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Doppelmembran
Eine Doppelmembran oder doppelte Membran ist in der Zellbiologie und Histologie eine Hülle um einen Zellbestandteil (Organell), die aus zwei Biomembranen …
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Definition und Aufbau
Eine Doppelmembran, auch doppelte Membran genannt, ist in Zellbiologie und Histologie eine Hülle um einen Zellbestandteil oder ein Organell. Sie besteht aus zwei Biomembranen. Da jede Biomembran eine Lipiddoppelschicht besitzt, enthält eine Doppelmembran insgesamt zwei Lipiddoppelschichten. Zwischen den beiden Membranen liegt der Intermembranraum, der elektronenmikroskopisch sichtbar ist.
Gelegentlich wird der Begriff in der Literatur abweichend verwendet: Auch eine einzelne Lipiddoppelschicht kann dort als Doppelmembran, Lipiddoppelmembran oder Doppelschichtmembran bezeichnet werden.
Vorkommen und Bedeutung
Doppelmembranen umgeben Zellkerne, Mitochondrien und Plastiden. Zu den Plastiden gehören auch die Chloroplasten grüner Pflanzen. Außerdem besitzen Autophagosomen und Mitosomen Doppelmembranen.
Nach der Kompartimentierungsregel gehört das Innere dieser Organellen zu einer plasmatischen Phase. Der Raum zwischen den beiden Lipiddoppelschichten, der Intermembranraum, gehört dagegen zu einer nichtplasmatischen Phase.
Entstehung und Beispiel Kernhülle
Die Doppelmembranen von Mitochondrien und Plastiden werden durch die Endosymbiontentheorie erklärt. Danach nahmen eukaryotische Zellen Bakterien beziehungsweise Cyanobakterien durch Phagozytose auf. Die innere Membran dieser Organellen entspricht demnach der ursprünglichen bakteriellen Membran. Die äußere Membran entstand durch das Einstülpen der Zellmembran der eukaryotischen Zelle.
Bei der Kernhülle geht der Raum zwischen innerer und äußerer Kernmembran in das Endoplasmatische Retikulum (ER) über. Kernporen verbinden den Kerninhalt mit dem Cytoplasma.