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Corina Oosterveen
Corina Oosterveen (* 20. Jahrhundert) ist eine niederländisch-deutsche Tanzpädagogin und Choreographin. Leben. Bearbeiten. Oosterveen unterrichtet als …
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Einordnung
Corina Oosterveen (* 20. Jahrhundert) ist eine niederländisch-deutsche Tanzpädagogin und Choreographin. Sie arbeitet in den Bereichen Tanz, Bewegungsausdruck, Choreographie und Tanzvermittlung. Wichtig ist sie vor allem durch ihre Lehrtätigkeit, ihre Veröffentlichungen zur Tanzpädagogik und ihre Rolle beim Aufbau der Tango-Argentino-Szene im Rhein-Neckar-Raum.
Lehre und Fachgebiete
Oosterveen unterrichtet als Dozentin an der staatlich anerkannten Theaterakademie Mannheim in den Bereichen Tanz und Bewegungsausdruck. Außerdem arbeitet sie selbständig für große Bildungsträger, Theater und freie Bühnen.
Ihre Fachgebiete sind unter anderem Tanzpädagogik, Methodik-Didaktik, Choreographie, Sitztanz, Modern Dance, Bewegungsanalyse, Improvisation im Tanz, Tango Argentino, Stepptanz sowie traditioneller Tanz der Bretagne und Westeuropas. In diesen Bereichen ist sie auch praktisch als Tanzpädagogin tätig und leitet Ausbildungsgänge im Tanz.
Traditioneller Tanz und Organisationen
Oosterveen sammelt traditionelle Tänze. Sie ist Mitglied des „International Council for traditional Music“ der UNESCO, Sekretariat Deutschland, des „Deutschen Bundesverbandes Tanz“ und der US-amerikanischen „Country Dance and Song Society“. Im Deutschen Bundesverband Tanz war sie früher auch im Vorstand.
Sie war Mitglied des „Cercle Breton de Paris“, leitete die traditionelle Tanzgruppe „Pälzer Danzheisl“, Partnergruppe des Cercle Brizeux Lorient, und ist dort Ehrenmitglied. Als Fachjournalistin schreibt sie unter anderem für „Tanzen“, „Folker“, Tanzaffice sowie für Veröffentlichungen des UNESCO Council for Traditional Music und von Musik- und Tanz-Symposien, zu denen sie auch als Referentin eingeladen wird.
Choreographie und Projekte
Für Bühne, Schauspiel, Tanz und pädagogische Arbeit choreographiert Oosterveen Tanzstücke. Ihre eigene Compagnie war von 1989 bis 1998 aktiv. Ihr letztes Modern-Dance-Projekt wurde 2017 verwirklicht.
Von 2018 bis 2023 entwickelte sie Choreographien für Projekte mit elsässischen, schweizerischen und deutschen Grundschulkindern. Im Mai 2024 gestaltete sie für die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft einen Flashmob vor dem Dom in Speyer. Dieses Projekt erhielt den 1. Preis Aktionen 2024 der DMSG.
Tango Argentino im Rhein-Neckar-Raum
Oosterveen hat den Aufbau der Tango-Argentino-Szene im Rhein-Neckar-Raum als Pionierin wesentlich mitgestaltet. Der erste Tango-de-Salón-Workshop im gesamten Rhein-Neckar-Raum fand im Oktober 1988 im „Tanzhaus“, der Tanz-Abteilung des Ludwigshafener Kulturzentrums „das Haus“, statt. Danach wurde Tango dort zu einer festen und regelmäßigen Workshop-Reihe.
Oosterveen gründete das „Tanzhaus“ und leitete es lange. Den Tango lernte sie während ihrer Zeit in Paris 1981/82 kennen. Sie ist seit 1983 Tangotänzerin und seit 1993 Tangolehrerin. Für das „Tanzhaus“ holte sie Lehrer aus Argentinien und Paris nach Ludwigshafen und organisierte dort ab Februar 1989 die ersten Milongas und Tangobälle mit Live-Musik der gesamten Rhein-Neckar-Region. Sie gilt in der Darstellung des Artikels als Tangotänzerin der ersten Stunde und als am längsten aktive Tangolehrerin dieser Region.
Veröffentlichungen
Oosterveen veröffentlichte zahlreiche Arbeiten zu Tanz, Tanzpädagogik und traditionellem Tanz. Dazu gehören „40 bretonische Tänze mit ihrem kulturellen Hintergrund“ von 1995, „Bourrée, Bourrée, Bourrée“ von 1999 und „Tanzarello, Folk-Tanzen in der Grundschule“ von 2006. Mehrere Werke erschienen mit Begleit-CDs.
Weitere Veröffentlichungen behandeln unter anderem Hip-Hop, Tarantella, Techno, Rap im Unterricht, Bewegungsgeschichten im Frühenglisch-Unterricht, bretonische Tänze wie An Dro, Contratänze und Zwiefache. Das Werk „Zwiefache, 77 Taktwechseltänze aus Bayern, Franken, Schwaben, der Pfalz und dem Elsass“ erschien 2002 zusammen mit Ute Walther und enthält Noten, Beschreibungen und Historie. Außerdem verfasste sie 12 Handbücher der bundesweit zertifizierten Tanzleiterausbildung des Malteserverbandes im Zeitraum 1998–2015.