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Fortune Global 500
Fortune Global 500 ist eine jährlich erscheinende Liste der 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt. Sie wird vom US-amerikanischen Wirtschaftsmagazin …
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Definition und Auswahlkriterium
Die Fortune Global 500 ist eine jährlich erscheinende Rangliste der 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt. Herausgeber ist das US-amerikanische Wirtschaftsmagazin Fortune. Die meisten aufgenommenen Unternehmen sind börsennotiert.
Für die Größe eines Unternehmens gibt es keinen weltweit einheitlich anerkannten Maßstab. Möglich sind beispielsweise Umsatz, Marktkapitalisierung oder Mitarbeiterzahl. Fortune verwendet den Umsatz als entscheidendes Kriterium. Die Rangfolge ist deshalb nicht unmittelbar eine Rangfolge nach Gewinn, Börsenwert oder Beschäftigtenzahl.
Nichtbörsennotierte Unternehmen werden nur berücksichtigt, wenn sie einen Form-10-K-Geschäftsbericht veröffentlichen. Deshalb fehlten im Geschäftsjahr 2010 Cargill und Koch, Inc., obwohl ihre geschätzten Jahresumsätze 109,6 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 100,0 Milliarden US-Dollar betrugen. Die Liste steht unter anderem in Konkurrenz zu Forbes Global 2000 und Financial Times Global 500.
Entstehung und Entwicklung der Liste
Die erste Fortune Global 500 erschien am 30. Juli 1990 und bezog sich auf das Geschäftsjahr 1989. Bis 1989 wurde unter dem Namen „International 500“ nur eine Liste nichtamerikanischer Industrieunternehmen geführt. 1990 kamen US-Unternehmen hinzu, um eine globale Rangliste der umsatzstärksten Industrieunternehmen zu schaffen. Seit 1995 besitzt die Liste ihre heutige Form; seitdem werden auch Banken, Versicherungen und andere Finanzdienstleister nach ihrem Umsatz einbezogen.
In den frühen 1990er-Jahren dominierten vor allem US-amerikanische und japanische Unternehmen sowie Konzerne aus den Bereichen Automobilindustrie, Öl und Gas, Technologie und Handel. Von 1990 bis 1994 stand General Motors auf Rang 1. 1995 führte Mitsubishi Corporation mit einem Umsatz von 175,836 Milliarden US-Dollar. 1996 lag Mitsubishi Corporation erneut vorn, während 1997, 1998, 1999 und 2000 wieder General Motors den ersten Rang einnahm.
In den 1990er-Jahren waren japanische Handels- und Mischkonzerne besonders stark vertreten, darunter Mitsui & Co., Mitsubishi Corporation, Itochu, Sumitomo Corporation und Marubeni. General Motors, Ford, Toyota und Daimler-Benz beziehungsweise DaimlerChrysler gehörten ebenfalls regelmäßig zu den führenden Unternehmen. Die beste Platzierung eines deutschen Unternehmens erreichte DaimlerChrysler 1999: Mit einem Umsatz von 154,6 Milliarden US-Dollar, in der Tabelle 154,615 Milliarden US-Dollar, belegte der Konzern weltweit Rang 2 und in Europa Rang 1.
Schwerpunkte von 2001 bis 2014
Von 2001 bis 2014 wechselten vor allem Unternehmen aus dem Öl- und Gassektor sowie Walmart an der Spitze. 2001 führte ExxonMobil mit 210,392 Milliarden US-Dollar Umsatz. 2002, 2003, 2004 und 2005 stand Walmart auf Rang 1; 2006 führte ExxonMobil erneut. 2007 und 2008 lag Walmart vorn. 2009 erreichte Royal Dutch Shell den ersten Rang, 2010 und 2011 wieder Walmart. 2012 und 2013 war Royal Dutch Shell Spitzenreiter. Ab 2014 führte Walmart die Liste erneut.
Die Tabellen zeigen zugleich das große Gewicht des Öl- und Gassektors. In den Jahren 2009 bis 2014 gehörten neben Royal Dutch Shell und ExxonMobil regelmäßig BP, Chevron, Total, ConocoPhillips, Sinopec, China National Petroleum und State Grid zu den vorderen Plätzen. China gewann im Verlauf dieser Zeit deutlich an Bedeutung: Sinopec, China National Petroleum und State Grid rückten in die Spitzengruppe auf.
Daneben waren Automobilunternehmen wichtig. Toyota, Volkswagen, Daimler, General Motors und Ford erschienen häufig unter den 20 umsatzstärksten Unternehmen. Auch Banken, Versicherungen, Finanzdienstleister, Mischkonzerne und Technologiekonzerne wurden nach der Erweiterung von 1995 zunehmend sichtbar. Beispiele aus den Tabellen sind ING Groep, Citigroup, AXA, Allianz, General Electric, IBM und Samsung Electronics.
Einige Spitzenplätze dieser Periode sind: Royal Dutch Shell lag 2012 mit 484,489 Milliarden US-Dollar auf Rang 1, Walmart 2014 mit 476,294 Milliarden US-Dollar ebenfalls auf Rang 1. 2013 führte Royal Dutch Shell mit 481,700 Milliarden US-Dollar vor Walmart mit 469,162 Milliarden US-Dollar.
Entwicklung von 2015 bis 2022
Von 2015 bis 2022 blieb Walmart mit Ausnahme des späteren Jahreswechsels durchgehend Spitzenreiter der veröffentlichten Ranglisten. 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021 und 2022 stand Walmart auf Rang 1. Die jeweiligen Listen bezogen sich auf die Geschäftsjahre 2014 bis 2021. Der Umsatz von Walmart betrug beispielsweise 485,651 Milliarden US-Dollar für 2014, 482,130 Milliarden US-Dollar für 2015, 523,964 Milliarden US-Dollar für 2019 und 572,754 Milliarden US-Dollar für 2021.
State Grid, China National Petroleum und Sinopec gehörten in diesen Jahren regelmäßig zu den drei bis sechs größten Unternehmen. Damit blieb der Öl- und Gassektor besonders bedeutend, während chinesische Versorgungs- und Energiekonzerne dauerhaft in der Spitzengruppe vertreten waren. Weitere häufige Top-20-Unternehmen waren Apple, Amazon.com, Toyota, Volkswagen, Berkshire Hathaway, McKesson, UnitedHealth, CVS Health, Samsung Electronics, CSCEC und Trafigura.
Volkswagen war das bestplatzierte deutsche Unternehmen in mehreren Jahren: 2015 lag der Konzern mit 268,566 Milliarden US-Dollar auf Rang 8, 2016 mit 236,600 Milliarden US-Dollar auf Rang 7, 2017 mit 240,264 Milliarden US-Dollar auf Rang 6, 2018 mit 260,028 Milliarden US-Dollar auf Rang 7 und 2022 mit 295,820 Milliarden US-Dollar auf Rang 8. 2020 war Volkswagen mit 282,760 Milliarden US-Dollar auf Rang 7 vertreten.
Die Branchenstruktur wurde vielfältiger. Neben Handel, Öl und Gas und Automobilen nahmen Technologieunternehmen wie Apple und Samsung Electronics, Internet- und Handelsunternehmen wie Amazon.com, Versicherungen wie UnitedHealth, Banken und Pharmahandelsunternehmen wichtige Plätze ein.
Die jüngsten Ranglisten 2023 bis 2026
Die Liste von 2023 bezog sich auf das Geschäftsjahr 2022. Walmart führte mit 611,289 Milliarden US-Dollar vor Saudi Aramco mit 603,651 Milliarden US-Dollar und State Grid mit 530,009 Milliarden US-Dollar. Weitere führende Unternehmen waren Amazon.com, China National Petroleum, Sinopec, ExxonMobil, Apple und Shell. Volkswagen lag auf Rang 15 mit 293,685 Milliarden US-Dollar; außerdem erschien Uniper auf Rang 16 mit 288,309 Milliarden US-Dollar.
Die Liste von 2024, bezogen auf das Geschäftsjahr 2023, führte Walmart mit 648,125 Milliarden US-Dollar vor Amazon.com mit 574,785 Milliarden US-Dollar und State Grid mit 545,948 Milliarden US-Dollar. Saudi Aramco, Sinopec und China National Petroleum folgten auf den Rängen 4 bis 6. Volkswagen belegte mit 348,409 Milliarden US-Dollar Rang 11.
2025 bezog sich die Liste auf das Geschäftsjahr 2024. Walmart lag mit 680,985 Milliarden US-Dollar auf Rang 1, Amazon.com mit 637,959 Milliarden US-Dollar auf Rang 2 und State Grid mit 548,414 Milliarden US-Dollar auf Rang 3. Volkswagen erreichte Rang 12 mit 351,093 Milliarden US-Dollar.
Die Liste von 2026 bezog sich auf das Geschäftsjahr 2025. Erstmals in der hier dargestellten Entwicklung stand Amazon.com an der Spitze: Der Umsatz betrug 716,924 Milliarden US-Dollar. Walmart folgte mit 713,163 Milliarden US-Dollar, State Grid mit 555,371 Milliarden US-Dollar. Auf den weiteren vorderen Plätzen standen UnitedHealth, Saudi Aramco, Apple, McKesson, Alphabet, CVS Health und China National Petroleum. Volkswagen lag auf Rang 13 mit 363,091 Milliarden US-Dollar, Toyota auf Rang 14 mit 336,305 Milliarden US-Dollar.
In den Top 20 des Jahres 2026 waren die Vereinigten Staaten besonders stark vertreten. Neben Amazon.com, Walmart, UnitedHealth, Apple, McKesson, Alphabet, CVS Health, Berkshire Hathaway, ExxonMobil, Cencora, Microsoft, JPMorgan Chase und Costco Wholesale gehörten chinesische Unternehmen wie State Grid, China National Petroleum, Sinopec und CSCEC sowie Saudi Aramco, Volkswagen und Toyota dazu. Die vertretenen Branchen reichten von Handel, Internethandel, Technologie und Automobilen über Öl und Gas, Versicherungen, Gesundheitswesen und Pharmazie bis zu Bau, Banken und Versorgungsunternehmen.