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Die Buddenbrooks (1979)

Die Buddenbrooks ist eine Fernsehserie nach dem Roman Buddenbrooks von Thomas Mann, den Franz Peter Wirth nach einem von ihm selbst gemeinsam mit Bernt …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Gegenstand und Einordnung
  2. 2. Aufbau und Episoden
  3. 3. Produktion und filmische Gestaltung
  4. 4. Kritik und Rezeption

Gegenstand und Einordnung

„Die Buddenbrooks“ ist eine deutsche Fernsehserie und Literaturverfilmung des Romans „Buddenbrooks“ von Thomas Mann. Franz Peter Wirth verfilmte den Roman nach einem gemeinsam mit Bernt Rhotert verfassten Drehbuch. Im Mittelpunkt steht der Verfall einer hanseatischen Patrizierfamilie in Lübeck während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die Serie ist deutschsprachig, umfasst 617 Minuten und besteht aus 11 Episoden in 1 Staffel. Regie führte Franz Peter Wirth, die Musik stammt von Eugen Thomass, die Kameraarbeit von Gernot Roll. Die Erstausstrahlung erfolgte am 15. Oktober 1979 auf der ARD.

Zu den prägenden Darstellern gehören Carl Raddatz als Johann Buddenbrook senior, Martin Benrath als Konsul Johann (Jean) Buddenbrook, Ruth Leuwerik als Konsulin Elisabeth Buddenbrook, Volkert Kraeft als Thomas Buddenbrook, Gerd Böckmann als Christian Buddenbrook und Reinhild Solf als Antonie (Tony) Buddenbrook. Hanno Buddenbrook wurde im Kindesalter von Adem Rimpapa und im Jugendalter von Kai Taschner gespielt. Hans Canenberg übernahm die Rolle des Erzählers.

Aufbau und Episoden

Die Handlung ist in elf wöchentlich ausgestrahlte Episoden gegliedert:

  • „Das neue Haus“ (15. Oktober 1979)
  • „Glückliche Zeit in Travemünde“ (22. Oktober 1979)
  • „Verlobung“ (29. Oktober 1979)
  • „Eine zerrüttete Ehe“ (5. November 1979)
  • „Geschäftsreise nach Amsterdam“ (12. November 1979)
  • „Ein ungewöhnlicher Besucher“ (19. November 1979)
  • „Thomas wird Senator“ (26. November 1979)
  • „Hundertjähriges Jubiläum“ (3. Dezember 1979)
  • „Schlechte Nachricht aus Lübeck“ (10. Dezember 1979)
  • „Der Verkauf des Hauses“ (17. Dezember 1979)
  • „Das Testament“ (23. Dezember 1979)

Die Episodentitel markieren wichtige Stationen der Familiengeschichte: den Beginn im neuen Haus, private Beziehungen und Konflikte, geschäftliche Unternehmungen, Thomas Buddenbrooks Aufstieg zum Senator sowie den späteren Verkauf des Hauses und das Testament.

Produktion und filmische Gestaltung

Wirths Serie war insgesamt die dritte Verfilmung des Romans. Die Produktion wurde aufwendig ausgestattet und überwiegend in der Altstadt von Danzig gedreht. Für die Besetzung wurden zahlreiche bekannte Theater- und Fernsehdarsteller gewonnen.

Eine besondere Verbindung zur späteren Verfilmung besteht bei Kameramann Gernot Roll: Er arbeitete nicht nur an der Serie von 1979, sondern auch an der Neuverfilmung von 2008 mit.

Kritik und Rezeption

Der Filmdienst bewertete die Serie als Fernsehverfilmung von Thomas Manns großem Roman, die den Verfall der hanseatischen Patrizierfamilie in epischer Breite darstelle. Hervorgehoben wurden die aufwendige, detailverliebte Inszenierung und die opulenten Bilder. Zugleich kritisierte der Filmdienst, dass die Geschichte dadurch letztlich nicht glaubhaft zum Leben erweckt werde. Als Ergebnis bleibe ein überlanger Film, der vermutlich vor allem den Geschmack des Bildungsbürgertums ansprechen wolle.

Bei der Erstausstrahlung im Herbst 1979 und auch bei den Wiederholungen erreichte die wöchentlich ausgestrahlte Serie sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in der DDR einen vergleichsweise großen Prozentsatz des Publikums. Franz Peter Wirth gewann durch die Serie hohes Ansehen. Dies wurde sowohl auf die gediegene Inszenierung als auch auf die anerkannten Darsteller zurückgeführt.

Zur Rezeption der Verfilmung im Tonfilm und in anderen Medien verweist das „Buddenbrooks-Handbuch“ auf den Beitrag von Timo Rouget: „Die Rezeption im Tonfilm und in anderen Medien“, in „Buddenbrooks-Handbuch“, herausgegeben von Nicole Mattern und Stefan Neuhaus, Stuttgart: Metzler 2018, ISBN 978-3-476-04649-9, Seiten 63–70.

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