Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Inhaltsangabe

Eine Inhaltsangabe oder Zusammenfassung ist eine Übersicht über den wesentlichen Inhalt eines Textes oder Filmes. Gebräuchliche Formen von Inhaltsangaben …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Begriff und Bedeutung
  2. 2. Inhaltsangabe in der Schule
  3. 3. Regeln und Abgrenzung
  4. 4. Sprache und Umfang
  5. 5. Aufbau und Beispiel

Begriff und Bedeutung

Eine Inhaltsangabe oder Zusammenfassung gibt eine Übersicht über den wesentlichen Inhalt eines Textes oder Filmes. Sie soll also das Wichtigste knapp und verständlich wiedergeben, ohne den gesamten Originaltext nachzuerzählen. Gebräuchliche Formen sind das Inhaltsverzeichnis, das Abstract und andere dokumentarische Referate. In wissenschaftlichen Arbeiten ist auch die englische Bezeichnung Summary üblich.

Die Inhaltsangabe ist in der DIN-Norm DIN 1426 genormt. Diese Norm gehört zum Bereich Dokumentation, trägt den Titel „Inhaltsangaben“, beschreibt die Kurzbeschreibung als „Übersicht des Dokumenteninhalts“ und erschien zuletzt im Oktober 1988.

Inhaltsangabe in der Schule

In der Schule, besonders im Deutschunterricht, ist die Inhaltsangabe eine wichtige schriftliche Schreibform. Sie wird als zusammenhängender Text verfasst, nicht als Liste oder in Stichpunkten. Dabei steht weniger eine Produktnorm im Mittelpunkt, sondern der Prozess: Ein Text, der verstanden und besprochen werden soll, wird mit eigenen Worten reformuliert.

Die schulische Inhaltsangabe ähnelt der Nacherzählung, verwendet aber andere sprachliche Mittel und ist knapper. Sie verlangt sowohl kognitives Verstehen als auch sprachliche Gestaltung. Deshalb gilt sie als anspruchsvolles Format schriftlicher Leistungsüberprüfung.

Regeln und Abgrenzung

In normativer Hinsicht sollen Inhaltsangaben keine Interpretationen und Bewertungen enthalten. Dadurch unterscheiden sie sich von einem Resümee, einem Fazit oder einem Review. Außerdem sollen sie keine Spannungsbögen aufbauen, anders als Nacherzählungen. Wörtliche Rede darf ebenfalls nicht enthalten sein.

Diese Regeln werden in der Didaktik teilweise kritisch gesehen. Abraham beschreibt, eine Inhaltsangabe sei „nie ‚objektiv-neutral‘. Sie wertet immer“ und enthalte bereits „implizite Deutungsangebote“. Der Artikel nennt damit einen Gegensatz zwischen normativen Vorgaben und einer didaktischen Analyse der tatsächlichen Wirkung von Inhaltsangaben.

Sprache und Umfang

Inhaltsangaben werden in der Regel im Präsens geschrieben. Wenn etwas vorzeitig ist, wird das Perfekt verwendet. Da eine Inhaltsangabe kürzer als der Originaltext ist, muss sie zwangsläufig Teile des Inhalts auslassen.

Eine Inhaltsangabe kann als Mittel der Sacherschließung dienen, also helfen, einen Text oder Gegenstand inhaltlich zu erfassen. Die Inhaltsangabe eines Buchs, einer Dissertation oder ähnlicher Texte umfasst meist eine halbe bis eine Seite. Sie soll die wichtigsten Ergebnisse und die verwendeten Methoden in allgemeiner, nicht zu spezieller Fachsprache darstellen.

Aufbau und Beispiel

In der schulischen Inhaltsangabe steht vor dem eigentlichen Hauptteil ein Basissatz. Dieser nennt das Thema, also nicht einfach den gesamten Textinhalt, sondern worum es dem Autor geht. Danach folgt der Hauptteil mit der knappen Wiedergabe des Inhalts.

Nach dem Hauptteil kann ein kurzer Schlussteil folgen, ein Fazit. Anders als im Hauptteil ist dort eine Wertung nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Inhaltsangaben von Kinofilmen werden auch Synopsis genannt.

Lernvideos zu Inhaltsangabe

Weiterlesen