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Herstellung von Kunststoffen - Wie werden Kunststoffe hergestellt?!
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 47 Zeilen
- Boah, ey, was hast du für ein billiges Handy? Ist es aus Plastik? Sowas oder so ähnlich. Habt ihr bestimmt auch schon
- mal gehört. Plastik hat einen ziemlich schlechten Ruf. Aber wie wäre es, wenn wir kein Plastik, also keine Kunststoffe
- hätten? Keine Plastiktüten zum Tragen, keine leichten Wasserflaschen, keine Verpackung für Süßigkeiten. Außerdem
- keine Gehäuse aus Plastik für PC oder Handy. Bei der Kleidung geht's gerade weiter. Die meisten T-Shirts, Jacken und
- Schuhe hätten wir auch nicht. Wenn also Plastik so wichtig ist, was ist es und wie stellt man es her?
- [Musik] Kunststoffe werden auch Polymere genannt. Polymer klingt krass
- kompliziert, heißt aber nichts anderes als Vielteil. Ein Polymer ist aus vielen Molomeren, also einzelnen kleinen Teilen
- aufgebaut. Damit man bei den vielen verschiedenen Kunststoffen auch was checkt, werden die eingeteilt. Es gibt
- drei verschiedene Kategorien. Die Thermoplasten. Da könnt ihr euch einen Plastikbecher als Beispiel für nehmen.
- Und wenn ihr so ein Plastikbecher habt und den füllt, dann schmilzt er ihn sich zusammen. Sowi der Plastikbecher
- schmelzen auch die anderen Thermoplasten bei Hitze. Die zweite Gruppe bilden die Duroplasten. Hier dient ein
- Steckdosenabdeckung als Beispiel. Die Duroplasten sind vor allem hart und spröte. Außerdem, wenn man mit so einem
- Föhn auf so eine Steckdose hält, dann schmilzt die überhaupt nicht. Die wird nur schwarz und es riecht widerlich. Die
- letzte Gruppe sind die Elastoplasten, wie z.B. ein Schwamm. Wie der Name schon sagt, sind die elastisch. Als Chemika
- versucht man jetzt zu erklären, wenn die dieselben Eigenschaften haben, was haben die dann noch gemeinsam? Deshalb schaut
- man sich dann die Struktur der Polymere an. Bei den Thermoplasten sind die einzelnen Monomere in langen Ketten
- angeordnet. Sieht aus wie eine Perlenkette. Die einzelnen Ketten sind aber nicht miteinander verknüpft. Die
- Duroplasten sind dagegen sehr stark miteinander verknüpft. Jedes Monomer hat mehr als zwei Bindungen zu anderen
- Monomeren, fast wie so ein Gitternetz. Damit erhalten wir ein engmaschiges dreidimensional verknüpftes Netz. Die
- Elastoplasten sind eine Mischung aus Thermo und Duroplast. Wir haben hier längere Kettenabschnitte. Es gibt aber
- auch dreidimensionale Verknüpfung. Man sagt auch, Elastoplasten sind weitmaschig dreidimensional verknüpft.
- Jetzt wissen wir schon mal, welche Kunststoffe es überhaupt gibt. Dann kümmern wir uns jetzt um die
- Herstellung. Da gibt's vor allem drei wichtige Reaktionen. Die Polymerisation, die Polykondensation und die
- Polyadition. Fangen wir vorne an. Die Polymerisation. Wichtig hierfür als Monomer, also ein
- kleines Teilchen, aus dem der Kunststoff entstehen soll, brauchen wir ein Molekül mit einer Doppelbindung. Sonst kann das
- nicht gehen. Einfachstes Beispiel ist Ehen durch eine Kettenreaktion, die euch in den nächsten Videos noch erklärt
- wird, klappen hierbei die Doppelbindung. Dadurch gelingt es, dass aus den einzelnen Monomeren ein großes Polymer
- wird. Dadurch erhalten wir aber nur lange Ketten. Deshalb werden mit der Polymerisation die Thermoplasten
- hergestellt. Die nächste Herstellungsreaktion ist die Polykondensation. Hä? Kondensation ist
- es nicht, dass wenn dann die Scheibe auch schon da ist, dann nass. Genau. Aber in der Chemie ist eine
- Kondensationsreaktion eine Reaktion, bei der ein kleines Molekül abgespalten wird, z.B. Wasser. Wichtig ist, dass die
- Monomäere bestimmte funktionelle Gruppen haben. Hierfür passen z.B. Carbonsäuregruppe oder Alkoholgruppe.
- Hierbei wird Wasser abgespalten. Zudem werden die zwei Monomerteilchen X und Y miteinander verbunden. Die Polyaddition
- verläuft ähnlich, nur dass hier gar keine Teilchen abgespalten werden. Stattdessen entsteht aus den zwei Teilen
- ein großes. Für die Polyadditionsreaktion sind andere funktionelle Gruppen wie z.B.
- Alkoholgruppen mit Isozyanatgruppe, ein typisches Beispiel. Hierbei entsteht eine Polyuritanbindung,
- die beide Monomere X und Y verbindet. Egal, ob Polyaddition oder Polykonzensation, wichtig ist die Anzahl
- der funktionellen Gruppen an den Monomeren. Wenn man nun nur eine funktionelle Gruppe an den Monomeren
- hat, entsteht kein Kunststoff. Ähnlich wie bei einem zweiteiligen Puzzle für ganzkluge. Da entsteht auch kein großes
- Bild. Wenn die Monomäre nun zwei funktionelle Gruppen haben, dann bilden sich lange Ketten. Damit wieder ein
- Thermoplast. Auch hier kann man sich das wieder durch Puzzelteile vorstellen. Wenn unser Teilchen jetzt aber mehr als
- zwei Funktionellgruppen besetzt, entstehen 3D Verknüpfung. Je nach Größe der Monomere entstehen jetzt Duroplasten
- oder Elastomere. Duroplasten bei kleinen Monomeren, da hier ein engmaschiges Netz entsteht. Elastoplasten bei großen
- Monomeren, da hier ein weitmaschiges Netz entsteht. Was ist der wichtigste Plastikgegenstand in eurem Leben? Postet
- ihn mal mit Hashtag in die Comments. Schaut euch jetzt dieses Video an, um noch was über einen anderen wichtigen
- Stoff zu erfahren, den jeder braucht. Stahl. Wer sich lieber mit natürlichen Stoffen als mit Kunststoffen
- beschäftigt, checkt mal unseren Biokanal aus. Bis dann, haut rein und ciao.
Zum Nachlesen
KunststoffAls Kunststoff, auch Plastik beziehungsweise regional Plaste oder Plast, werden Werkstoffe bezeichnet, die hauptsächlich aus Makromolekülen bestehen.
DuroplasteDuroplaste, korrekt Duromere genannt, sind Kunststoffe, die nach ihrer Aushärtung durch Erwärmung oder andere Maßnahmen nicht mehr verformt werden können.
PolymerchemieDie Polymerchemie (auch Makromolekulare Chemie) beschäftigt sich mit natürlichen (zum Beispiel Stärke, Zellulose, Lignin) und künstlichen Polymeren (zum …
PolymerSynthetische oder halbsynthetische Polymere sind die Hauptkomponente für die Herstellung von Kunststoffen. Von Lebewesen erzeugte Polymere werden Biopolymere …