Herstellung von Kunststoffen - Wie werden Kunststoffe hergestellt?! Chemie - simpleclub https://www.youtube.com/watch?v=xyyAbGpoakM Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Boah, ey, was hast du für ein billiges Handy? Ist es aus Plastik? Sowas oder so ähnlich. Habt ihr bestimmt auch schon 0:05 mal gehört. Plastik hat einen ziemlich schlechten Ruf. Aber wie wäre es, wenn wir kein Plastik, also keine Kunststoffe 0:11 hätten? Keine Plastiktüten zum Tragen, keine leichten Wasserflaschen, keine Verpackung für Süßigkeiten. Außerdem 0:17 keine Gehäuse aus Plastik für PC oder Handy. Bei der Kleidung geht's gerade weiter. Die meisten T-Shirts, Jacken und 0:23 Schuhe hätten wir auch nicht. Wenn also Plastik so wichtig ist, was ist es und wie stellt man es her? 0:31 [Musik] Kunststoffe werden auch Polymere genannt. Polymer klingt krass 0:37 kompliziert, heißt aber nichts anderes als Vielteil. Ein Polymer ist aus vielen Molomeren, also einzelnen kleinen Teilen 0:44 aufgebaut. Damit man bei den vielen verschiedenen Kunststoffen auch was checkt, werden die eingeteilt. Es gibt 0:49 drei verschiedene Kategorien. Die Thermoplasten. Da könnt ihr euch einen Plastikbecher als Beispiel für nehmen. 0:55 Und wenn ihr so ein Plastikbecher habt und den füllt, dann schmilzt er ihn sich zusammen. Sowi der Plastikbecher 1:00 schmelzen auch die anderen Thermoplasten bei Hitze. Die zweite Gruppe bilden die Duroplasten. Hier dient ein 1:07 Steckdosenabdeckung als Beispiel. Die Duroplasten sind vor allem hart und spröte. Außerdem, wenn man mit so einem 1:13 Föhn auf so eine Steckdose hält, dann schmilzt die überhaupt nicht. Die wird nur schwarz und es riecht widerlich. Die 1:19 letzte Gruppe sind die Elastoplasten, wie z.B. ein Schwamm. Wie der Name schon sagt, sind die elastisch. Als Chemika 1:25 versucht man jetzt zu erklären, wenn die dieselben Eigenschaften haben, was haben die dann noch gemeinsam? Deshalb schaut 1:31 man sich dann die Struktur der Polymere an. Bei den Thermoplasten sind die einzelnen Monomere in langen Ketten 1:36 angeordnet. Sieht aus wie eine Perlenkette. Die einzelnen Ketten sind aber nicht miteinander verknüpft. Die 1:43 Duroplasten sind dagegen sehr stark miteinander verknüpft. Jedes Monomer hat mehr als zwei Bindungen zu anderen 1:49 Monomeren, fast wie so ein Gitternetz. Damit erhalten wir ein engmaschiges dreidimensional verknüpftes Netz. Die 1:56 Elastoplasten sind eine Mischung aus Thermo und Duroplast. Wir haben hier längere Kettenabschnitte. Es gibt aber 2:02 auch dreidimensionale Verknüpfung. Man sagt auch, Elastoplasten sind weitmaschig dreidimensional verknüpft. 2:09 Jetzt wissen wir schon mal, welche Kunststoffe es überhaupt gibt. Dann kümmern wir uns jetzt um die 2:13 Herstellung. Da gibt's vor allem drei wichtige Reaktionen. Die Polymerisation, die Polykondensation und die 2:20 Polyadition. Fangen wir vorne an. Die Polymerisation. Wichtig hierfür als Monomer, also ein 2:27 kleines Teilchen, aus dem der Kunststoff entstehen soll, brauchen wir ein Molekül mit einer Doppelbindung. Sonst kann das 2:33 nicht gehen. Einfachstes Beispiel ist Ehen durch eine Kettenreaktion, die euch in den nächsten Videos noch erklärt 2:39 wird, klappen hierbei die Doppelbindung. Dadurch gelingt es, dass aus den einzelnen Monomeren ein großes Polymer 2:46 wird. Dadurch erhalten wir aber nur lange Ketten. Deshalb werden mit der Polymerisation die Thermoplasten 2:52 hergestellt. Die nächste Herstellungsreaktion ist die Polykondensation. Hä? Kondensation ist 2:58 es nicht, dass wenn dann die Scheibe auch schon da ist, dann nass. Genau. Aber in der Chemie ist eine 3:03 Kondensationsreaktion eine Reaktion, bei der ein kleines Molekül abgespalten wird, z.B. Wasser. Wichtig ist, dass die 3:10 Monomäere bestimmte funktionelle Gruppen haben. Hierfür passen z.B. Carbonsäuregruppe oder Alkoholgruppe. 3:17 Hierbei wird Wasser abgespalten. Zudem werden die zwei Monomerteilchen X und Y miteinander verbunden. Die Polyaddition 3:25 verläuft ähnlich, nur dass hier gar keine Teilchen abgespalten werden. Stattdessen entsteht aus den zwei Teilen 3:31 ein großes. Für die Polyadditionsreaktion sind andere funktionelle Gruppen wie z.B. 3:37 Alkoholgruppen mit Isozyanatgruppe, ein typisches Beispiel. Hierbei entsteht eine Polyuritanbindung, 3:43 die beide Monomere X und Y verbindet. Egal, ob Polyaddition oder Polykonzensation, wichtig ist die Anzahl 3:51 der funktionellen Gruppen an den Monomeren. Wenn man nun nur eine funktionelle Gruppe an den Monomeren 3:56 hat, entsteht kein Kunststoff. Ähnlich wie bei einem zweiteiligen Puzzle für ganzkluge. Da entsteht auch kein großes 4:03 Bild. Wenn die Monomäre nun zwei funktionelle Gruppen haben, dann bilden sich lange Ketten. Damit wieder ein 4:09 Thermoplast. Auch hier kann man sich das wieder durch Puzzelteile vorstellen. Wenn unser Teilchen jetzt aber mehr als 4:15 zwei Funktionellgruppen besetzt, entstehen 3D Verknüpfung. Je nach Größe der Monomere entstehen jetzt Duroplasten 4:21 oder Elastomere. Duroplasten bei kleinen Monomeren, da hier ein engmaschiges Netz entsteht. Elastoplasten bei großen 4:28 Monomeren, da hier ein weitmaschiges Netz entsteht. Was ist der wichtigste Plastikgegenstand in eurem Leben? Postet 4:34 ihn mal mit Hashtag in die Comments. Schaut euch jetzt dieses Video an, um noch was über einen anderen wichtigen 4:39 Stoff zu erfahren, den jeder braucht. Stahl. Wer sich lieber mit natürlichen Stoffen als mit Kunststoffen 4:44 beschäftigt, checkt mal unseren Biokanal aus. Bis dann, haut rein und ciao.