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Bachelor of Business Administration
Der Bachelor of Business Administration (BBA) ist ein akademischer Grad, der überwiegend in angloamerikanisch geprägten Bildungssystemen durch ein Studium …
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Profil und Abschluss
Der Bachelor of Business Administration (BBA) ist ein akademischer Grad, der überwiegend in angloamerikanisch geprägten Bildungssystemen durch ein Studium der Betriebswirtschaftslehre erworben wird. Der Studiengang ist im Regelfall generalistisch, managementorientiert und international ausgerichtet. Er verbindet wissenschaftliche Grundlagen und Methodenwissen mit berufspraktischen Qualifikationen für verschiedene Tätigkeits- und Berufsfelder der Betriebswirtschaft und des Managements.
In Deutschland hat der BBA denselben Stellenwert wie ein Bachelor of Science oder Bachelor of Arts. Deutsche Hochschulen dürfen die Abschlussbezeichnung BBA nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz jedoch nicht verleihen. Wird ein Studiengang an einer deutschen Hochschule als „Business Administration“ oder „Bachelor of Business Administration“ bezeichnet, lautet der tatsächlich verliehene akademische Abschluss daher trotzdem Bachelor of Science oder Bachelor of Arts. Ein BBA kann in Deutschland zusätzlich durch eine ausländische Partnerhochschule im Rahmen eines Double-Degree-Programms vergeben werden.
Studienaufbau und Inhalte
BBA-Studiengänge vermitteln fachliche Fertigkeiten der Betriebswirtschaft und angrenzender Fachgebiete sowie analytische, methodische und soziale Fähigkeiten.
In der Anfangsphase stehen vor allem grundlegende Kenntnisse im Mittelpunkt. Dazu gehören beispielsweise Buchführung, Bilanzierung, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Marketing, Finanzierung, Controlling, Personalmanagement und Recht einschließlich Steuerrecht.
Der anschließende Studienteil umfasst in der Regel mehrere Semester und ist stark handlungsorientiert. Er besteht zu erheblichen Teilen oder sogar ausschließlich aus Seminaren und umfangreichen Projektarbeiten. Diese werden häufig in Gruppen und über einen längeren Zeitraum, oft einige Monate, bearbeitet. Gegenstand sind real existierende betriebswirtschaftliche Probleme in Unternehmen oder Märkten. Die Ergebnisse werden mit einer schriftlichen Arbeit und häufig zusätzlich mit einer mündlichen Prüfung abgeschlossen, etwa in Form eines Kolloquiums oder einer Präsentation.
Ziel der Studien- und Projektarbeiten ist oft die Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen durch die Studierenden. Als Beispiel nennt der Artikel die Frage, wie sich eine bevorstehende Insolvenz eines Unternehmens vermeiden lässt.
Abgrenzung zu anderen Abschlüssen
Im Vergleich zu wissenschaftlich orientierten betriebswirtschaftlichen oder wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen, die meistens mit einem Bachelor of Science oder Bachelor of Arts abschließen, ist der BBA stärker anwendungsorientiert. Er soll nicht nur wissenschaftliche Grundlagen und Methoden vermitteln, sondern umfassende Handlungskompetenzen für wirtschaftliche und administrative Aufgabenbereiche entwickeln, die für das moderne betriebswirtschaftliche Instrumentarium erforderlich sind.
Ein weiterer Unterschied betrifft den Studienabschluss: Studiengänge mit Bachelor of Science oder Bachelor of Arts werden mit einer Bachelorarbeit, also einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit, beendet. Viele BBA-Studiengänge kommen wegen ihrer starken Praxisorientierung ohne eine solche Bachelorarbeit aus. Teilweise wird die Abschlussarbeit durch eine Projektarbeit oder eine Studienarbeit aus der Praxis ersetzt.
Vom Master of Business Administration (MBA) unterscheidet sich der BBA vor allem durch das typische Anforderungsniveau der Managementaufgaben. Im BBA werden meistens Fähigkeiten für Problemstellungen des mittleren Managements erfasst, analysiert und bearbeitet, während der MBA auf das gehobene Management bezogen ist. Für ein BBA-Studium sind im Regelfall weder ein abgeschlossenes Studium noch Berufserfahrung erforderlich. Deshalb wird gewöhnlich auch auf betriebswirtschaftliche Eignungstests wie den GMAT verzichtet.
Wie beim MBA werden BBA-Studiengänge häufig ganz oder teilweise ausschließlich auf Englisch durchgeführt. Die meisten Anbieter verlangen deshalb bestimmte Mindestpunktzahlen bei Englischtests, zum Beispiel TOEFL oder TOEIC. Obwohl der BBA grundsätzlich generalistisch bleibt, bieten einige Hochschulen auch stark spezialisierte Varianten an, etwa in Marketing oder Logistik. Für die Ausrichtung von MBA-Studiengängen werden im Artikel als Bezugspunkte unter anderem Akkreditierungskriterien der FIBAA oder der AACSB genannt. Während der BBA in Deutschland nicht als eigener Abschluss vergeben wird, kann der MBA dort als Weiterbildungsstudiengang absolviert werden.