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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Episode (Musik)

In der Fuge werden die Zwischenspiele zwischen den Durchführungen Episoden genannt. · Bei Werken mit refrainartig wiederkehrenden Hauptgedanken (Hauptteilen), …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Grundbedeutung
  2. 2. Episoden in Instrumentalmusik
  3. 3. Episoden in Oper und Werkbezeichnungen
  4. 4. Episodisch und periodisch

Grundbedeutung

Eine Episode ist ein in eine musikalische Komposition eingeschobener Teil. Für die Entwicklung des Werks hat sie eine untergeordnete Rolle und steht außerhalb der eigentlichen thematischen Arbeit. Allgemeiner bezeichnet „episodisch“ etwas Hinzukommendes; es steht dem Periodischen gegenüber, also dem in sich Abgeschlossenen.

Episoden in Instrumentalmusik

In einer Fuge heißen die Zwischenspiele zwischen den Durchführungen Episoden. Sie greifen thematisches Material auf oder entwickeln neue Motive und dienen der Modulation, also dem Wechsel der Tonart. Im fugierten Hauptteil der französischen Ouvertüre nach 1700 können Trio-Episoden deutlich gegen die Tuttifugierung hervortreten, etwa in J. S. Bachs Orchesterouvertüren.

Bei Formen mit einem refrainartig wiederkehrenden Hauptgedanken, zum Beispiel dem Rondo, bilden Episoden oder Couplets Zwischenglieder. Sie stehen als Kontrast zum Hauptgedanken.

In der Sonatensatzform sind Episoden thematische und motivische Einschübe, die nicht weiterverarbeitet werden und außerhalb des eigentlichen thematischen Geschehens liegen. Ein Beispiel ist die Einführung eines neuen Themas in Beethovens Sinfonia eroica, Takt 284ff.

Episoden in Oper und Werkbezeichnungen

In der Opernliteratur meint Episode im literarischen Sinn eine in sich geschlossene Einschaltung, die nicht unmittelbar mit der Haupthandlung verbunden ist. Beispiele sind die Lever-Szene im 1. Akt des Rosenkavalier sowie Romanze und Arie des Ännchen im 2. Akt des Freischütz.

„Episode“ kann auch eine Werkbezeichnung sein, zum Beispiel bei Reger: Episoden, Klavierstücke op. 115.

Episodisch und periodisch

Das Episodische kann als ein unvollständiger, am Ganzen beteiligter Musikteil verstanden werden. In diesem Sinn sind etwa die Teile einer Sonate episodisch; erst der gesamte Sonatensatz bildet ein vollständiges Ganzes.

Ein Fugenthema, ob Einzel- oder Doppelthema, gilt dagegen als periodisch: Es ist auf die Ganzheit oder Einzigkeit seiner selbst gerichtet. Das gilt auch dann, wenn es musikterminologisch nicht als Periode bezeichnet wird und mit einer sehr unabgeschlossenen Endung schließt. Anders als ein Hauptthema zielt es nicht als Unvollkommenes auf Ergänzung, etwa durch ein Nebenthema.

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