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Coda (Musik)

Besondere Bedeutung kommt der Coda in der Sonatenhauptsatzform zu. Als ein Phrasenteil leitet sie den zweiten Themenabschnitt (vor der Wiederholung des …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Grundbegriff
  2. 2. Funktion in musikalischen Formen
  3. 3. Codazeichen
  4. 4. Codetta

Grundbegriff

Eine Koda oder Coda ist der angehängte, ausklingende Teil einer musikalischen Bedeutungseinheit. Sie kann ein kurzer Phrasenteil sein oder in größeren Formen eine ganze thematische Episode bilden, die Charakterzüge des Werks aufgreift und zusammenfasst.

Als Phrasenteil ist eine Coda meist eine wiederholte funktionale Kadenzformel nach dem eigentlichen Phrasenschluss. Eine Kadenz ist eine Schlusswendung; häufig wird hier die Folge D-T genannt, also Dominante zu Tonika. Dadurch wirkt die Coda wie ein Anhang oder „Schwanz“ an das bereits erreichte Ende.

Funktion in musikalischen Formen

In der Popmusik kann eine Coda als ausleitender, wiederholter Schlussabschnitt erscheinen. Als Beispiel nennt der Artikel das Fadeout bei All You Need Is Love von den Beatles. Die dort eingearbeiteten Zitate anderer musikalischer Werke gehören jedoch nicht zum wesentlichen ausleitenden Material der Coda, sondern die Coda ist hier die schlichte repetierte Kadenzformel.

Besondere Bedeutung hat die Coda in der Sonatenhauptsatzform. Als Phrasenteil leitet sie den zweiten Themenabschnitt vor der Wiederholung der Exposition aus. Eine ähnliche Aufgabe kann auch der übliche überleitende Abschnitt vom ersten zum zweiten Themenabschnitt übernehmen.

Außerdem kann in der Sonatenhauptsatzform ein ganzer Formteil als Coda oder Coda-Abschnitt bezeichnet werden. Dieser kann vollständige Phrasengestalten enthalten und folgt mitunter dem Schluss-Zeitpunkt der Reprise. Er steht grundsätzlich entweder anstelle der Reprise oder, meistens, als Ausweitung bei der Wiederholung des Durchführung-Reprise-Abschnitts. Ludwig van Beethoven gab der Coda in diesem Sinn manchmal einen Stellenwert, der zuvor allein der Reprise zukam.

Codazeichen

In der Musiknotation gibt es ein Codazeichen. Es wird verwendet, wenn die Coda eines Stückes beginnen soll, bevor eine Wiederholung vollständig beendet ist.

Das Zeichen dient dann als Absprung- und Einsprungmarkierung: Es steht an der Stelle, bis zu der wiederholt werden soll, und außerdem am Beginn der Coda.

Codetta

Nicht jedes Musikstück hat nur eine einzige Coda. Besonders in komplexer aufgebauter Popmusik kann die Coda als Teil vor dem eigentlichen Schlussteil wirken.

Dabei kann sie zum Beispiel noch ein letztes Mal zum Refrain, zu einer vollständigen Strophe mit oder ohne Refrain oder zu einer Bridge führen. Danach springt das Stück in die sogenannte Codetta. Codetta ist die Verkleinerungsform von Coda und wird mit zwei nebeneinanderliegenden Coda-Zeichen notiert.

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