Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

Polymerisation erklärt - Kunststoffherstellung

Chemie - simpleclub4:05 738.945 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 38 Zeilen
Herunterladen
  1. Moin Leute, heute geht es bei uns um den Mechanismus, wie man Kunststoffe herstellen kann und zwar durch eine
  2. Polymerisation. Wie genau das von Statten geht und was man dafür braucht, das kommt jetzt.
  3. [Musik] Also man steht davor einen Kunststoff herzustellen und dafür braucht man
  4. zunächst mal Monomere, also kleine Teile, die zusammen dann das Polymer, also den Kunststoff darstellen. Eine
  5. Polymerisation ist eine Kettenreaktion von Monomeren, die mindestens eine Doppelbindung besitzen. Also als
  6. einfachstes Beispiel mal Ehen. Aber natürlich kann es hier andere Reste als nur den Wasserstoff geben oder
  7. komplizierte Moleküle. Wichtig ist aber die CC Doppelbindung. Für die Polymerisationen hat man jetzt mehrere
  8. Möglichkeiten. Entweder man führt die radikalisch durch, also hat in der Reaktion radikale beteiligt oder
  9. ionisch. Und bei den Ionen kann man dann noch mal zwischen anionischer Polymerisation, also mit negativ
  10. geladenen Teilchen, kationischer Polymerisation unterscheiden. Wir betrachten den Mechanismus jetzt mal
  11. genauer für eine kationische Polymerisation von EThen bei den Polymerisationsreaktionen
  12. gibt es immer drei wichtige Schritte. der Kettenstaart oder auch die Initiation genannt, dann die
  13. Kettenfortpflanzung oder das Kettenwachstum und zu guter Letzt noch der Kettenabbruch, aber jetzt erstmal
  14. der Reihe nach. Für den Kettensstart einer konischen Polymerisation brauchen wir erstmal ein Killon, also ein positiv
  15. geladenes Teilchen. Und weil es so einfach ist, nehmen wir hier H+. hier dann eben jeweils Radikal oder
  16. Anion verwenden, wenn ihr die jeweilige Polymerisation habt. Aber jetzt erstmal hier weiter. Das reagiert jetzt mit
  17. einem Monomer, also in unserem Beispielen mit dem Ehene und zwar so, dass die Doppelbindung vom Ehen
  18. aufklappt und das Proton damit bindet. Also alles super. Unser H+ hängt am Monomer.
  19. Die positive Ladung ist dadurch aber verschoben und sitzt jetzt am Ende des früheren Ethens, weil da ja das Elektron
  20. weggeklappt ist. Und genau dieses Carbokation reagiert jetzt im Kettenwachstum weiter. Hier reagiert es
  21. nämlich genau wie zuvor das H+ mit einem weiteren Ehenmolekül. Die Doppelbindung hier klappt raus und
  22. dadurch haben wir die positive Ladung am Ende und das Ethen somit an unsere Kette angedockt. Und wenn wir das jetzt ganz
  23. oft machen, dann hängen immer mehr Monomere dran. Also nach dem Schema können wir unsere Kette mit einer Anzahl
  24. n, z.B. 400 Stück reagieren lassen und kommen dann zu einer Kette, die so aussieht wie die hier unten rechts. Und
  25. irgendwann reicht es uns dann auch. Dann können wir die Kettenreaktion abbrechen, indem wir ein Anion dazu geben. Das
  26. hängt sich dann in der Abbruchreaktion hinten an die positive Ladung und dadurch kann Kette nicht mehr weiter
  27. wachsen. Braucht sie aber ja auch nicht mehr, wir haben ja jetzt eine lange Kette hergestellt und zwar heißt unser
  28. hergestellter Kunststoff jetzt Polyethen eben aus Ethen durch Polymerisation. Und genauso kann man jetzt eben auch
  29. andere Kunststoffe wie Polypropen oder Polystyroen. Dafür braucht man eben nur die passenden
  30. Monomere, mit denen man startet. Wichtiger Unterschied bei der radikalischen Polymerisation ist noch,
  31. dass wir hier zunächst ein Radikal erzeugen müssen, z.B. durch Lichteinstrahlung auf Bromoleküle und
  32. dass hier bei der Apraktion nicht nur eine organische Radikalkette wieder auf z.B. ein Bromradikal treffen kann, was
  33. dann dem Anion in der anionischen Abbruchreaktion entsprechen würde, sondern dass auch zwei längere
  34. Radikalketten zusammen zu einer großen Kette reagieren können. Vom Mechanismus her läuft diese Polymerisation aber
  35. sonst genauso ab, außer dass man radikaler anstatt der positiven Ladung hat. Allgemein gilt noch, wenn wir nur
  36. eine Doppelbindung in den Monomeren haben, dann wird unser Kunststoff zu langen unverzweigten Ketten. Damit
  37. wissen wir, hier werden vor allem Thermoplasten hergestellt. Mehr zu den Thermoplasten findet ihr hier. Schreibt
  38. mal in die Comments, wenn euch das Video weitergeholfen hat. Ansonsten macht's gut, haut rein und ciao.

Zum Nachlesen