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Inseln über dem Winde (Antillen)
Dominica wurde von 1940 bis 1958 als Teil der British Windward Islands verwaltet, die Zuordnung von Dominica schwankt deshalb im Englischen. Geographie.
Inhalt4 Abschnitte
Überblick und Lage
Die Inseln über dem Winde sind der nördliche und östliche Teil der Kleinen Antillen in der Karibik. Sie erstrecken sich bogenförmig von Puerto Rico nach Südosten und sind überwiegend vulkanischen Ursprungs. Südwestlich davon liegen die Inseln unter dem Winde.
Ihre Gesamtfläche beträgt etwa 12.000 km², die Einwohnerzahl etwa drei Millionen. Politisch gehören einzelne Inseln zu Frankreich, zum Vereinigten Königreich, zu den Vereinigten Staaten oder zu den Niederlanden; die übrigen bilden acht unabhängige Staaten.
Wind, Klima und unterschiedliche Bezeichnungen
Der deutsche Name bezieht sich auf den in diesen Breiten vorherrschenden Nordost-Passatwind. Dieser sorgt für ein feuchtes Klima mit jährlichen Niederschlägen von über 2000 mm. Die weiter südwestlich gelegenen Inseln unter dem Winde stehen dagegen nicht unter dem Einfluss des Nordost-Passats und haben ein sehr trockenes Klima.
Im Englischen wird die Inselkette anders eingeteilt: Von den Jungferninseln bis Dominica heißen die Inseln „Leeward Islands“, von Martinique bis Trinidad „Windward Islands“. Zusammen entsprechen beide Gruppen den deutschen Inseln über dem Winde. Die Inseln unter dem Winde vor der Nordküste Südamerikas heißen auf Englisch „Leeward Antilles“.
Die Zuordnung Dominicas schwankt im Englischen: Es gehörte in der britischen Kolonialverwaltung zunächst zu den British Leeward Islands, wurde aber von 1940 bis 1958 als Teil der British Windward Islands verwaltet.
Nördliche Inselkette
Zum nördlichen Teil zählen die Jungferninseln mit den Britischen und Amerikanischen Jungferninseln, Anguilla, Saint-Martin/Sint Maarten, Saint-Barthélemy, Saba und Sint Eustatius. Außerdem gehören Barbuda und Antigua zu Antigua und Barbuda, Saint Kitts und Nevis zum unabhängigen Staat St. Kitts und Nevis sowie Montserrat als britisches Überseegebiet dazu.
Weitere Inseln beziehungsweise Gebiete dieses Teils sind Guadeloupe und Marie-Galante, die zu Guadeloupe gehört, die venezolanische Insel Aves sowie Dominica. Guadeloupe und Saint-Barthélemy werden als französische Überseegebiete genannt; Saba und Sint Eustatius sind Besondere Gemeinden der Niederlande. Dominica ist ein unabhängiger Staat.
Südliche Inselkette und Abgrenzung
Der südliche Teil umfasst Martinique, St. Lucia, St. Vincent, die Grenadinen, Grenada und Barbados. Martinique ist ein französisches Überseegebiet. St. Lucia, Grenada und Barbados sind unabhängige Staaten. St. Vincent und die Grenadinen gehören zu Saint Vincent und den Grenadinen.
Die Inseln des Staates Trinidad und Tobago zählen ebenso wenig zu den Inseln über dem Winde wie die benachbarte venezolanische Isla de Patos.