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Die Revolution von 1848/49 | STARK erklärt

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Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 35 Zeilen
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  1. Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland. [Musik] Wenn wir heute die deutsche
  2. Nationalhymne singen, achten wir kaum noch auf diese Worte. So selbstverständlich sind sie für uns. Als der Text 1841 von Hoffmann von Fallas
  3. Leben gedichtet wurde, waren sie jedoch ein Wunschtraum und wurden zu Zielen der Revolution von 1848 und 49. eine Revolution, die letztendlich gescheitert
  4. ist, oder etwa doch nicht? [Musik]
  5. Die Revolution von 1848 und 49. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Deutschland kein einheitlicher Nationalstaat. Auf dem
  6. Wiener Kongress 1814 und 15 kehrte man zwar nicht zum Heiligen Römischen Reich deutsche Nation zurück. Allerdings war der neugeschaffene deutsche Bund auch
  7. nur ein lockerer Staatenbund. Vom Ergebnis des Kongresses waren besonders die Vertreter der liberalen und nationalen Bewegung enttäuscht. Obwohl
  8. sie in der Folgezeit von den Fürsten niedergehalten wurden, gaben sie aber die Hoffnung auf eine nationale Einheit Deutschlands nicht auf. Anfang 1848
  9. wurde Europa von einer neuen Revolutionswelle erfasst. So wurde im Februar 1848 der französische König gestürzt und die Republik ausgerufen.
  10. Der revolutionäre Funke sprang auf den deutschen Bund über, wo damals große Unzufriedenheit mit den politischen, wirtschaftlichen und sozialen
  11. Verhältnissen herrschte. Im März 1848 kam es zu Versammlungen und Demonstrationen sowie zu liberalen und nationalen Forderungen, den sogenannten
  12. Märzforderungen. Dazu gehörten mehr politische Mitbestimmung, Presse und Versammlungsfreiheit, Schwurgerichte sowie die Wahl eines gesamtdeutschen
  13. Parlaments. In vielen Staaten wurden in der Folge liberal geprägte Märzministerien eingesetzt. Besonders gewaltsam und folgenreich war die
  14. Märzrevolution in Österreich und Preußen. In Wien wurde der langjährige Staatskanzler Fürst von Metnich gestürzt. In Berlin musste König
  15. Friedrich Wilhelm. II, den Todesopfern der Barrikadenkämpfe die letzte Ehre erweisen. Nicht nur in den deutschen Einzelstaaten kam es zu neuen
  16. Entwicklungen, sondern auch auf gesamtdeutscher Ebene. Die Revolutionäre forderten die staatliche Einheit und eine gesamtdeutsche Verfassung. Am 18.
  17. In Mai 1848 nahm eine gewählte Nationalversammlung in der Paulskirche in Frankfurt am Main ihre Arbeit auf, die
  18. Paulskirchenversammlung. Die überwiegend bürgerlichen Abgeordneten fanden sich in verschiedenen Fraktionen zusammen. Sie
  19. sollten einen deutschen Nationalstaat schaffen und hierfür eine Verfassung ausarbeiten. Besonders diskutiert wurden die Ausgestaltung des politischen
  20. Systems und die Grenzen eines solchen Nationalstaats. Im Dezember 1848 verabschiedete die Nationalversammlung einen Grundrechtskatalog.
  21. Schließlich nahm sie mit knapper Mehrheit die Reichsverfassung an, die am 28. im März 1849 verkündet wurde. Der neue Nationalstaat sollte eine
  22. konstitutionelle Monarchie unter einem Kaiser sein. Hierfür wollte man den preußischen König Friedrich Wilhelm den I gewinnen. Bezüglich der Grenzfrage
  23. setzte sich die kleindeutsche Lösung ohne Österreich gegen die großdeutsche Variante durch. Die Abgeordneten hatten viel erreicht. Letztendlich konnten sie
  24. ihre Ziele jedoch nicht verwirklichen. Die konservativen Kräfte wurden ab Herbst 1848 stärker und setzten zur Gegenrevolution an. Nicht alle deutschen
  25. Einzelstaaten erkannten die Verfassung an. Zudem lehnte Friedrich Wilhelm. im April 1849 die ihm angebotene Kaiserkrone ab. Er war nicht bereit,
  26. eine solche Würde aus den Händen des Volks entgegenzunehmen. Schließlich zerfiel die Nationalversammlung. Eine Rumpfparlament wurde in Stuttgart
  27. auseinandergetrieben. Die letzten Aufstände wurden im Juli 1849 niedergeschlagen. Die Revolution war zu Ende. In ihren großen Zielen waren die
  28. Revolutionäre von 1848 und 49 letztendlich gescheitert. Sie hatten sich anspruchsvolle Aufgaben vorgenommen, waren sich aber oft
  29. uneinig. Außerdem hatten sie keine Machtmittel, um ihre Beschlüsse gegen die Fürsten durchzusetzen. Allerdings konnten sie auch gewisse Erfolge
  30. verzeichnen. So machten die Abgeordneten der Paulskirchenversammlung umfassendere politische Erfahrungen. Vereine und das Pressewesen erlebten einen Aufschwung.
  31. Die Reichsverfassung und der Grundrechtskatalog sollten zu dem Vorbildcharakter für die Weimara Verfassung von 1919 und das Grundgesetz
  32. der Bundesrepublik von 1949 haben. Fassen wir noch einmal das Wichtigste zusammen. Die Revolution von 1848 und 49 fand sowohl in den deutschen
  33. Einzelstaaten als auch auf gesamtdeutscher Ebene statt. Die Nationalversammlung in Frankfurt am Main wollte einen deutschen Nationalstaat
  34. schaffen und arbeitete hierfür eine gesamtdeutsche Verfassung aus. Letztendlich scheiterte diese Verfassung jedoch am Widerstand der konservativen
  35. Kräfte. Dennoch sollten bestimmte Vorstellungen und Erfahrungen über die Revolution hinaus Wirkkraft haben. M.

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