war er Professor für afrikanische Geschichte an der Universität Ouagadougou. 1983 musste er ins Exil nach Senegal gehen; erst 1992 konnte er zurückkehren.

Politisches Wirken und Positionen

1994 gründete Ki-Zerbo die sozialdemokratische Partei Parti pour la démocratie et le progrès/Parti socialiste (PDP/PS). Für diese Partei war er bis August 2006 Abgeordneter im burkinischen Parlament. Den Parteivorsitz hatte er bis 2005 inne.

Politisch war Ki-Zerbo Sozialist. Er setzte sich für eine eigenständige Entwicklung Afrikas und für die Einheit des Kontinents ein. 1997 erhielt er den Right Livelihood Award für seine Arbeit als Historiker und für seine Analysen der afrikanischen Probleme.

Wichtige Werke

Zu Ki-Zerbos wichtigen Veröffentlichungen gehören Histoire de l’Afrique noire, erschienen 1978 bei Libraire Hatier in Paris. Die deutsche Ausgabe erschien unter dem Titel Die Geschichte Schwarz-Afrikas 1979 in Wuppertal und 1981 in Frankfurt am Main.

Ein weiteres Werk ist Le monde africain noir, erschienen 1964 bei Libraire Hatier in Paris.

Weiterlesen