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Ōmoto
Ōmoto (japanisch 大本, dt. „Große Gründung“), auch bekannt als Ōmoto-kyō (大本教), ist eine japanische Religionsgemeinschaft, die oft als Shinshūkyō (neue …
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Einordnung und Leitung
Ōmoto, auch Ōmoto-kyō, ist eine japanische Religionsgemeinschaft. Sie gilt häufig als Shinshūkyō, also als neue japanische Religion, und als Ableger des Shintō. Gegründet wurde sie 1892 von Nao Deguchi. Seit 1956 gehört sie dem „Verband der Shintō-Sekten“ an.
Die spirituelle Leitung lag stets bei Frauen. Seit 2001 ist Kurenai Deguchi die fünfte Führerin der Bewegung.
Glaubensvorstellungen
Die Mitglieder glauben an mehrere Kami, also göttliche Wesen beziehungsweise Gottheiten. Besonders wichtig sind Kunitokotachi-no-Mikoto, Ushitora und Hitsujisaru. Auch L. L. Zamenhof, der Erfinder der Plansprache Esperanto, wird dazugezählt. Alle diese „Götter“ einschließlich Zamenhof gelten jedoch als Erscheinungsformen eines einzigen Gottes.
In der Regel erkennen die Mitglieder außerdem bedeutende religiöse Persönlichkeiten anderer Religionen an.
Esperanto, Kunst und Zentren
Seit der Zeit des Mitbegründers Onisaburō Deguchi spielt Esperanto in den religiösen Schriften eine wichtige Rolle. Von den 45.000 aktiven Mitgliedern haben fast alle etwas Esperanto gelernt; etwa 1000 beherrschen die Sprache fließend.
Ōmoto besitzt zwei große Zentren bei Kyōto: In Ayabe steht ein Tempel. In Kameoka befindet sich auf dem früheren Gelände der Burg Kameoka eine Mission in einem großen Park. Zu ihr gehören Büros, Schulen, ein Verlagshaus und Schreine.
Kunst ist ein wichtiger Bestandteil der Religion. Die Mitglieder möchten die Welt durch Kunst schöner machen und glauben, dass sie Menschen dem Göttlichen näherbringt.
Mission, Verfolgung und Neugründung
Von 1925 bis 1933 betrieb Ōmoto eine Mission in Paris. Von dort reisten Missionare durch Europa und verkündeten, Onisaburō Deguchi sei ein Messias oder Maitreya, der die Welt vereinigen werde.
Zwischen 1935 und 1942 wurde die Bewegung in Japan schwer verfolgt und verboten. 1950 formierte sie sich neu.
Verbindung zum Aikidō
Ein bekannter Anhänger war Ueshiba Morihei, der Begründer des Aikidō. Allgemein wird angenommen, dass seine spätere Hinwendung zum Pazifismus und seine Auffassung des Aikidō als „Kunst des Friedens“ durch seine Beziehung zu Ōmoto angeregt wurden.
Zu Ueshibas Ehren veranstalten Ōmoto-Priester jedes Jahr am 29. April eine Zeremonie im Aiki-Schrein in Iwama.