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Institut für internationale Angelegenheiten
Das Institut ist in seiner heutigen Form im März 1973 durch einen Zusammenschluss der Forschungsstelle für Völkerrecht und ausländisches öffentliches Recht der …
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Überblick
Das Institut für internationale Angelegenheiten der Universität Hamburg (IIA) ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung. Es gehört zum Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Hamburg. In seiner heutigen Form entstand es im März 1973 durch den Zusammenschluss zweier Einrichtungen: der Forschungsstelle für Völkerrecht und ausländisches öffentliches Recht der Universität Hamburg und des früheren Instituts für Auswärtige Politik.
Entstehung und Entwicklung
Die Forschungsstelle für Völkerrecht und ausländisches öffentliches Recht hat ihre Wurzeln im Hamburger Kolonialinstitut, das 1908 gegründet wurde. Dessen wissenschaftliche Einrichtungen gingen 1919 in der neu gegründeten Universität Hamburg auf.
Das frühere Institut für Auswärtige Politik wurde nach den Pariser Friedenskonferenzen gegründet. Grundlage war ein Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft vom 31. Januar 1923. Es war die erste Friedensforschungseinrichtung auf deutschem Boden. Wie das britische Royal Institute of International Affairs und das US-amerikanische Council on Foreign Relations sollte es mit interdisziplinärer und empirischer Forschung die jüngste internationale Geschichte aufarbeiten. Ziel war außerdem, neue Leitlinien für eine friedensorientierte und demokratisch legitimierte Außenpolitik zu entwickeln.
Leitung, Brüche und Wiederaufnahme
Erster Institutsleiter wurde Albrecht Mendelssohn Bartholdy, ein bekannter Völkerrechtler und Historiker. Nach seiner Entlassung zum Jahresende 1933 wurde das Institut im Dritten Reich politisch durch das Auswärtige Amt vereinnahmt und zeitweise nach Berlin verlegt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte das Institut unter dem Dach der Forschungsstelle für Völkerrecht und ausländisches öffentliches Recht der Universität Hamburg seine Arbeit wieder aufnehmen. Diese Übergangslösung endete 1973. Damals wurden der Völkerrechtler Ingo von Münch und der Politikwissenschaftler Klaus Jürgen Gantzel nach Hamburg berufen; unter ihnen wurde die Vereinigung der Forschungsstelle mit dem Institut vollzogen.
Heutige Aufgaben und Bestände
Das IIA gibt seit 1948 die Fachzeitschrift „Archiv des Völkerrechts“ (AVR) heraus. Sie erscheint vierteljährlich.
Die frühere Bibliothek des IIA enthält viele ältere Veröffentlichungen zur Geschichte der Internationalen Beziehungen und des Völkerrechts. Seit dem 1. August 2005 ist sie mit etwa 83.000 Bänden in die Zentralbibliothek Recht der Universität Hamburg integriert. Dadurch sind die Bestände auch über den Online-Katalog der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg recherchierbar. Geschäftsführender Direktor ist derzeit, Stand 2018, Stefan Oeter.