Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Erdkundeunterricht
Erdkundeunterricht, kurz Erdkunde oder Geographie, bezeichnet einen Unterricht, der sich mit verschiedenen Themen zum Planeten „Erde“ auseinandersetzt.
Inhalt3 Abschnitte
Gegenstand und Bedeutung
Erdkundeunterricht, auch Erdkunde oder Geographie genannt, befasst sich mit verschiedenen Themen rund um den Planeten Erde. Dazu gehören astronomische Inhalte wie „Die Erde als Planet im Sonnensystem“, geographische Grundlagen wie „Elementare kartographische Grundlagen“ und ausgewählte Bereiche der Wirtschaftsgeographie. Außerdem behandelt der Unterricht globale Themen, darunter Klimawandel, Umweltverschmutzung und wirtschaftliche Globalisierung.
Erdkunde beziehungsweise Geographie ist in den meisten Staaten der Erde ein reguläres Schulfach. Der Unterricht wird von speziell dafür ausgebildeten Lehrkräften erteilt. In der Grundschule wird das Fach teilweise mit einem engeren Bezug zur regionalen Umgebung und unter der Bezeichnung Heimatkunde vermittelt.
Einordnung in die Schule
Im dargestellten österreichischen Schulsystem wird das Fach erst ab der Unterstufe, also ab der 5. Schulstufe der Sekundarstufe I, eigenständig unterrichtet. In der Volksschule, der Primarstufe, werden seine Inhalte im Rahmen des Gesamtunterrichts im Gegenstand Sachunterricht behandelt.
Die Bezeichnungen Erdkundeunterricht und Geographieunterricht werden häufig synonym verwendet. An Pflichtschulen der Sekundarstufe I und teilweise an Realschulen ist Erdkunde eine übliche Bezeichnung. Gymnasien und andere höhere Schulen verwenden meist die Bezeichnung Geographie. In der neueren fachdidaktischen Literatur sprechen die meisten Autoren von Geographieunterricht. Hinweise auf heutige Lehrpläne werden für Deutschland unter anderem über den Deutschen Bildungsserver und Lehrer-online.de gegeben; für Österreich wird auf den Bereich Geographie und Wirtschaftskunde verwiesen.
Traditionelle Entwicklung und Unterrichtsmethoden
Das traditionelle Paradigma war über viele Jahrzehnte die Schul-Länderkunde. Der Unterricht nahm zunächst die Heimat beziehungsweise die Heimatkunde als Ausgangspunkt und sollte nach dem Prinzip „Vom Nahen zum Fernen“ fortschreiten. Ziel war eine zunehmend umfassende Betrachtung der Erd- und Menschengeschichte sowie ihres gegenseitigen Einflusses. Mit Carl Ritter und seinen Schülern gewannen der länderkundliche Vergleich und das länderkundliche Schema an Bedeutung.
Im 19. Jahrhundert war Erdkunde in der Praxis zunächst noch kein selbständiges Schulfach, aber ein verpflichtender Unterrichtsgegenstand. Adolph Diesterweg betonte die Bedeutung von Wanderungen und Reisen sowie die Selbsttätigkeit der Schüler. 1919 veröffentlichte Paul Adolf Wagner in zwei Bänden die Methodik des erdkundlichen Unterrichts, die damals als Standardwerk galt; die 2. Auflage erschien 1925/26. Das Werk bietet einen Überblick über den erdkundlichen Unterricht in der Zwischenkriegszeit.
Der Abschnitt weist zugleich darauf hin, dass wichtige Informationen fehlen und Teile der Darstellung seit 2023 möglicherweise nicht mehr aktuell sind.