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Der einzig mögliche Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes

Im ersten wird der von Kant später so genannte „ontotheologische“ Gottesbeweis dargelegt: Die Existenz der Welt ist notwendig als Basis alles Denkmöglichen.

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Werk und Einordnung
  2. 2. Kants Beweisansatz
  3. 3. Nutzen und Kritik anderer Beweise

Werk und Einordnung

Der einzig mögliche Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes ist eine philosophische Abhandlung von Immanuel Kant. Sie entstand 1762 und erschien um den Jahreswechsel 1762/63. Das Werk gilt als wichtigste Schrift von Kants rationalistischer Metaphysik in seiner „vorkritischen“ Periode, also vor der Kritik der reinen Vernunft von 1781.

Kants Beweisansatz

Die Schrift besteht aus drei Abschnitten. Im ersten entwickelt Kant einen später von ihm „ontotheologisch“ genannten Gottesbeweis. Ausgangspunkt ist: Die Existenz der Welt ist notwendig als Grundlage alles Denkbaren. Aus diesem Grund aller Möglichkeiten leitet Kant notwendige Eigenschaften wie Einheit und Einfachheit ab.

Dieser Realgrund, also der Grund der möglichen Dinge, muss nach Kant Willen und Verstand besitzen. Ein Wesen mit diesen Eigenschaften wird „Gott“ genannt. Kant knüpft dabei weitgehend an Argumente aus seiner Habilitationsschrift Nova Dilucidatio an.

Nutzen und Kritik anderer Beweise

Im zweiten Abschnitt erläutert Kant den Nutzen dieser Gottesbeweise. Er sieht ihn vor allem darin, die Physikotheologie zu verbessern. Physikotheologie bezeichnet hier eine Gotteslehre, die von der Betrachtung der Natur ausgeht.

Der dritte Abschnitt kritisiert andere Formen des Gottesbeweises, insbesondere Descartes’ ontologischen Gottesbeweis. Dessen falsche Voraussetzung bestehe darin, „sein“ als „reales Prädikat“ zu behandeln, also als wirkliche Eigenschaft eines Gegenstands. Kant greift diese Kritik später in der Kritik der reinen Vernunft wieder auf. Außerdem setzt er sich, wie Bonaventura, Thomas von Aquin und Descartes, mit der Auffassung auseinander, Gott sei „das ist, im Vergleich zu dem nichts Größeres gedacht werden kann“.

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