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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Dar asch-Schahada

An ihre Stelle trete die Schahāda als das islamische Glaubensbekenntnis, das frei ausgeübt werden kann und somit den Dschihad gegen die nichtislamische Welt …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Begriff und Bedeutung
  2. 2. Abgrenzung zur traditionellen Einteilung
  3. 3. Ramadans Begründung
  4. 4. Verhältnis zu Dar ad-Daʿwa

Begriff und Bedeutung

Dar asch-Schahada (arabisch دار الشهادة, DMG dār aš-šahāda, „Gebiet des Glaubenszeugnis“) ist ein Neologismus im Islam. Der Begriff wurde von Tariq Ramadan eingeführt und gehört zu den Grundgedanken des von ihm vertretenen Euroislam.

Die islamische Orthodoxie lehnt den Begriff strikt ab.

Abgrenzung zur traditionellen Einteilung

Ramadan verwendet Dar asch-Schahada, um den Widerspruch zwischen der traditionellen Dichotomie dār al-Islām („Gebiet des Islam“) und dār al-Harb („Gebiet des Krieges“) aufzulösen.

In der islamischen Tradition gilt dār al-Islām als sicherer Ort für Muslime. Dār al-Harb bezeichnet dagegen ein Gebiet, das Muslime erobern oder verlassen müssen.

Ramadans Begründung

Ramadan argumentiert, dass der Begriff dār al-Harb in den meisten nichtislamischen Ländern und in Europa keine Gültigkeit mehr habe, wenn dort Religionsfreiheit gewährt werde. Er verweist dabei auf den 256. Koranvers der zweiten Sure: „Kein Zwang in der Religion“.

An die Stelle von dār al-Harb trete nach Ramadan die Schahāda, also das islamische Glaubensbekenntnis. Weil dieses frei ausgeübt werden könne, werde der Dschihad gegen die nichtislamische Welt seiner Meinung nach überflüssig.

Verhältnis zu Dar ad-Daʿwa

Ein zuvor teilweise gebrauchter Begriff war Dar ad-Daʿwa, „Gebiet der Mission“. Tariq Ramadan ließ diesen Begriff fallen und ersetzte ihn in seinem Konzept durch Dar asch-Schahada.

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