Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
4. Sinfonie (Beethoven)
Ludwig van Beethovens 4. Sinfonie in B-Dur Op. 60 erfreute sich zu Lebzeiten des Komponisten großer Beliebtheit, wohingegen sie heute zu seinen …
Inhalt3 Abschnitte
Werk und Charakter
Ludwig van Beethovens 4. Sinfonie in B-Dur, Op. 60, war zu Lebzeiten des Komponisten sehr beliebt, wird heute aber vergleichsweise selten gespielt. Das Werk hat insgesamt einen freundlichen, hellen und idyllischen Gestus. Dieser Eindruck entsteht nicht sofort: Die langsame Einleitung des ersten Satzes steht in düsterem b-Moll.
Beethoven vollendete die Sinfonie im Herbst 1806. In dieser Zeit befand er sich wegen seiner Liebe zur Comtesse Josephine Brunsvik, der verwitweten Gräfin Deym, nach Darstellung des Artikels in einem Hochgefühl. Besonders das markante erste Thema des Allegro im ersten Satz wird als heitere, gefühlsmäßige Ekstase beschrieben. Ignaz von Seyfried schilderte Beethoven damals als „heiter, zu jedem Scherz aufgelegt, frohsinnig, munter, lebenslustig, witzig, nicht selten satirisch“.
Die Sinfonie ist Graf Franz von Oppersdorff gewidmet. Robert Schumann nannte sie Beethovens „romantischste“ Sinfonie und verglich sie mit „einer griechisch schlanken Maid zwischen zwei Nordlandriesen“; damit meinte er die 3. und 5. Sinfonie. Die später komponierte Schlachtensinfonie Wellingtons Sieg erinnert laut Artikel besonders im ersten Satz durch ähnliche Marschthemen an die 4. Sinfonie.
Uraufführung und Besetzung
Die Uraufführung fand im März 1807 im Palais des Fürsten Lobkowitz in Wien statt; Beethoven leitete sie selbst. Die erste öffentliche Präsentation folgte am 15. November 1807 im Wiener Burgtheater.
Vorgesehen sind 1 Flöte, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten und Pauken. Hinzu kommt das Streichorchester mit I. Violine, II. Violine, Violen, Violoncelli und Kontrabässen.
Sätze
Die Sinfonie besteht aus vier Sätzen:
-
- Satz: Adagio – Allegro vivace
-
- Satz: Adagio
-
- Satz: Menuetto – Trio: Allegro vivace – Un poco meno allegro
-
- Satz: Allegro ma non troppo