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Abu Nasr Mansur

960 in Gilan; † um 1036 in Ghazna (Afghanistan), war ein persischer Mathematiker und Astronom, der als erster Wissenschaftler den sphärischen Sinussatz bewiesen …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung und wissenschaftliches Profil
  2. 2. Leben und Zusammenarbeit
  3. 3. Erhaltene Schriften und Ausgaben

Bedeutung und wissenschaftliches Profil

Abū Nasr Mansūr ibn ʿAlī Ibn ʿIrāq war ein persischer Mathematiker und Astronom. Er wurde um 960 in Gilan geboren und starb um 1036 in Ghazna im heutigen Afghanistan. Besonders wichtig ist sein Beitrag zur sphärischen Trigonometrie, also zur Berechnung von Größen auf einer Kugeloberfläche. Er gilt als der erste Wissenschaftler, der den sphärischen Sinussatz bewiesen hat.

Leben und Zusammenarbeit

Abu Nasr war ein Prinz aus der Familie der Iraqiden, die in Choresmien herrschte und 995 von der Dynastie der Choresm-Schahs abgelöst wurde. Er war Schüler des bekannten Mathematikers und Astronomen Abu l-Wafa. Bis 1016 lebte er am Hof der Choresm-Schahs nahe Khiwa im heutigen Usbekistan, stand mit anderen Gelehrten der Region in Briefkontakt und genoss hohes Ansehen.

Nach einem Machtwechsel durch Mahmud im Jahr 998 kam er vermutlich als Gefangener Sultan Mahmuds gemeinsam mit seinem Schüler al-Bīrūnī nach Ghazna. Dort forschte er bis zu seinem Tod weiter. Für al-Bīrūnīs Ausbildung war Abu Nasr besonders bedeutsam; beide blieben bis zu Abu Nasrs Lebensende wissenschaftlich verbunden.

Erhaltene Schriften und Ausgaben

Sein astronomisches Hauptwerk, ein Handbuch mit Tabellen, ist verloren. Erhalten sind jedoch seine Bearbeitung der »Sphäre« von Menelaos sowie mehrere Aufzeichnungen und Studien zu zentralen Fragen der Astronomie und Mathematik.

Zu den genannten Werken gehört Rasāʾil Abī-Naṣr Manṣūr ibn ʿIrāq ila al-Bīrūnī (Frankfurt, 1998). Seine Bearbeitung der Sphärik des Menelaos wurde als Die Sphärik von Menelaos aus Alexandrien in der Verbesserung von Abū Naṣr Manṣūr b. ʿAlī b. (Berlin: Weidmann, 1936) veröffentlicht. Max Krauses Dissertation zur Textgeschichte bei islamischen Mathematikern erschien 1997 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (ISBN 3-8298-4038-1).

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