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5%-Block

Der 5%-Block (Kurzbezeichnung: 5%-BLOCK) war ein Wahlbündnis politischer Gruppierungen rechts von der CDU, das erfolglos zur Bundestagswahl 1976 antrat.

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Ziele
  2. 2. Entstehung und Zusammensetzung
  3. 3. Bundestagswahl 1976 und Auflösung

Überblick und Ziele

Der 5%-Block (Kurzbezeichnung: 5%-BLOCK) war ein Wahlbündnis politischer Gruppierungen rechts von der CDU. Er trat 1976 erfolglos zur Bundestagswahl an.

Das Bündnis wollte die im Bundestag vertretenen Parteien ablehnen, für ein „Europa der Nationen“ eintreten und Umwelt- sowie Lebensschutzprobleme aufgreifen. Sein Name bezog sich auf das Ziel, gemeinsam die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden.

Entstehung und Zusammensetzung

Ende 1975 berieten mehrere Kleinparteien am rechten Rand des politischen Spektrums über ein gemeinsames Wahlbündnis. Am 6. Dezember 1975 gründeten sie in Heidelberg den Arbeitskreis der Wählergemeinschaften, Unabhängigen Parteien und Bürgerinitiativen (AWUB).

Beteiligt waren unter anderem Vertreter der rechtsextremen Vereinigung Verfassungstreuer Kräfte (VVK), des rechtsextremen Kampfbunds Deutscher Soldaten (KDS), der Freisozialen Union (FSU), der Europäischen Föderalistischen Partei (EFP), der NPD, des „Rechtsblocks“ und des Weltbundes zum Schutz des Lebens (WSL). Eine Einigung kam zunächst nicht zustande. Aus dem AWUB entstand jedoch unter Leitung von Otto F. Schönbeck 1976 der 5%-Block, auch 5%-Block-Partei genannt.

Politische Unterschiede verhinderten den Aufbau von Landesverbänden. Die Organisation hatte etwa 200 Mitglieder.

Bundestagswahl 1976 und Auflösung

Der Politikwissenschaftler Richard Stöss bezeichnete den 5%-Block als extrem rechte Organisation. Bei der Bundestagswahl 1976 kandidierte er nur mit einer Landesliste in Bayern. Diese umfasste sechs Kandidaten. Zusätzlich gab es fünf Wahlkreisbewerber: drei in Bayern, darunter Erika Herbst im Bundestagswahlkreis Erlangen ohne Platz auf der Landesliste, sowie je einen Bewerber in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Das Bündnis erhielt 985 Erststimmen und 2940 Zweitstimmen, also weniger als 0,01 %. Wegen dieses Misserfolgs löste sich der 5%-Block kurz danach auf. Eine Nachfolgeorganisation entstand nicht.

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