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Hugo Preller

Hugo Preller (* 1. Juni 1886 in Uftrungen, Kreis Sangerhausen, Deutsches Reich; † 15. März 1968 in Dornburg, DDR) war ein deutscher Historiker.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Historiker und Hochschullehrer
  2. 2. Ausbildung und beruflicher Weg
  3. 3. Tätigkeit in Jena und Zeit des Nationalsozialismus
  4. 4. Schriften

Historiker und Hochschullehrer

Hugo Preller (* 1. Juni 1886 in Uftrungen, Kreis Sangerhausen, Deutsches Reich; † 15. März 1968 in Dornburg, DDR) war ein deutscher Historiker. Seine Forschung und Lehre befassten sich vor allem mit Außenpolitik, internationalen Beziehungen, Auslandskunde und neuester Geschichte.

Ausbildung und beruflicher Weg

Preller war der Sohn eines Landpfarrers. Von 1906 bis 1910 studierte er Geschichte und Theologie in Bonn, Göttingen und Berlin. Wegen finanzieller Nöte musste er das Studium nach sechs Semestern mit dem Staatsexamen abschließen. Aufgrund eines angeborenen Hüftschadens wurde er nicht zum Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg herangezogen.

Zunächst arbeitete er als Religionslehrer in Stralsund, später in Gotha. 1923 wurde er in Bonn bei Fritz Kern mit einer Arbeit zur Weltpolitik im 19. Jahrhundert promoviert. Seit der Mitte der 1920er Jahre veröffentlichte er zahlreiche Aufsätze und Besprechungen zu Außenpolitik und internationalen Beziehungen. Auf Empfehlungen von Fritz Kern und Karl Brandi erhielt er an der Universität Jena neben seiner Schultätigkeit einen Lehrauftrag für Quellen- und Auslandskunde.

Tätigkeit in Jena und Zeit des Nationalsozialismus

Von 1927 bis 1939 hatte Preller in Jena einen Lehrauftrag für Auslandskunde, internationale Beziehungen und neueste Geschichte. Seine Ernennung zum Honorarprofessor scheiterte 1934 am Widerspruch der NSDAP. Im selben Jahr erschien als eine seiner letzten Veröffentlichungen vor dem Berufsverbot die Neuauflage von Lambert Gerbers Band 375 der Sammlung Göschen über Englische Geschichte. 1935 scheint über Preller ein Publikationsverbot verhängt worden zu sein. Von Ende 1943 bis 1944 war er durch die Gestapo inhaftiert.

Im Januar 1946 erhielt er erneut einen Lehrauftrag für Auslandskunde. Im Sommer 1946 wurde er Honorarprofessor. Ab 1948 war er Lehrstuhlinhaber für Historische Staatenkunde und Neueste Geschichte; diese Tätigkeit übte er bis zu seiner Emeritierung 1952 aus.

Schriften

Zu Prellers Schriften gehören:

  • Das Altertum, seine staatliche und geistige Entwicklung und deren Nachwirkungen (Teubner, Leipzig 1920).
  • Weltgeschichtliche Entwicklungslinien vom 19. zum 20. Jahrhunderten in Kultur und Politik (Teubner, Leipzig 1922).
  • Die Weltpolitik des 19. Jahrhunderts (E. S. Mittler & Sohn, Berlin 1923; Ausgabe 1922).
  • Salisbury und die türkische Frage im Jahre 1895 (W. Kohlhammer, Stuttgart 1930).
  • Die Geschichte der Nachkriegszeit und ihre Behandlung im Geschichtsunterricht an höheren Schulen (Teubner, Leipzig 1931).
  • Englische Geschichte (De Gruyter, Berlin 1934).
  • Englands Weltpolitik als Gleichgewichtspolitik (ca. 1815 bis heute) (De Gruyter, Berlin 1935).
  • Geschichte der Historiographie unseres Kulturkreises. Teil 1. Das Altertum bis 330 vor Ztw. Die hellenistische Zeit (330 vor bis 330 nach Ztw.) (Scientia Verlag, Aalen 1967).

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