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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Ektosymbiose

Unter Ektosymbiose versteht man die Symbiose zweier Arten (interspezifische Beziehung), die zum gegenseitigen Vorteil eng miteinander verbunden sind …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Begriff und Abgrenzung
  2. 2. Beispiel Einsiedlerkrebs und Schmarotzerrose
  3. 3. Übergänge und Formen

Begriff und Abgrenzung

Ektosymbiose ist eine Symbiose, also eine enge Beziehung zwischen zwei Arten, die beiden Partnern Vorteile bringt. Die Arten werden als Symbionten bezeichnet und leben außerhalb voneinander. Es handelt sich damit um eine interspezifische Beziehung. Das Gegenstück ist die Endosymbiose, bei der die Partner innerhalb voneinander leben.

Beispiel Einsiedlerkrebs und Schmarotzerrose

Ein typisches Beispiel ist die Verbindung zwischen einem Einsiedlerkrebs und einer Seeanemonenart, der sogenannten „Schmarotzerrose“. Die Seeanemone gelangt mithilfe des Krebses auf dessen Gehäuse. Dort hält sie Feinde wie Kraken durch ihre Nesselzellen fern. Im Gegenzug profitiert sie von der Beweglichkeit des Krebses und nutzt Nahrungspartikel, die dieser beim Fressen aufwirbelt. Die Krebse konkurrieren sogar um Seerosen in passender Größe. Manche nehmen ihre Beschützer deshalb beim Wechsel der Behausung mit.

Übergänge und Formen

Der Übergang von der Ektosymbiose zum Ektoparasitismus ist fließend. Die Beziehungen reichen von Mutualismus, bei dem beide Partner Nutzen haben, über Kommensalismus, bei dem nur einer profitiert und der andere weder Vor- noch Nachteile hat, bis hin zum Parasitismus. Genannte Beispiele sind Misteln, Pflanzenläuse und menschliche Kopfläuse.

Eine Sonderform ist die Exosymbiose nach W. Probst. Dabei stehen die Partner über ihre äußere Oberfläche in dauerhaftem Kontakt. Beispiele sind die Flechtensymbiose und die Epixenosomen des Wimpertierchens Euplotidium. Epixenosomen sind Bakterien, die zu den Verrucomicrobia gehören.

Lernvideos zu Ektosymbiose

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