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Closing (Finanzwesen)
Das Closing ist ein Sicherungsgeschäft (englisch Hedging) und damit eine auf Risikominderung abzielende Anlage- oder Handelsstrategie. Da durch das …
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Begriff und Funktionsweise
Closing, auch Closing out genannt, bezeichnet im Finanzwesen die Glattstellung von Optionsgeschäften. Eine bestehende Option wird glattgestellt, indem ein entgegengesetzter Finanzkontrakt mit denselben Ausstattungsmerkmalen gekauft wird. Die beiden Kontrakte haben jeweils eigenständige, gegenläufige Finanzrisiken. Diese gleichen sich am gemeinsamen Fälligkeitstag durch Risikokompensation aus. Das Verfahren kann auch auf andere Handelsobjekte wie Aktien oder Devisen angewendet werden.
Closing als Sicherungsgeschäft
Closing ist ein Sicherungsgeschäft (Hedging), also eine Anlage- oder Handelsstrategie zur Minderung von Risiken. Durch das Grundgeschäft und das zu seiner Absicherung abgeschlossene Sicherungsgeschäft entstehen zwei getrennte Geschäfte und zwei Buchungen. Deshalb müssen sie am Bilanzstichtag grundsätzlich getrennt bewertet werden, obwohl sie wirtschaftlich zusammengehören. Das Hedge Accounting berücksichtigt diesen wirtschaftlichen Zusammenhang bei der Bilanzierung.
Closing im Investmentbanking
Im Investmentbanking, insbesondere im Corporate Finance, bezeichnet Closing die gegenseitige Erfüllung der jeweiligen Hauptleistungspflichten. Das ist relevant, wenn Vertragsabschluss und Vertragserfüllung nicht gleichzeitig, also nicht Zug um Zug, erfolgen.
Beim Unternehmenskauf umfasst das Closing beispielsweise die Übertragung der Anteilscheine bei einem Share Deal oder die Übertragung von Vermögenswerten und Schulden bei einem Asset Deal. Gleichzeitig wird die vereinbarte Gegenleistung zu einem festgelegten Stichtag erbracht. Das Closing findet erst statt, wenn zuvor die Erfüllungsbedingungen (closing conditions) erfüllt sind. Dazu kann etwa die Genehmigung der Kartellbehörde gehören.