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Barmherzigkeitsrosenkranz
Der Barmherzigkeitsrosenkranz ist ein Gebet in der römisch-katholischen Kirche, das die Verehrung der Barmherzigkeit Gottes in Jesus Christus in den …
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Bedeutung und Grundlage
Der Barmherzigkeitsrosenkranz ist ein Gebet der römisch-katholischen Kirche. Im Mittelpunkt steht die Verehrung der Barmherzigkeit Gottes in Jesus Christus. Gebetet wird er mit dem traditionellen Rosenkranz mit 59 Perlen, verwendet werden jedoch nicht regelmäßig Ave Marias, sondern besondere Gebetsformeln.
Das Gebet beruht auf Visionen der polnischen Ordensschwester Faustyna Kowalska (1905–1938). Die Gebete richten sich an Gott den Vater und an Jesus Christus, der häufig im Bild des Barmherzigen Jesus dargestellt wird. Zwischen dem Gebet und der Eucharistiefeier besteht ein enger Zusammenhang. Das erste Bild vom Barmherzigen Jesus malte Eugeniusz Kazimirowski; es trägt die Unterschrift „Jesus, ich vertraue auf Dich.“
Aufbau des Gebets
Zu Beginn werden auf den ersten drei Perlen nacheinander das Vaterunser, das Ave Maria und das Apostolische Glaubensbekenntnis gebetet.
Auf den großen Perlen steht das Gebet: „Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, zur Sühne für unsere Sünden und die Sünden der ganzen Welt.“
Auf den kleinen Perlen folgt jeweils: „Durch sein schmerzhaftes Leiden hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.“
Abschluss und Bedeutung der Verheißungen
Am Ende wird dreimal gebetet: „Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.“ Vor und nach dem Rosenkranz kann zusätzlich gebetet werden: „O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, Jesus, ich vertraue auf Dich! Barmherziger Jesus, in dem Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich an, lobpreise Dich und bitte, umfasse mit Deiner unerschöpflichen Barmherzigkeit die ganze Menschheit, besonders die armen Sünder und die Sterbenden.“
Laut den Aufzeichnungen von Schwester Faustyna habe Jesus versprochen, dass diejenigen, die diesen Rosenkranz beten, in ihrer Todesstunde seine große Barmherzigkeit erfahren. Priester sollten ihn Sündern als „letzten Rettungsanker“ reichen. Auch dem verstocktesten Sünder werde, so die aufgezeichnete Aussage, durch einmaliges Beten die Gnade der unendlichen Barmherzigkeit zuteil. Zugleich wird der Wunsch genannt, dass die ganze Welt Gottes Barmherzigkeit erkennt und Menschen, die darauf vertrauen, besondere Gnaden erhalten.