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China Railway Rolling Stock Corporation

Die China Railway Rolling Stock Corporation (kurz CRRC) ist der größte Schienenfahrzeughersteller der Welt und einer der größten Industriekonzerne.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Bedeutung
  2. 2. Entstehung und Unternehmensgröße
  3. 3. Internationale Expansion und Konflikte
  4. 4. Ausgewählte Exportprojekte
  5. 5. Produkte und Fahrzeugtypen

Überblick und Bedeutung

Die China Railway Rolling Stock Corporation, kurz CRRC, ist ein chinesischer Hersteller von Schienenfahrzeugen mit Hauptsitz in Peking. Sie gilt als größter Schienenfahrzeughersteller der Welt und als einer der größten Industriekonzerne. Das Unternehmen ist als Limited organisiert, hat die ISIN CNE100000BG0 und wurde am 1. Juni 2015 gegründet. Die Branche ist der Schienenfahrzeugbau.

Zu den im Artikel genannten Unternehmensdaten gehören 186.963 Beschäftigte und ein Umsatz von 37,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015. Als Leitung werden Liu Hualong als Vorstandsvorsitzender, Xi Guohua als Vizevorsitzender und Sun Yongcai als Geschäftsführer genannt.

Entstehung und Unternehmensgröße

CRRC entstand aus dem Zusammenschluss der beiden staatseigenen Unternehmen China CNR Corporation Limited und CSR Corporation Limited. Die Fusion wurde Ende 2014 angekündigt und am 1. Juni 2015 abgeschlossen. Sie erfolgte durch Aktientausch: Jede CNR-Aktie wurde gegen 1,1 CSR-Aktien getauscht. Als Gründe wurden Effizienzsteigerung und eine bessere internationale Wettbewerbsfähigkeit genannt.

Durch die Fusion wurde CRRC zum größten Schienenfahrzeughersteller der Welt und hielt über 90 % des chinesischen Marktes. CNR und CSR waren bereits früher ein gemeinsames Unternehmen gewesen, bevor sie im Jahr 2000 zur Stärkung des Wettbewerbs getrennt wurden.

Gemessen am kombinierten Umsatz von 224 Milliarden Yuan im Jahr 2014 war CRRC das weltgrößte Unternehmen der Branche. Der Wert der beiden Ursprungsunternehmen lag 2014 bei 299,7 Milliarden Yuan. Am ersten Notierungstag der Aktie in Hongkong und Shanghai erreichte CRRC eine Marktkapitalisierung von umgerechnet 130 Milliarden US-Dollar und lag damit hinter General Electric, aber vor Siemens und Alstom. Bereits CNR und CSR hatten 2013 jeweils umgerechnet knapp 12 Milliarden Euro Umsatz und waren damit mehr als doppelt so groß wie die Bahnsparten von Siemens, Alstom und Bombardier.

Für das Jahr 2020 nennt der Artikel außerdem die Tochtergesellschaft CRRC Wind Power: Sie installierte Windkraftanlagen mit einer Leistung von 3,84 Gigawatt und lag damit im internationalen Ranking der Windkraftanlagenhersteller auf Platz 9. CNR erzielte 2014 einen Nettogewinn von 4,49 Milliarden Yuan, CSR 5,31 Milliarden Yuan. Zu Beginn beschäftigte CRRC 175.700 Mitarbeiter.

Internationale Expansion und Konflikte

Nach der Fusion begann CRRC stärker ins Ausland zu expandieren. Ein wichtiger Auftrag kam bereits im Oktober 2014 aus den Vereinigten Staaten: Für die Massachusetts Bay Transportation Authority sollten zunächst 284 U-Bahn-Wagen für die rote und orange Linie gebaut werden, später wurde die Zahl auf 404 erhöht. Das Auftragsvolumen betrug 556,6 Millionen US-Dollar. In Springfield, Massachusetts, errichtete CRRC dafür ein 13.900 Quadratmeter großes Montagewerk auf einem ehemaligen Westinghouse-Gelände. Die Bauarbeiten begannen im September 2015, die Produktion der ersten Bahnen im April 2018.

Der Artikel nennt auch mehrere politische und rechtliche Konflikte. Im Juni 2016 wurde das Vorgängerunternehmen CSR Corporation Limited in Bestechungsvorwürfe in Südafrika verwickelt. Es soll Bestechungsgelder gezahlt haben, um 2012 eine Ausschreibung über 6 Milliarden US-Dollar zur Lieferung von 600 Lokomotiven an die staatliche Passenger Rail Agency of South Africa zu erhalten. 2020 wurde berichtet, dass Gelder für einen angepassten Vertrag wegen möglicher Korruptionsfälle eingefroren wurden.

In den USA erklärte das Verteidigungsministerium, CRRC sei ein Lieferant der Volksbefreiungsarmee. Im November 2020 erließ Donald Trump eine Durchführungsverordnung, die amerikanischen Unternehmen und Einzelpersonen verbot, Anteile an Unternehmen zu besitzen, denen das US-Verteidigungsministerium Verbindungen zur Volksbefreiungsarmee zuschrieb; CRRC gehörte dazu. Im Oktober 2022 setzte das US-Verteidigungsministerium CRRC auf eine Liste chinesischer Militärunternehmen, die in den USA tätig sind.

Im Februar 2024 leitete die Europäische Union eine Untersuchung gegen CRRC ein. Der Vorwurf lautete, das Unternehmen nutze staatliche Subventionen, um europäische Lieferanten zu unterbieten.

Ausgewählte Exportprojekte

In Deutschland bestellte die Deutsche Bahn im Juni 2018 vier dieselelektrische Rangierlokomotiven für die S-Bahnen in Hamburg und Berlin, die DB-Baureihe 1004. Ein Rahmenvertrag bot die Option auf 16 weitere Rangierlokomotiven. Eine erste Lok wurde im Sommer 2018 auf der Innotrans vorgestellt und im Mai 2019 an die S-Bahn Hamburg geliefert. Im August 2019 fanden mit einer zweiten Lok erste Probefahrten statt. Ebenfalls im August 2019 übernahm CRRC den Geschäftsbereich Transportation von Vossloh Rolling Stock, einschließlich des Lokomotivwerks in Kiel-Suchsdorf.

In Österreich soll die CRRC ZELC Verkehrstechnik GmbH im Wiener DC Tower als europäischer Brückenkopf dienen. Sie ist für Beratungsleistungen, künftige Projekte in Europa, Materialeinkauf, Instandhaltung, Garantieleistungen und Marketingsupport vorgesehen. Die Westbahn interessierte sich ab 2019 für CRRC-Züge. Am 1. Juni 2021 präsentierte CRRC einen 200 km/h schnellen Triebzug im Westbahn-Design, einsetzbar unter 25 kV mit 50 Hz und 15 kV mit 16,7 Hz. Die Westbahn wollte vier Fahrzeuge für fünf europäische Länder mieten. Die Betriebsaufnahme verzögerte sich. Am 6. November 2025 erteilte die Eisenbahnagentur der Europäischen Union die Zulassung für Österreich; am 12. November 2025 wurden die Züge erstmals im Fahrgastbetrieb eingesetzt.

In Tschechien schloss Leo Express im September 2016 einen Vertrag über drei elektrische Triebzüge des Typs Sirius. Dies war der erste CRRC-Auftrag in der Europäischen Union. Es gab eine Option auf 27 weitere Fahrzeuge. Die Fahrzeuge befanden sich im Dezember 2020 in der Zulassungsphase, der Vertrag wurde im April 2022 gekündigt. Im September 2024 wurden sie an Regiojet vermietet.

In Ungarn bestellte Rail Cargo Hungaria im Oktober 2019 je zwei Hybrid-Güterzuglokomotiven für Verschub- und Streckendienst. Die erste Streckenlokomotive wurde im September 2020 fertiggestellt, traf Anfang 2021 in Europa ein und wurde getestet. Zusätzlich wurden zwei Akku-Oberleitungs-Hybrid-Rangierlokomotiven vom Typ 461 bestellt.

In den Vereinigten Staaten lieferte CRRC Fahrzeuge für Boston und erhielt 2016 über CRRC Qingdao Sifang einen Auftrag über 400 Fahrzeuge der Serie 7000 für die Chicago Transit Authority, mit Option auf 446 weitere. Die Kosten lagen bei 632 Millionen bis 1,3 Milliarden US-Dollar mit Optionen. In Chicago entstand dafür ein Montagewerk für 40 Millionen US-Dollar.

In Singapur lieferte CRRC, teils mit anderen Herstellern, verschiedene Metrozüge für den Mass Rapid Transit. Dazu gehörten C151A-, C151B-, C151C- und T251-Züge. Der Artikel erwähnt auch Kontroversen um Mängel an C151A-Zügen, die 2016 durch FactWire öffentlich gemacht wurden und später teilweise von SMRT und der Land Transport Authority anerkannt wurden. CRRC soll außerdem Züge für die neue Cross Island Line liefern. In Chile lieferte CRRC Sifang sechs Zweikrafttriebzüge an EFE Central. Die Vierwagenzüge erreichen 160 km/h und sind die schnellsten Züge Chiles; seit 2024 fahren sie zwischen Santiago und Curicó.

Produkte und Fahrzeugtypen

CRRC stellt verschiedene Arten von Schienenfahrzeugen her, darunter Lokomotiven, Vollbahn-Triebzüge und Nahverkehrs-Triebzüge. Ein Triebzug ist ein Zug, bei dem der Antrieb in den Wagen selbst eingebaut ist, statt nur in einer separaten Lokomotive. Eine Rangierlokomotive ist eine Lok, die vor allem zum Verschieben von Wagen auf Bahnhöfen oder Betriebsgeländen dient.

Für 2021 beabsichtigte CRRC die Serienproduktion des CRRC 600, einer Magnetschwebebahn mit 600 km/h. Die Fahrzeit zwischen Peking und Shanghai sollte damit 3½ Stunden betragen.

In Europa bietet CRRC mehrere Lokomotiven an. Dazu gehören unter anderem die Bison mit 6400 kW und 160 bis 230 km/h, eine Streckenlokomotive für Rail Cargo Hungaria mit 5600 kW plus 350 kW Batterie und 140 km/h, die Rangierlokomotive Grasshopper mit 850 kW plus 400 kW Batterie und 100 km/h sowie die AZ-Lokomotive beziehungsweise DB-Baureihe 1004 mit Stromschiene, Dieselmotor und Batterie. Weitere genannte Typen sind die Kleinstlok HH, InnoShunt 1063, die MŽ-Baureihe 443 und eine Wechselspannungslokomotive für Serbien mit 7000 kW.

Bei den Vollbahn-Triebzügen nennt der Artikel unter anderem den Panda für die Westbahn mit 200 km/h, sechs Wagen und 158 m Länge, den Sirius mit 160 km/h und sechs Wagen für LEO Express beziehungsweise Regiojet, den Soko mit 200 km/h für Železnice Srbije sowie EMU- und DMU-Fahrzeuge für Makedonski železnici. EMU bezeichnet elektrische Triebzüge, DMU Dieseltriebzüge.

Für den Nahverkehr bietet CRRC unter anderem Metrozüge und Light-Rail-Vehicles an. Genannt werden ein Metrofahrzeug mit drei Wagen für die Metro Ankara und ein LRV mit vier Wagen, 80 km/h Höchstgeschwindigkeit und 750 V Gleichstrom für die Metro Izmir.

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