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Das Beste kommt zum Schluss
Das Beste kommt zum Schluss (Originaltitel: The Bucket List) ist eine Tragikomödie des Regisseurs Rob Reiner aus dem Jahr 2007.
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Film und Grundidee
Das Beste kommt zum Schluss (Originaltitel: The Bucket List) ist eine US-amerikanische Tragikomödie aus dem Jahr 2007. Regie führte Rob Reiner, das Drehbuch schrieb Justin Zackham. Der etwa 93 Minuten lange englischsprachige Film ist in Deutschland ab FSK 0 und in Österreich ab JMK 6 freigegeben. Jack Nicholson spielt den Klinikbesitzer und Milliardär Edward Cole, Morgan Freeman den Automechaniker Carter Chambers.
Im Mittelpunkt stehen zwei schwer an Krebs erkrankte, sehr unterschiedliche Männer. Sie erhalten die Prognose, nur noch sechs bis zwölf Monate zu leben, und erstellen gemeinsam eine „Löffelliste“: eine Liste von Dingen, die sie vor ihrem Tod noch erleben oder tun möchten. Ihre Reise verbindet äußere Abenteuer mit der Frage, was im Leben wichtig ist.
Gemeinsame Reise und Konflikte
Edward Cole ist ungläubig und amoralisch, Carter Chambers hochgebildet. Carter wollte Geschichtsprofessor werden, änderte dieses Ziel aber wegen der finanziellen Folgen der plötzlichen Schwangerschaft seiner späteren Frau. Die beiden lernen sich bei Operationen und Chemotherapie in einem Krankenhaus kennen, das Cole gehört.
Die Idee der Liste geht auf Carters Philosophiestudium zurück. Cole ergänzt Carters zunächst als harmlos empfundene Wünsche und finanziert die Reise mit seinem Privatjet. Mit Assistent Matthew reisen sie um die Welt und streichen erfüllte Punkte ab. Dazu gehören Fallschirmspringen, einen Shelby Mustang fahren, die Pyramiden und den Taj Mahal sehen, auf Großwildjagd gehen, etwas „Majestätisches“ erleben, einem fremden Menschen etwas Gutes tun, so sehr lachen, bis man weint, und das schönste Mädchen der Welt küssen.
Auf der Reise werden ihre persönlichen Probleme sichtbar. Cole ist mit seiner Tochter zerstritten, nachdem er gegen ihren gewalttätigen Ehemann vorgegangen war. Carter erkennt, nachdem Cole ihm in Hongkong ein Callgirl geschickt hat, dass er seine Frau Virginia weiterhin liebt. Er beendet die Reise und kehrt zu seiner Familie zurück. Sein Versuch, Cole mit dessen Tochter zu versöhnen, führt zunächst zum Streit zwischen den Freunden.
Abschluss der Löffelliste
Nach einem Familienfest bricht Carter zusammen. Weitere Metastasen haben sich in seinem Gehirn gebildet. Cole besucht ihn im Krankenhaus; beide versöhnen sich. Durch einen Artikel über Kopi-Luwak-Kaffee erfährt Cole, dass dessen Bohnen von einer Schleichkatze ausgeschieden werden. Beide lachen bis sie weinen und können diesen Listenpunkt abhaken.
Carter stirbt während einer weiteren Operation. In einem Brief bittet er Cole, sich mit seiner Tochter zu versöhnen. Cole folgt dieser Bitte, wird liebevoll aufgenommen und lernt seine Enkeltochter kennen. Als er sie küsst, streicht er den Punkt „das schönste Mädchen der Welt küssen“. Bei Carters Beerdigung erklärt Cole, Carter sei noch vor wenigen Monaten ein Fremder für ihn gewesen, und hakt „einem Fremden etwas Gutes tun“ ab.
Der Film berichtet anschließend, Cole sei mit 81 Jahren gestorben: „Die Augen geschlossen, aber das Herz geöffnet.“ Matthew bringt seine Asche in einer Kaffee-Dose auf einen Gipfel des Himalaya-Gebirges, neben Carters Asche. Damit erfüllt er den letzten unerledigten Wunsch der beiden, den Himalaya zu besteigen und etwas „Majestätisches“ zu erleben; schlechtes Wetter hatte dies während ihrer Reise verhindert. Matthew streicht schließlich auch diesen Punkt von der Liste.
Synchronisation, Veröffentlichung und Einordnung
Die deutsche Synchronisation entstand bei RC Production Rasema Cibic in Berlin. Joachim Tennstedt führte Dialogregie, Klaus Bickert schrieb das Dialogbuch. Klaus Sonnenschein spricht Carter Chambers, Joachim Kerzel Edward Cole.
Die Erstaufführung war am 16. Dezember 2007 in Hollywood. In ausgewählten US-Kinos startete der Film am 25. Dezember 2007, die breite US-Veröffentlichung begann am 11. Januar 2008; der deutsche Kinostart war am 24. Januar 2008. Mit 19,4 Millionen US-Dollar am Startwochenende erreichte er Platz 1 der US-Kinocharts.
John Mayer erhielt für den Filmsong „Say“ bei den Grammy Awards 2009 den Preis für Beste männliche Gesangsdarbietung – Pop. Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW verlieh dem Film das Prädikat „wertvoll“. Die Kritiken fielen unterschiedlich aus: Todd McCarthy nannte ihn in Variety eine „Sitcom über Sterblichkeit“ und hob die Hauptdarsteller hervor; Michael Rechtshaffen bezeichnete ihn im The Hollywood Reporter als „langweilig“ und kritisierte das Drehbuch.