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… trotzdem Ja zum Leben sagen
Frankl schildert seine Erlebnisse und Erfahrungen in deutschen Konzentrationslagern, unter anderem im KZ Auschwitz und in den KZ-Außenlagern Kaufering III und …
Inhalt4 Abschnitte
Kern des Buches
„… trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager“ ist ein Buch des österreichischen Psychiaters Viktor Frankl. Es erschien 1946. Der englische Titel lautet „Man’s Search For Meaning: An Introduction to Logotherapy“.
Frankl schildert darin seine Erlebnisse und Erfahrungen in deutschen Konzentrationslagern während des Zweiten Weltkriegs, unter anderem im KZ Auschwitz und in den KZ-Außenlagern Kaufering III und VI. Der Titel enthält das Zitat „trotzdem Ja zum Leben sagen“ aus dem Refrain der Lagerhymne „Das Buchenwaldlied“ des KZ-Häftlings Fritz Löhner-Beda.
Erlebnisbericht und zentrale Aussage
Frankl wollte den Erlebnisbericht zunächst anonym veröffentlichen. Er beschreibt aus der Sicht eines jüdischen Psychologen, was Häftlinge im Konzentrationslager erlebten. Ein Schwerpunkt ist die Wirkung der Einlieferung in ein Konzentrationslager auf die Häftlinge.
Das Buch beschreibt auch Beziehungen zwischen Häftlingen. Ein Beispiel ist, dass einige Häftlinge, die Aufseher wurden, brutaler handelten als die eigentlichen SS-Aufseher.
Die zentrale Erfahrung Frankls ist, dass Menschen selbst unter inhumansten Bedingungen noch einen Sinn im Leben sehen können. Nach seiner Darstellung hatten diejenigen Häftlinge eine bessere Chance zu überleben, die jemanden hatten, der auf sie wartet. Für Frankl selbst war eine wichtige Vorstellung, später Vorlesungen über die Auswirkungen des Lagers auf die Psyche zu halten.
Theaterstück am Ende
Die letzten 50 Seiten des Buches bestehen aus dem Theaterstück „Synchronisation im Birkenwald“.
Darin kommen Sokrates, Kant und Spinoza vom Himmel in das fiktive „KZ Birkenwald“. Sie wollen den ahnungslosen Menschen helfen. Das gelingt ihnen aber nicht: Die Menschen müssen selbst auf den Sinn ihres Lebens kommen.
Verbreitung und Ausgaben
Frankls Buch wurde sehr bekannt. Es wurde in 26 Sprachen übersetzt. Weltweit wurden über 12 Millionen Exemplare verkauft.
Die erste Ausgabe erschien 1946 unter dem Titel „Ein Psycholog erlebt das KZ“ im Verlag für Jugend und Volk in Wien. Eine Taschenbuchausgabe erschien 1982 bei dtv in München unter dem Titel „… trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager“, ISBN 3-423-10023-0; die 28. Auflage erschien 2007 mit der ISBN 978-3-423-30142-8. Eine weitere Ausgabe erschien 2018 bei Penguin in München unter dem Titel „… trotzdem Ja zum Leben sagen: ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager“, ISBN 978-3-328-10277-9, mit 191 Seiten und einem Vorwort von Hans Weigel.