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Chronik der Komponisten
Komponisten geboren 1401–1500 · 15. Jahrhundert Adam Ileborgh · 15. Jahrhundert Johannes de Sarto · um 1410 – 1473 Conrad Paumann · um 1420/25 – 1497 Johannes …
Inhalt6 Abschnitte
Worum es geht
Die „Chronik der Komponisten“ ist eine chronologisch geordnete Übersicht von Komponistinnen und Komponisten. Sie sortiert Personen nach ihrem Geburtsjahr und nennt jeweils Lebensdaten, soweit sie bekannt sind. Dadurch eignet sich die Liste als Orientierung in der Musikgeschichte: Man kann sehen, welche Komponisten ungefähr zur gleichen Zeit lebten und in welcher Reihenfolge wichtige Namen auftreten.
Die Einträge sind nach Geburtszeiträumen gegliedert, zum Beispiel „geboren bis 1200“, „geboren 1701–1750“ oder „geboren ab 1951“. Viele Daten sind ungefähr angegeben, etwa mit „um“, „vor“, „nach“ oder mit mehreren möglichen Jahreszahlen wie „1507/11“. Das zeigt, dass bei älteren Komponisten die Lebensdaten oft unsicher sind. Die Liste enthält keine Werkbeschreibungen oder Biografien, sondern vor allem Namen und Daten.
Frühe Musik bis Renaissance
Für die Zeit bis 1200 nennt die Chronik frühe europäische Komponistinnen und Komponisten wie Kassia, Heriger von Lobbes, Petrus Abaelardus, Adam von St. Viktor, Hildegard von Bingen, Bernart de Ventadorn, Léonin, Pérotin und Walther von der Vogelweide. Diese Einträge markieren einen sehr frühen Zeitraum, in dem Komposition oft mit geistlicher Musik, Dichtung oder höfischer Musik verbunden war; die Liste selbst erklärt diese Gattungen aber nicht näher.
Für die Jahre 1201–1400 erscheinen unter anderem Philippe de Vitry, Guillaume de Machaut, Francesco Landini, Johannes Ciconia, Oswald von Wolkenstein, John Dunstable, Guillaume Dufay und Gilles Binchois. Manche Personen sind nur mit „13. Jahrhundert“ oder „14. Jahrhundert“ eingeordnet, was die Unsicherheit der Datierung zeigt.
Im Abschnitt 1401–1500 stehen zahlreiche Namen der Renaissancezeit, darunter Johannes Ockeghem, Antoine Busnoys, Heinrich Isaac, Josquin Desprez, Jacob Obrecht, Jean Mouton, Pierre de la Rue, Ludwig Senfl, Adrian Willaert, John Taverner und Cristóbal de Morales. Der Artikel verweist in diesem Zusammenhang auf „Alte Musik“ und „Musik der Renaissance“.
Späte Renaissance und Barock
Die Geburtsjahrgänge 1501–1550 und 1551–1600 führen Komponisten der späten Renaissance und des Übergangs zum Barock auf. Genannt werden unter anderem Thomas Tallis, Antonio de Cabezón, Cyprian de Rore, Giovanni Pierluigi da Palestrina, Orlando di Lasso, Andrea Gabrieli, Claudio Merulo, William Byrd, Tomás Luis de Victoria, Giulio Caccini, Luca Marenzio, Giovanni Gabrieli, Jan Pieterszoon Sweelinck, John Dowland, Carlo Gesualdo, Claudio Monteverdi, Michael Praetorius, Girolamo Frescobaldi, Heinrich Schütz, Francesca Caccini und Samuel Scheidt.
Für 1601–1650 und 1651–1700 wächst die Liste stark an. Zu den bekannten Namen gehören Francesco Cavalli, Johann Jakob Froberger, Barbara Strozzi, Jean-Baptiste Lully, Dieterich Buxtehude, Marc-Antoine Charpentier, Heinrich Ignaz Franz Biber, Arcangelo Corelli, Johann Pachelbel, Henry Purcell, Alessandro Scarlatti, François Couperin, Antonio Vivaldi, Georg Philipp Telemann, Jean-Philippe Rameau, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Domenico Scarlatti, Giuseppe Tartini und Johann Adolph Hasse. Der Artikel verweist hier auch auf „Alte Musik“ und „Barockmusik“.
Klassik und Romantik
Für 1701–1750 nennt die Chronik viele Komponisten, die zeitlich in die Musik des 18. Jahrhunderts fallen. Beispiele sind Carl Philipp Emanuel Bach, Christoph Willibald Gluck, Leopold Mozart, Johann Stamitz, Joseph Haydn, Johann Christian Bach, Michael Haydn, Luigi Boccherini, Joseph Bologne, Chevalier de Saint-Georges, Domenico Cimarosa und Antonio Salieri.
Im Abschnitt 1751–1800 stehen unter anderem Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Niccolò Paganini, Carl Maria von Weber, Gioacchino Rossini, Giacomo Meyerbeer, Franz Schubert, Gaetano Donizetti und mehrere Komponisten mit Geburtsjahr 1800. Die Liste zeigt damit den Übergang von der klassischen Zeit in das 19. Jahrhundert.
Der Abschnitt 1801–1850 enthält viele Namen, die mit der Musik der Romantik verbunden werden. Genannt werden Vincenzo Bellini, Hector Berlioz, Michail Glinka, Johann Strauss Vater, Fanny Hensel, Felix Mendelssohn Bartholdy, Frédéric Chopin, Robert Schumann, Franz Liszt, Giuseppe Verdi, Richard Wagner, Jacques Offenbach, Clara Schumann, Anton Bruckner, Bedřich Smetana, Johann Strauss, Johannes Brahms, Camille Saint-Saëns, Georges Bizet, Max Bruch, Modest Mussorgski, Pjotr Tschaikowski, Antonín Dvořák, Edvard Grieg, Nikolai Rimski-Korsakow und Gabriel Fauré.
Moderne und 20. Jahrhundert
Der Abschnitt 1851–1900 ist besonders umfangreich und führt Komponistinnen und Komponisten auf, die bis weit ins 20. Jahrhundert wirkten. Dazu gehören Leoš Janáček, Giacomo Puccini, Gustav Mahler, Hugo Wolf, Claude Debussy, Richard Strauss, Alexander Glasunow, Carl Nielsen, Jean Sibelius, Erik Satie, Scott Joplin, Franz Lehár, Arnold Schönberg, Maurice Ravel, Manuel de Falla, Béla Bartók, Zoltán Kodály, Igor Strawinsky, Anton Webern, Alban Berg, George Gershwin, Duke Ellington, Francis Poulenc, Aaron Copland, Ernst Krenek und Kurt Weill. Der Artikel verweist an dieser Stelle auf „Musik der Romantik“.
Für 1901–1950 nennt die Chronik viele Komponisten der neueren und zeitgenössischen Musik, außerdem Film- und Unterhaltungsmusik-Komponisten. Beispiele sind Aram Chatschaturjan, Dmitri Kabalewski, Dmitri Schostakowitsch, Olivier Messiaen, Samuel Barber, Pierre Schaeffer, John Cage, Benjamin Britten, Witold Lutosławski, Leonard Bernstein, Astor Piazzolla, Iannis Xenakis, György Ligeti, Luciano Berio, Pierre Boulez, György Kurtág, Ennio Morricone, Karlheinz Stockhausen, Tōru Takemitsu, Sofia Gubaidulina, John Williams, Krzysztof Penderecki, Alfred Schnittke, Arvo Pärt, Steve Reich, Philip Glass, Paul McCartney, Howard Shore und John Adams.
Zeitgenössische Komponisten
Der Abschnitt ab 1951 setzt die Chronik mit lebenden oder jüngst verstorbenen Komponistinnen und Komponisten fort. Die Einträge reichen von 1951 bis 1990 und enthalten unter anderem Qigang Chen, Heiner Goebbels, Wolfgang Rihm, Kaija Saariaho, Georg Friedrich Haas, John Zorn, Beat Furrer, Toshio Hosokawa, Tan Dun, Hans Zimmer, James MacMillan, George Benjamin, Chin Un-suk, Mark Andre, Moritz Eggert, Rebecca Saunders, Olga Neuwirth, Enno Poppe, Michel van der Aa, Fazıl Say, Thomas Adès, Jörg Widmann, Ramin Djawadi, Mason Bates, Johannes Kreidler, Caroline Shaw und Ellen Reid.
Viele Einträge in diesem jüngsten Abschnitt haben nur ein Geburtsjahr mit offenem Lebensende, zum Beispiel „1957– Tan Dun“ oder „1982– Caroline Shaw“. Das bedeutet, dass die Person zum Zeitpunkt der Liste als noch lebend geführt wird. Einige Einträge nennen ein Todesjahr, etwa „1952–2024 Wolfgang Rihm“ oder „1952–2023 Kaija Saariaho“.