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Herstellung von Kunststoffen - Wie werden Kunststoffe hergestellt?!

Chemie - simpleclub4:50 698.035 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 47 Zeilen
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  1. Boah, ey, was hast du für ein billiges Handy? Ist es aus Plastik? Sowas oder so ähnlich. Habt ihr bestimmt auch schon
  2. mal gehört. Plastik hat einen ziemlich schlechten Ruf. Aber wie wäre es, wenn wir kein Plastik, also keine Kunststoffe
  3. hätten? Keine Plastiktüten zum Tragen, keine leichten Wasserflaschen, keine Verpackung für Süßigkeiten. Außerdem
  4. keine Gehäuse aus Plastik für PC oder Handy. Bei der Kleidung geht's gerade weiter. Die meisten T-Shirts, Jacken und
  5. Schuhe hätten wir auch nicht. Wenn also Plastik so wichtig ist, was ist es und wie stellt man es her?
  6. [Musik] Kunststoffe werden auch Polymere genannt. Polymer klingt krass
  7. kompliziert, heißt aber nichts anderes als Vielteil. Ein Polymer ist aus vielen Molomeren, also einzelnen kleinen Teilen
  8. aufgebaut. Damit man bei den vielen verschiedenen Kunststoffen auch was checkt, werden die eingeteilt. Es gibt
  9. drei verschiedene Kategorien. Die Thermoplasten. Da könnt ihr euch einen Plastikbecher als Beispiel für nehmen.
  10. Und wenn ihr so ein Plastikbecher habt und den füllt, dann schmilzt er ihn sich zusammen. Sowi der Plastikbecher
  11. schmelzen auch die anderen Thermoplasten bei Hitze. Die zweite Gruppe bilden die Duroplasten. Hier dient ein
  12. Steckdosenabdeckung als Beispiel. Die Duroplasten sind vor allem hart und spröte. Außerdem, wenn man mit so einem
  13. Föhn auf so eine Steckdose hält, dann schmilzt die überhaupt nicht. Die wird nur schwarz und es riecht widerlich. Die
  14. letzte Gruppe sind die Elastoplasten, wie z.B. ein Schwamm. Wie der Name schon sagt, sind die elastisch. Als Chemika
  15. versucht man jetzt zu erklären, wenn die dieselben Eigenschaften haben, was haben die dann noch gemeinsam? Deshalb schaut
  16. man sich dann die Struktur der Polymere an. Bei den Thermoplasten sind die einzelnen Monomere in langen Ketten
  17. angeordnet. Sieht aus wie eine Perlenkette. Die einzelnen Ketten sind aber nicht miteinander verknüpft. Die
  18. Duroplasten sind dagegen sehr stark miteinander verknüpft. Jedes Monomer hat mehr als zwei Bindungen zu anderen
  19. Monomeren, fast wie so ein Gitternetz. Damit erhalten wir ein engmaschiges dreidimensional verknüpftes Netz. Die
  20. Elastoplasten sind eine Mischung aus Thermo und Duroplast. Wir haben hier längere Kettenabschnitte. Es gibt aber
  21. auch dreidimensionale Verknüpfung. Man sagt auch, Elastoplasten sind weitmaschig dreidimensional verknüpft.
  22. Jetzt wissen wir schon mal, welche Kunststoffe es überhaupt gibt. Dann kümmern wir uns jetzt um die
  23. Herstellung. Da gibt's vor allem drei wichtige Reaktionen. Die Polymerisation, die Polykondensation und die
  24. Polyadition. Fangen wir vorne an. Die Polymerisation. Wichtig hierfür als Monomer, also ein
  25. kleines Teilchen, aus dem der Kunststoff entstehen soll, brauchen wir ein Molekül mit einer Doppelbindung. Sonst kann das
  26. nicht gehen. Einfachstes Beispiel ist Ehen durch eine Kettenreaktion, die euch in den nächsten Videos noch erklärt
  27. wird, klappen hierbei die Doppelbindung. Dadurch gelingt es, dass aus den einzelnen Monomeren ein großes Polymer
  28. wird. Dadurch erhalten wir aber nur lange Ketten. Deshalb werden mit der Polymerisation die Thermoplasten
  29. hergestellt. Die nächste Herstellungsreaktion ist die Polykondensation. Hä? Kondensation ist
  30. es nicht, dass wenn dann die Scheibe auch schon da ist, dann nass. Genau. Aber in der Chemie ist eine
  31. Kondensationsreaktion eine Reaktion, bei der ein kleines Molekül abgespalten wird, z.B. Wasser. Wichtig ist, dass die
  32. Monomäere bestimmte funktionelle Gruppen haben. Hierfür passen z.B. Carbonsäuregruppe oder Alkoholgruppe.
  33. Hierbei wird Wasser abgespalten. Zudem werden die zwei Monomerteilchen X und Y miteinander verbunden. Die Polyaddition
  34. verläuft ähnlich, nur dass hier gar keine Teilchen abgespalten werden. Stattdessen entsteht aus den zwei Teilen
  35. ein großes. Für die Polyadditionsreaktion sind andere funktionelle Gruppen wie z.B.
  36. Alkoholgruppen mit Isozyanatgruppe, ein typisches Beispiel. Hierbei entsteht eine Polyuritanbindung,
  37. die beide Monomere X und Y verbindet. Egal, ob Polyaddition oder Polykonzensation, wichtig ist die Anzahl
  38. der funktionellen Gruppen an den Monomeren. Wenn man nun nur eine funktionelle Gruppe an den Monomeren
  39. hat, entsteht kein Kunststoff. Ähnlich wie bei einem zweiteiligen Puzzle für ganzkluge. Da entsteht auch kein großes
  40. Bild. Wenn die Monomäre nun zwei funktionelle Gruppen haben, dann bilden sich lange Ketten. Damit wieder ein
  41. Thermoplast. Auch hier kann man sich das wieder durch Puzzelteile vorstellen. Wenn unser Teilchen jetzt aber mehr als
  42. zwei Funktionellgruppen besetzt, entstehen 3D Verknüpfung. Je nach Größe der Monomere entstehen jetzt Duroplasten
  43. oder Elastomere. Duroplasten bei kleinen Monomeren, da hier ein engmaschiges Netz entsteht. Elastoplasten bei großen
  44. Monomeren, da hier ein weitmaschiges Netz entsteht. Was ist der wichtigste Plastikgegenstand in eurem Leben? Postet
  45. ihn mal mit Hashtag in die Comments. Schaut euch jetzt dieses Video an, um noch was über einen anderen wichtigen
  46. Stoff zu erfahren, den jeder braucht. Stahl. Wer sich lieber mit natürlichen Stoffen als mit Kunststoffen
  47. beschäftigt, checkt mal unseren Biokanal aus. Bis dann, haut rein und ciao.

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