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Institut für Neue Musik und Musikerziehung
... Musik und Spiritualität, den Aspekten des Körperlichen (Body-Percussion), den Verbindungen von Musik und Szene, Musik und Bewegung oder Musik und Sprache.
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Aufgabe und Bedeutung
Das Institut für Neue Musik und Musikerziehung (INMM Darmstadt) fördert Neue Musik, also Musik der Gegenwart, und ihre pädagogische Vermittlung. Es bringt Produktion (Komponieren), Reproduktion (Aufführen) und Reflexion (wissenschaftliches und pädagogisches Nachdenken über Musik) miteinander ins Gespräch.
Durch Tagungen und Veröffentlichungen besitzt das INMM internationale Bedeutung und nimmt eine zentrale Rolle bei der Vermittlung Neuer Musik ein. Die Neue Musikzeitung berichtet regelmäßig über die Tagungen und ihre Schwerpunktthemen.
Gründung und Entwicklung
Das Institut wurde 1947 vom Musikschriftsteller und Konzertagenten Herbert Barth auf Schloss Colmdorf in Bayreuth gegründet, zunächst als „Institut für Neue Musik“. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Hans Mersmann, Erich Doflein, Wolfgang Jacobi und Karl Gustav Fellerer.
1948 wurde die Musikpädagogik ausdrücklich einbezogen und das Institut in „INMM Institut für Neue Musik und Musikerziehung“ umbenannt. Deshalb wird 1948 teilweise ebenfalls als Gründungsjahr genannt. Ein wichtiges Ziel war, die während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland verfemte Neue Musik wieder bekannter zu machen und besonders für die junge Generation wieder Zugänge zu ihr zu schaffen.
Tagungen, Projekte und Publikationen
Den Schwerpunkt bilden jährliche Frühjahrstagungen mit Konzerten, Vorträgen, Seminaren und Workshops. Sie richten sich an komponierende und ausführende Musiker, Musikpädagogen, Wissenschaftler sowie an die musik- und kunstinteressierte Öffentlichkeit. Sie dienen dem Erfahrungsaustausch zwischen diesen Gruppen.
Bis 1950 fanden die Tagungen in Bayreuth statt. Kulturpolitische Entscheidungen im Zusammenhang mit den Bayreuther Richard-Wagner-Festspielen führten zum Umzug nach Darmstadt. Die Darmstädter Ferienkurse, die Wolfgang Steinecke seit 1946 veranstaltete, begünstigten diese Wahl; eine Konkurrenz entstand wegen unterschiedlicher Zielsetzungen und Personenkreise nicht.
Bis zur Mitte der 1950er Jahre prägten gemeinsames Singen, chorische Beiträge sowie pädagogisch ausgerichtete Konzerte und Vorträge die Tagungen. Später wechselten die Themen, etwa Improvisation, Präsentation und Vermittlung, Neue Musik und Natur oder Spiritualität, Body-Percussion sowie Verbindungen von Musik mit Szene, Bewegung oder Sprache. Weitere Einzelprojekte befassen sich mit kompositorischer Avantgarde, Klangkunst, Neuen Medien in der Musik, Improvisation, Jazz und Musik der Jugendkulturen.
Seit 1961 gibt das INMM die Reihe „Veröffentlichungen des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung“ heraus. Die ersten neun Bände erschienen im Merseburger Verlag in Berlin, ab Band 10 im Schott Verlag in Mainz. Bis 2025 sind 64 Bände erschienen; weitere Veröffentlichungen kamen außerhalb der Reihe heraus.
Leitung und Unterstützung
Dem Vorstand gehören 2025 der Komponist Robin Hoffmann sowie die Musikprofessorinnen Christa Brüstle und Karolin Schmitt-Weidmann an.
Zu den Kooperationspartnern und Förderern zählen neben wechselnden öffentlichen und privaten Förderern der Deutsche Musikrat, der Landesmusikrat Hessen, der Deutsche Komponist:innenverband, der Verband deutscher Musikschulen und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.